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Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Mammutwald im Seepark wird neu gestaltet
54 abgestorbene Mammutb√§ume m√ľssen aus Sicherheitsgr√ľnden gef√§llt werden ‚Äď Neues baumstarkes Konzept integriert gesunde Mammutb√§ume

Der Mammutwald im Seepark wird neu gestaltet. Von den urspr√ľnglich 260 Mammutb√§umen stehen heute noch 96 B√§ume, die in einem sehr schlechten Zustand oder bereits abgestorben sind. Der extrem schlechte, kiesige Boden und der Klimawandel machen der an der feuchten Westk√ľste Nordamerikas beheimateten Baumart schwer zu schaffen, so dass immer mehr B√§ume absterben und in Folge dessen gef√§llt werden m√ľssen. Der diesj√§hrige hei√üe und trockene Sommer beschleunigte das Baumsterben noch, so dass das die Fachleute des Garten- und Tiefbauamts (GuT) am Montag, 3. Dezember, 54 Mammutb√§ume aus Sicherheitsgr√ľnden entfernen m√ľssen.

Um den Seepark wieder aufzuwerten, entwickelte das GuT ein baumstarkes Konzept. So soll der absterbende Mammutwald in den n√§chsten zwei bis drei Jahren zu einem Klimawandelwald umgestaltet werden. Die Mammutb√§ume sollen durch unterschiedliche Baumarten ersetzt werden, die die zunehmende Hitze und trockenen Sommer der kommenden Jahre und Jahrzehnte √ľberstehen k√∂nnen. Dies sind nicht in jedem Fall heimische, sondern auch Baumarten aus Regionen, die heute schon ein Klima aufweisen, das hier in Freiburg in den n√§chsten Jahrzehnten zu erwarten ist.

Das GuT verfolgt damit ein Konzept, das einerseits die Ver√§nderungen durch den Klimawandel ber√ľcksichtigt und andererseits die Erholungsqualit√§ten des Seeparks erhalten m√∂chte. Die Auswahl der k√ľnftigen B√§ume verbindet
√§sthetische Aspekte wie Bl√ľte und Herbstf√§rbung mit den Anforderungen des Klimawandels wie Hitze- und Trockenheitsresistenz. Auch die Insekten werden mehr von den vorgesehenen Baumarten haben, weil einige zu der Gattung der Schmetterlingsbl√ľtler geh√∂ren, wie beispielsweise der Schnurbaum, die Gleditschie oder Gelbholzbaum, deren Bl√ľten f√ľr Bienen und Insekten wichtig sind. Einige der noch gesunden Mammutb√§ume werden zudem in die Neupflanzung integriert.

Das Konzept stellte das GuT den beiden B√ľrgervereinen Mooswald und Betzenhausen-Bischofslinde vor, die die Umgestaltung des Mammutwalds im Seepark sehr positiv aufgenommen haben. In zwei Abschnitten soll der Wald umgestaltet werden. Die ersten neuen B√§ume sollen voraussichtlich auf der H√§lfte der Fl√§che im Februar und M√§rz des kommenden Jahres gepflanzt werden. Die zweite Pflanzung ist dann f√ľr den Winter 2020/2021 geplant. Die Kosten f√ľr den ersten Abschnitt werden vom GuT auf rund 90.000 Euro gesch√§tzt.
 
Eintrag vom: 01.12.2018  




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