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Freitag, 25. Juni 2021
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Traktoren Demo mit Radfahrern durch die Stadt Freiburg
AnlĂ€sslich der Freiburger Aktionstage Nachhaltigkeit 2017 sowie der EuropĂ€ischen Nachhaltigkeitswoche protestieren wir gegen den absolut nicht nachhaltigen FlĂ€chenverbrauch beim geplanten großen Neubau-Stadtteil Freiburg-Dietenbach auf 169 ha landwirtschaftlichem Boden, Wiesen und Wald.

Am Samstag, 20. Mai 2017, von 13 bis ca. 15 Uhr fahren Landwirte aus Freiburg und Umgebung, die als EigentĂŒmer oder PĂ€chter im Gewann Dietenbach und als Folge in anderen Gebieten Freiburgs und im Umland betroffen sind vom geplanten großen Neubau-Stadtteil Dietenbach, die 2. Traktoren Demo durch die Freiburger Innenstadt.

FĂŒr Radfahrerinnen und Radfahrer gibt es diesmal die Möglichkeit am Begleit-Korso teilzunehmen mit Start und Anschluss hinter den Traktoren gegen 13.30 Uhr am Platz vor dem Konzerthaus Freiburg. Um ca. 13.45 Uhr folgt am Fahnenbergplatz/ Friedrichstrasse ein Stopp mit einer knapp halbstĂŒndigen Kundgebung.

Veranstalter ist die BĂŒrgerinitiative (BI) Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio, www.prolandwirtschaft.de, facebook. UnterstĂŒtzer sind 12 Vereinigungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie KleingĂ€rten.
Die Teilnahme erfolgt ausdrĂŒcklich auf eigene Gefahr und Haftung.

Zeitlicher Ablauf:
Abfahrt der Traktoren: 13 Uhr am Friedhof Freiburg St. Georgen
Treff mit den Radfahrern: ca. 13.30 Konzerthaus
Weiter bis zur Friedrichstrasse/ Fahnenbergplatz zur Kundgebung: ca. 13.45
Weiter die Stadtrunde mit Traktoren und Radfahrern bis Konzerthaus
Weiterfahrt der Traktoren bis zum Dietenbach/ Mundenhof, dort Abschluss.

Streckenverlauf:
Parkplatz Friedhof St. Georgen, Basler Landstr., Heinrich v. Stephanstr., Schnewlinstr., Bismarckallee, Friedrichstr., Leopoldring, Schlossbergring, Wallstr., Holzmarkt, Rempartstr., Belfortstr., Wilhelmstr., Bismarckallee, Breisacher Str., Berliner Allee, BinzengrĂŒn, Opfinger Str., Bettina-von-Armin-Str., Rieselfeld, Mundenhof.

Hintergrundinfos:
Warum die 2. Demo?
AnlĂ€sslich der Freiburger Aktionstage Nachhaltigkeit 2017 und der EuropĂ€ischen Nachhaltigkeitswoche kritisieren wir die tatsĂ€chliche Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Freiburg in punkto FlĂ€chenverbrauch. Die Bundesregierung hat im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Neuinanspruchnahme von FlĂ€chen fĂŒr Siedlungen und Verkehr auf 30 Hektar (derzeit 69 ha) pro Tag zu verringern. Wir fragen: wo bleiben die BemĂŒhungen in dieser Richtung bei der Freiburger Stadtpolitik?

In Freiburg Dietenbach plant die Stadt die Bebauung von ca. 169 Hektar Äckern, Wald und Wiesen mit HĂ€usern, Straßen usw. – dies im krassen Gegensatz zur Nachhaltigkeitsstrategie. Die BI fordert, den Verbrauch von FlĂ€chen der Landwirtschaft, von Wald und KleingĂ€rten in Freiburg und Region zu stoppen.

Die BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio setzt sich mit ihren zahlreichen UnterstĂŒtzer-Vereinigungen (s. Flyer) ein fĂŒr die durchaus vorhandenen Alternativen (Aufstockungen, Dachausbauten, Umbauten fĂŒr mehr Wohnraum, grundsĂ€tzlich mehr Genehmigungen fĂŒr höhere Bauwerke, Leerstandsregister und Leerstandsmanagement, , mehr Wohnungen statt BĂŒros (Bahnhofsmeile!), RĂŒcknahme illegaler Ferienwohnungen, Überbauung vieler großer ParkplatzflĂ€chen, Bebauung von noch ausstehenden unumstrittenen FlĂ€chen des aktuellen FlĂ€chennutzungplans 2020, mehr Wohnen fĂŒr Hilfe, bessere Nutzung von Wohnraumreserven in Mischgebieten, und insbesondere die soziale und ökologische Entwicklung einer ganzen Reihe Freiburger Stadtteile und Stadtquartiere fĂŒr mehr Wohnen von ZĂ€hringen-Nord/LĂ€ngeloh ĂŒber den alten GĂŒterbahnhof und Teile von Herdern und Neuburg bis hin u.a. nach Haslach-Schildacker und Haid.

Die regionale Landwirtschaft wird zwar von der Politik immer wieder öffentlich gewĂŒnscht, aber in Wirklichkeit durch Ausweisung stĂ€ndig weiterer BauflĂ€chen im Außenbereich in der Existenz bedroht und letztlich unwiederbringlich zerstört. Dabei wird die ErnĂ€hrung der Menschen in Freiburg laut Untersuchung i.A. der Stadt nur noch zu 20% aus der Region SĂŒdbaden bedient.

Die BI möchte das Thema FlĂ€chen-Versiegelung und die negativen Konsequenzen fĂŒr Wasser, Luft, Klima und die Artenvielfalt zu den BĂŒrgern tragen: Es ist ein sehr wichtiges Umweltthema, welches uns in den nĂ€chsten Jahrzehnten zunehmend beschĂ€ftigen wird. Wir möchten mit unseren UnterstĂŒtzern den Böden, den Wiesen und dem Wald eine Stimme geben. FlĂ€chenschutz ist auch Menschenschutz!
Nach wie vor gibt es fĂŒr die Landwirte keine ausreichenden ErsatzflĂ€chen, nur etwa 29 ha. Es wird auch kaum mehr werden, weil Freiburg und Umland einfach nicht mehr genug FlĂ€chen zur VerfĂŒgung stehen. Schon jetzt werden auch anderen Landwirten in Freiburg außerhalb vom Gewann Dietenbach und außerhalb Freiburgs stadteigene PachtflĂ€chen gekĂŒndigt, die spĂ€ter den Dietenbacher Landwirten zur VerfĂŒgung gestellt werden sollen. D.h. aber, dass auch diesen Landwirten in Folge FlĂ€chen weggenommen werden und auch dort durch den FlĂ€chenverlust die Wirtschaftlichkeit und teilweise auch Existenz der Betriebe bedroht sind. Auch bei diesen Landwirten „in zweiter Reihe“ entsteht ist schon Unruhe.

Hier ein Auszug von Problemen, die den Bau von gĂŒnstigem Wohnraum im Gewann Dietenbach sehr unrealistisch erscheinen lassen:
Die von der Stadtverwaltung „zurechtgebastelte“ Finanzierung fĂŒr den neuen Stadtteil mit 98 Mio. Euro aus dem Haushalt, weitere Finanzlöcher, die vielen nicht im Eigentum der Stadt vorhandenen GrundstĂŒcke, die Vertreibung von Landwirten bzw. deren ExistenzgefĂ€hrdung, das nur mit sehr hohen Kosten zu umgehende Verbot im Überschwemmungsgebiet Dietenbach, vorgeschriebene teure LĂ€rmschutzwĂ€lle, hohes Grundwasser, die Verlegung von Sendemast und Hochspannungsleitungen, mĂŒhsame AusgleichsflĂ€chensuchen fĂŒr Naturverluste, nicht zufriedenstellende geplante ÖVNP-Verbindung, Verlust von Dietenbach fĂŒr die Naherholung fĂŒr die Bevölkerung von Weingarten und Rieselfeld, kein Schwimmbad, kein BĂŒrgerzentrum Ă  la Glashaus Rieselfeld, von vorneherein zu kleine Schule, Verlust von FlĂ€chen fĂŒr die ErnĂ€hrung von bis zu 2.000 Menschen.

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Eintrag vom: 11.05.2017  




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