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Mittwoch, 30. November 2022
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Bundesregierung will die Veröffentlichung von Glyphosat-Studien verhindern
Die Bundesregierung mischt sich in einem Gerichtsverfahren zwischen Abgeordneten der Gr√ľnen/EFA-Fraktionen aus dem EU-Parlament und der Europ√§ischen Beh√∂rde f√ľr Lebensmittelsicherheit (EFSA) √ľber den Zugang zu Studien zur Risikobewertung von Glyphosat ein. Im Sommer hatte die Abgeordneten den Europ√§ischen Gerichtshof angerufen, um Zugang zu den Studien zu erhalten, auf deren Basis die EFSA das Herbizid Glyphosat als nicht krebserregend eingestuft hatte. Wie jetzt bekannt wurde hat sich die Bundesregierung am 30. November der Klage der Agrochemie- Unternehmen Monsanto und Cheminova gegen den Zugang zu diesen Studien angeschlossen, da die Riskobewertung f√ľr Glyphosat im europ√§ischen Zulassungsverfahren beim Bundesinstitut f√ľr Risikobewertung lag. Dazu sagt der Sprecher von B√ľndnis90/Die Gr√ľnen im Europ√§ischen Parlament, Sven Giegold:

"Die Glyphosat-Geisterfahrt der Bundesregierung geht weiter. Das Untergraben der Transparenz ist die n√§chste Episode im unverantwortlichen Handeln der Bundesregierung bei Glyphosat. Die Bundesregierung stellt den Schutz von Lobbyinteressen √ľber den Schutz von Gesundheit und Umwelt. Das √∂ffentliche Interesse an der Risikobewertung von Glyphosat muss h√∂her gewichtet werden als die Gesch√§ftsinteressen von Monsanto. Die europ√§ischen B√ľrger haben ein Recht zu erfahren, wie eine so wichtige Beurteilung zustande kommt.
Beim Thema Glyphosat hat die Bundesregierung jegliches Vertrauen verspielt. Sie muss ihren Kurs korrigieren und sollte den Zugang zu den Studien ermöglichen."
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Eintrag vom: 11.12.2017  




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