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Donnerstag, 24. Oktober 2019
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Amphibien wandern wieder
Viele Frösche, Kröten und Molche sind in Freiburg unterwegs

Umweltschutzamt appelliert zu Vorsicht und R√ľcksichtnahme

Dank der fr√ľhlingshaften Temperaturen wandern derzeit zahlreiche
Amphibien, vor allem Erdkröten, an ihre Laichgewässer.
Ehrenamtliche Vereinsmitglieder und viele freiwillige Helfer/
innen betreuen die Wanderungen in Freiburg, vor allem
am Waldsee, an der Opfinger Straße und im Kappeler Kleintal.

Morgens und abends werden die Tiere entlang der Amphibienschutzzäune
gesammelt und entweder in die Laichgewässer
oder zur√ľck in den Waldlebensraum gebracht.

Die Helfergruppen bitten um R√ľcksichtnahme auf die Tiere
und vor allem ihre Gelege. Personen ohne Kenntnisse im
Amphibienschutz sollten ohne Anleitung keine Tiere umsetzen.

Alle heimischen Amphibien sind besonders gesch√ľtzt. Die
Tiere selbst und ihre Entwicklungsformen, also der Laich oder
sp√§ter die Kaulquappen, d√ľrfen nicht aus der Natur entnommen,
zerstört, verletzt oder gar getötet werden.

Das städtische Umweltschutzamt appelliert daher an Eltern,
ihre Kinder auf den Schutz der Amphibien aufmerksam zu
machen und ihnen zu erklären, dass beispielsweise Laichballen
nicht entnommen werden oder mit Stöcken zerschlagen
werden d√ľrfen und die vielen sich derzeit besonders am
Waldseeufer tummelnden Tiere sich nicht zum Spielen eignen
und im Gewässer zu belassen sind.

Prinzipiell sind Hunde in öffentlichen Anlagen, wie dem Möslepark,
nur auf Fu√üwegen und an kurzer Leine zu f√ľhren. Sie
sind vom Uferbereich des Waldsees fernzuhalten, da sie den
an Pflanzen befestigten Laich zertreten und die Erdkröten
beim Ablaichen erheblich stören können.

Auch Jogger und Radler sollten in den Abend- und Nachtstunden
die Waldwege um den im Landschaftsschutzgebiet
‚ÄěBrombergkopf, Lorettoberg, Schlierberg‚Äú gelegenen Waldsee
meiden, auf denen zu dieser Zeit besonders viele Erdkrötenmännchen
ausdauernd verharren, um ein Weibchen zu finden.

Auch das Sammeln von Bärlauch, das in größeren Mengen
an sich bereits naturschutzrechtlich nicht zulässig ist, gefährdet
die Amphibien, da viele von ihnen unter den Blättern
Schutz suchen.

Da die Zahl der Erdkr√∂ten stark zur√ľckgeht, vor allem in Lebensr√§umen,
die von Straßen durchschnitten werden, ist ein
Schutz der Populationen vor - wenn auch oft unbedachten
Beeinträchtigungen durch Menschen - besonders wichtig.

Zusätzliche Helferinnen und Helfer sind jederzeit willkommen.
Interessenten können sich an das Umweltschutzamt
unter der Telefonnummer: 201-6125 oder per E-Mail an die
Adresse umweltschutzamt@stadt.freiburg.de wenden.
 
Eintrag vom: 16.04.2009  




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