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Umweltausschuss verschärft Gesetzentwurf gegen illegalen Holzeinschla
Br√ľssel - Mit einem mutigen Gesetzentwurf hat der Umweltausschuss des EU-Parlaments der illegalen Auspl√ľnderung der W√§lder den Kampf angesagt. Ein komplexes Pr√ľfsystem soll nach dem Willen des Ausschusses k√ľnftig verhindern, dass in Europa Holz aus illegalen Quellen gehandelt und verarbeitet wird. Zu diesem Zweck sollen Europ√§ische Unternehmen unter anderem verpflichtet werden, genau zu dokumentieren, woher ihr Holz stammt. Nationale Beh√∂rden sollen zudem mit der notwendigen Macht ausgestattet werden, Verst√∂√üe zu ermitteln und Sanktionen zu verh√§ngen. Der WWF begr√ľ√üt die Entscheidung und sieht in ihr ein starkes Signal gegen die massiv fortschreitende Waldzerst√∂rung weltweit.

‚ÄěDie heute getroffene Entscheidung k√∂nnte den Beginn einer verantwortlicheren Waldpolitik der EU einl√§uten und k√§me einem Meilenstein f√ľr den Schutz der W√§lder gleich‚Äú, so Alois Vedder, Politikkoordinator des WWF Deutschland. ‚ÄěAllerdings nur, wenn sie vom EU-Parlament und vom Ministerrat √ľbernommen und z√ľgig umgesetzt wird. Nur dann kann die EU ihr Ziel erreichen, einen ma√ügeblichen Beitrag zu einer drastischen Senkung der weltweiten Entwaldung zu leisten, so Vedder.‚Äú

Der Entwurf geht weit √ľber den Kommissionsvorschlag vom 17. Oktober 2008 hinaus, der nach Ansicht des WWF weit reichende Schw√§chen und aufwies. ‚ÄúViele Unternehmen in Europa haben bisher schon ihren Willen gezeigt, alles zu tun um sicherzustellen, dass ihre Ware gesetzeskonform gewonnen wurde, waren aber im Wettbewerb mit jenen, die es nicht so genau nahmen, oft benachteiligt,‚ÄĚ so Vedder. ‚ÄěDieser Entwurf beendet diesen Missstand und stellt Wettbewerbsgleichheit f√ľr verantwortliche Unternehmen her.‚Äú

Der WWF hofft, dass nun die z√§hen Verhandlungen auf EU-Ebene √ľber ein Gesetz zur Unterbindung des illegalen Holzhandels zu einem Ende kommen. Der WWF sieht dabei vor allem die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner in der Pflicht. Seit f√ľnf Jahren wird √ľber ein solches Gesetz in Br√ľssel gestritten. In Deutschland wurde unter der Rot-Gr√ľnen Bundesregierung eine √§hnliche Initiative unter dem Begriff ‚ÄěUrwaldschutzgesetz‚Äú gestartet, von der Koalition dann jedoch mit Verweis auf die kommende europ√§ische Regelung gestoppt.

Dabei ist es eines der wichtigsten Gesetzesvorhaben auf umweltpolitischer Ebene und zum Schutz des Klimas. Fast 20 Prozent der weltweiten CO2-Emmissionen werden durch die Vernichtung von W√§ldern verursacht. Als einer der weltweiten Hauptimportregionen f√ľr Holz kommt der EU hier eine besondere Verantwortung zu. Mit besonderem Interesse erwartet der WWF daher die endg√ľltige Entscheidung des EU-Parlaments am 23. April 2009.
 
Eintrag vom: 19.02.2009  




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