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Erosionsmindernde Bewirtschaftung verringert Bodenabschwemmungen
Landratsamt und Umweltschutzamt appellieren an Landwirte am Tuniberg

Neben anderen landwirtschaftlichen Kulturen werden am Tuniberg
auch Spargel und Reben angebaut. Diese Kulturen
sind wegen ihrer gro├čen Reihenabst├Ąnde, der damit verbundenen
geringen nat├╝rlichen Bodenbedeckung sowie einer
intensiven mechanischen Bodenbearbeitung besonders erosionsgef├Ąhrdet.

Nach den in den letzten Jahren zugenommenen heftigen
kurzzeitigen Niederschl├Ągen kommt es am Tuniberg immer
wieder zu Bodenabschwemmungen. Dieser Bodenabtrag
stellt nicht nur ein Verlust f├╝r die Landwirte dar, sondern verursacht
auch Sch├Ąden auf benachbarten Fl├Ąchen, Stra├čen
und Wegen und verstopft au├čerdem die ├Âffentliche Kanalisation,
die anschlie├čend mit gro├čem finanziellen Aufwand wieder
gereinigt werden muss.

Um diese Bodenabschwemmungen zu vermeiden oder zumindest
zu verringern, appellieren das Landratsamt Breisgau-
Hochschwarzwald und das st├Ądtische Umweltschutzamt an
die Landwirte am Tuniberg, wirksame und leicht umsetzbare
Ma├čnahmen zu ergreifen: beispielsweise das Anlegen von
Gr├╝nstreifen, Aufbringen von Stroh in den Erntewegen, Anlegen
von Querrinnen sowie das Errichten von begr├╝nten Barrieren.

Beim Spargel w├Ąre die Einsaat einer Begr├╝nung zwischen
Aufd├Ąmmen und Erntebeginn wenig sinnvoll, da durch das
Ernten die aufgehende Einsaat wieder zertrampelt w├╝rde.
Hier hat sich vor allem in h├Ąngigen Anlagen die Einlage von
Stroh bew├Ąhrt. Der Boden wird geschont und der Dauerhumusanteil
erh├Âht, bei Dauerregen versickert das Wasser
schneller und die Erntewege sind dann besser begehbar.

Zur guten landwirtschaftlichen Praxis geh├Ârt es, Erosion zu vermeiden.
Falls einzelne Landwirte am Tuniberg die relativ einfachen
erosionsmindernden Schritte nicht umsetzen, kann dies bei
den landwirtschaftlichen Betrieben auch zu K├╝rzungen der Ausgleichszahlungen
f├╝hren. Au├čerdem k├Ânnen die Verursacher f├╝r
Erosionssch├Ąden haftbar gemacht und zum Schadenersatz verpflichtet
werden.
 
Eintrag vom: 15.04.2009  




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