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Donnerstag, 21. März 2019
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Internationaler Tag des Artenschutzes
© Archivio Slow Food
 
Internationaler Tag des Artenschutzes
Zukunft unserer Ernährung mit der Gabel sichern

Anl√§sslich des internationalen Tags des Artenschutzes am 3. M√§rz fordert Slow Food Deutschland die Politik auf nationaler, EU- sowie internationaler Ebene auf, die Weichen f√ľr den Erhalt des Artenschutzes endlich richtig zu stellen. Laut eines neuen FAO-Berichts ist die biologische Vielfalt Voraussetzung, um uns auch k√ľnftig mit Lebensmitteln versorgen zu k√∂nnen. Deshalb m√∂chte Slow Food auch Verbraucherinnen und Verbraucher anregen, mit Freude und Genuss zur Ern√§hrungssicherung beizutragen, indem sie die Vielfalt sowie alte Sorten ihrer Regionen auf den Teller bringen.

Die biokulturelle Vielfalt zu erhalten ist von zentraler Bedeutung, wenn wir auch in Zukunft noch Lebensmittel produzieren und dadurch die Ern√§hrung sichern wollen: Das ist die Schlussfolgerung des letzte Woche von der Ern√§hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ver√∂ffentlichten Berichts ‚ÄěZustand der weltweiten Biodiversit√§t und dessen Auswirkungen auf Ern√§hrung und Landwirtschaft‚Äú. Ein weiter so wie bisher, ist keine Option, wenn wir k√ľnftigen Generationen noch ein Leben auf diesem Planeten erm√∂glichen wollen. ‚ÄěDoch‚Äú, so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, ‚Äěf√ľr alle Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Gastronominnen und Gastronomen, die nicht allein auf eine etwaige Umsetzung durch die Politik warten m√∂chten, gibt es eine gute Nachricht: Jeder kann zum Artenschutz beitragen und dieser l√§sst sich einfach in den Alltag und in der K√ľche integrieren. Ob ich im eigenen Garten Saatgut alter Sorten nutzte, zum Beispiel von Bingenheimer Saatgut, oder mir lokale Bezugsquellen f√ľr traditionelle Obst- und Gem√ľsesorten oder tierische Produkte von alten Tierrassen suche: Unsere Alltagsentscheidungen tragen aktiv dazu bei, dass alte Sorten wieder nachgefragt werden, es weiterhin einen Markt f√ľr sie gibt. Nur so k√∂nnen sie und damit die Vielfalt erhalten werden. Die Passagiere unserer Arche des Geschmacks mit Angabe der Erzeugerinnen und Erzeuger sowie weitere Listen alter Sorten weisen den Weg zu den Produkten, die vom Aussterben bedroht sind. Mit ihnen zu experimentieren und alte Geschm√§cker wiederzuentdecken macht Spa√ü und bringt Vielfalt auf den Teller‚Äú, so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Zum Tag des Artenschutzes m√∂chte Slow Food Deutschland Mut machen, im Bioladen oder beim Erzeuger nebenan nach alten Sorten zu fragen und sich √ľber die Herkunft und Beschaffenheit eines Produktes zu informieren. Viele Biol√§den sowie H√∂fe der solidarischen Landwirtschaft sind mit Traditionssorten vertraut. Selbst bei verarbeiteten Produkten wie Brot gibt es Hersteller, die auf alte Getreidesorten nutzen. Informieren Sie sich auf unserer Webseite √ľber Gasthausempfehlungen. Unsere lokalen Gruppen vor Ort k√∂nnen bei der Empfehlung von M√§rkten und Produzenten behilflich sein. Nachhaltige Ern√§hrung gelingt also auf vielf√§ltige Weise, mit kleinen und gro√üen Schritten, mit Zeit, Verantwortung, Freude, Bewusstsein und Wertsch√§tzung.

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Der Tag des Artenschutzes der Vereinten Nationen ist im Jahr 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutz√ľbereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) eingef√ľhrt worden und findet j√§hrlich am 3. M√§rz statt.
 
Eintrag vom: 02.03.2019  




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