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"Dietenbach" auch mit Kooperationsmodell nicht nachhaltig, sondern abzulehnen
Das Kooperationsmodell f√ľr den geplanten Stadtteil Dietenbach ergibt laut Freiburger Umweltschutzverein ECOtrinova e.V. Mitnahmeeffekte f√ľr schon verkaufswillige Eigent√ľmer, die bisher f√ľr unter 65 Euro pro qm verkauft h√§tten. Das w√ľrde das k√ľnftige Wohnen verteuern. Das Fl√§chenproblem f√ľr die Landwirte bleibt weiterhin ungel√∂st. Denn viele Landwirte wollen bekanntlich kein Geld, sondern ihre landwirtschaftliche Existenz mit Fl√§chen in Hofn√§he erhalten. ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg L√∂ser au√üerdem: Die Wohnfl√§che pro Kopf in Freiburg ist v√∂llig anders als von der Stadt und im 2012er Beschluss des Gemeinderates zu Dietenbach prognostiziert und vorausgesetzt, nicht angestiegen, sondern seitdem deutlich gesunken. Bliebe sie auf dem 2012er Niveau von rund 38 qm pro Kopf, entf√§llt bis 2030 ein Bedarf von rund 9000 Wohnungen, mehr als das Anderthalbfache von ‚ÄěDietenbach‚Äú (ca. 5.500 Wohnungen). Der Neubaustadtteil auf der ‚Äěgr√ľnen Wiese‚Äú ist weiterhin unn√∂tig und abzulehnen und w√§re der Bauspekulation zuzuordnen.

Au√üerdem gibt es f√ľr einen Bev√∂lkerungszuwachs reichlich Alternativen im Innenbereich, so aus dem Fl√§chennutzungsplan FNP 2020, aus diversen Baurechten und aus bekannten Stadtumbauvorhaben in vielen Freiburger Quartieren. G√ľnstiges Wohnen ist bei Bauen auf unerschlossenem Gebiet wie in Dietenbach mit den anvisierten hohen Baulandpreisen von 800 Euro pro qm nicht zu erwarten f√ľr vermarktete Wohnungen, h√∂chstens eine k√ľnftige weitere Erh√∂hung des Freiburger Mietspiegels. Angesichts des laufenden sehr hohen Zubaus in Freiburg bedeutet das Kooperationsmodell v√∂llig unn√∂tigen Fl√§chenfra√ü beim landwirtschaftlichen Boden und w√ľrde die Ern√§hrungsbasis f√ľr Freiburg und die Krisenfestigkeit weiter senken. Die Vernichtung von landwirtschaftlichem Boden und Wald zu Lasten der Allgemeinheit w√§re nicht nachhaltig, "Fl√§chen-S√ľnde" und Versto√ü gegen GG Art. 20 a, die Lebensgrundlagen zu bewahren f√ľr k√ľnftige Generationen, wozu Rat und Stadt aber verpflichtet sind.
 
Eintrag vom: 03.02.2017  




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