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NABU-Kommentar zur Roten Liste heimischer Wildpflanzen
Miller: Dramatisches Artensterben in Agrarlandschaften und Gewässern

Berlin ‚Äď In Deutschland sind fast ein Drittel der heimischen Wildpflanzen gef√§hrdet. Das geht aus der Roten Liste der Farn- und Bl√ľtenpflanzen, Moose und Algen hervor, die das Bundesamt f√ľr Naturschutz am heutigen Mittwoch in Berlin vorgestellt hat.

Dazu NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller: ‚ÄěDie heutige Liste zeigt einmal mehr, wie dramatisch das Artensterben in unserer Agrarlandschaft und Gew√§ssern ist. Die Liste ist ein erneuter Weckruf, dass wir endlich M√∂glichkeiten nutzen und Ma√ünahmen ergreifen, um diesen alarmierenden Verlust f√ľr ein intaktes √Ėkoystem zu stoppen. Wir wissen, dass Ackerrandstreifen, Schutz√§cker und weitere Agrarumweltma√ünahmen wie Brachen eine positive Wirkung f√ľr die Tiere und Pflanzen in der Agrarlandschaft haben ‚Äď sie werden jedoch viel zu selten umgesetzt. Aus diesem Grund muss die Agrarf√∂rderung endlich naturvertr√§glicher werden und Landwirte f√ľr Naturschutzma√ünahmen besser entlohnt werden. Die Verhandlungen √ľber die Zukunft der EU-Agrarpolitik laufen derzeit in Br√ľssel und sie sind der Schl√ľssel zum Stopp des Artensterbens in der Agrarlandschaft. Bundeslandwirtschaftsministerin Kl√∂ckner muss hier endlich Farbe bekennen. Neben dem Verlust der Wildpflanzen auf dem Acker sind durch die Eutrophierung der Gew√§sser auch viele Wasserpflanzen gef√§hrdet. Deshalb ist es so wichtig, daf√ľr zu sorgen, dass die Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt wird und alle Gew√§sser in einen guten √∂kologischen Zustand versetzt werden. Durch den Verlust von Pflanzen sind auch viele damit verbundene Insektenarten gef√§hrdet und von diesen h√§ngen wiederum V√∂gel, Amphibien, Reptilien und S√§ugetiere ab.‚Äú
 
Eintrag vom: 07.12.2018  




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