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Montag, 16. Juli 2018
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Vogelfunde unter Stromleitungen melden
NABU und Renewables Grid Initiative starten Hotline f√ľr besseren Vogelschutz im Stromnetz

Berlin ‚Äď Mit der Hotline ‚ÄěVogelfund und Stromleitung‚Äú starten NABU und die Renewables Grid Initiative (RGI) heute eine Initiative f√ľr einen besseren Vogelschutz im Stromnetz. Unter dem Dach von RGI engagieren sich Netzbetreiber und Naturschutzverb√§nde seit 2009 unter anderem f√ľr die Belange von Naturschutz bei Netzentwicklung und -betrieb.

Ziel der Hotline ist es, die Informationsgrundlage f√ľr k√ľnftige Vogelschutzma√ünahmen beim Netzausbau und an bestehenden Leitungen zu verbessern. √úber die Hotline k√∂nnen Vogelfunde k√ľnftig von jedem telefonisch und auch online beim NABU gemeldet werden. Dort werden alle Informationen von einem Ornithologen systematisch erfasst und ausgewertet.

‚ÄěMit der Hotline werden erstmals Daten zu V√∂geln als Kollisionsopfern im ganzen Bundesgebiet systematisch erfasst und untersucht. Diese Daten erm√∂glichen es uns, Handlungsbedarf und geeignete Ma√ünahmen gegen Vogelkollisionen zu identifizieren und gemeinsam mit den Netzbetreibern umzusetzen‚Äú sagt NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller. ‚ÄěAnders als im Verkehr oder an Windr√§dern lassen sich die Opferzahlen so mit √ľberschaubarem Aufwand deutlich verringern‚Äú, so Miller weiter. Insgesamt sei davon auszugehen, dass in Deutschland j√§hrlich zwischen 1,5 bis 2,8 Millionen V√∂gel an Hoch- und H√∂chstspannungsleitungen sterben.

Der NABU und deutsche √úbertragungsnetzbetreiber bem√ľhen sich seit Jahren im gegenseitigen Austausch, die Kollisionen von V√∂geln mit Stromleitungen zu reduzieren. Vor allem f√ľr gr√∂√üere Vogelarten mit seitlichem Sehfeld sind die Leitungen im Flug nicht immer deutlich zu erkennen, so dass Kollisionen dann meist t√∂dlich enden. H√§ufigste Ma√ünahme zum Schutz der V√∂gel ist dabei die Anbringung so genannter Vogelschutzmarker an besonders kritischen Leitungsabschnitten. Bei der Neuplanung von Trassen werden dar√ľber hinaus sensible Vogelvorkommen m√∂glichst fr√ľhzeitig ber√ľcksichtigt und dann neue Trassen gesucht oder niedrigere Masten eingesetzt. Die durch die Hotline gesammelten Daten werden diese Bem√ľhungen deutlich unterst√ľtzen.

√úber die Hotline sollen vorrangig Vogelkollisionen mit den H√∂chstspannungsleitungen gemeldet werden. Aber auch Vogelfunde im Verteilnetz, etwa an stromschlaggef√§hrdenden Mittelspannungsmasten oder andere technisch verursachte Vogeltode werden gesammelt. Diese Daten sind f√ľr den NABU auch deshalb von gro√üem Interesse, weil dadurch die Lebensrisiken f√ľr unterschiedliche Vogelarten besser verstanden werden k√∂nnen. So ist es m√∂glich L√∂sungen zu herbeizuf√ľhren.
‚ÄěIch freue mich, dass die Zusammenarbeit unserer Mitglieder anhand sehr konkreter Projekte vertieft wird‚Äú, sagt Antonella Battaglini, CEO der Renewables Grid Initiative. ‚ÄěDadurch werden unsere Grundprinzipien, wie sie zum Beispiel in der Europ√§ischen Netzerkl√§rung formuliert sind, gemeinsam und damit wirkungsvoller in die Tat umgesetzt.‚Äú

Zugang zur Hotline
Die Vogelfund-Hotline ist werktags unter 030-284 984 5500 erreichbar. Unter www.NABU.de/vogelfund-stromleitung k√∂nnen Meldungen √ľber ein Online-Formular gemacht werden. Ein erkl√§render Leitfaden und weitere Informationen zur Stromleitungsproblematik stehen dort ebenso zur Verf√ľgung.

√úber die Renewables Grid Initiative
Die Renewables Grid Initiative (RGI) ist eine einzigartige Kollaboration von NGOs und √úbertragungsnetzbetreibern (√úNB) aus Europa. Sie engagiert sich f√ľr eine transparente und umweltbewusste Entwicklung des Netzes, die den Ausbau und die Integration Erneuerbarer Energien f√∂rdert. Die RGI ver√∂ffentlichte unter anderem die European Grid Declaration, die Grunds√§tze f√ľr √úNBs im Rahmen der √Ėffentlichkeitsbeteiligung beim Netzausbau festlegt. Weitere Informationen dazu unter https://renewables-grid.eu/activities/ird.html
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Eintrag vom: 11.10.2017  




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