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Samstag, 7. Dezember 2019
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NABU: Illegale Wolfstötung ist eine Straftat
Ermittlungsarbeit bei Umweltkriminalität stärken

Der NABU hat im Fall des get√∂teten und mit einem Peilsender ausgestatteten Wolfes aus der L√ľbtheener Heide ein konsequentes Vorgehen der Ermittlungsbeh√∂rden gefordert. Nach den Untersuchungen im Leibniz-Institut f√ľr Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin ist das Tier mit einem gezielten Blattschuss get√∂tet wurden. Das IZW ist Bestandteil der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW).

‚ÄěDie illegale T√∂tung eines Wolfes ist eine Straftat und keine juristische Randerscheinung von nachgeordneter Wichtigkeit. Der NABU fordert eine konsequente Verfolgung bei diesen F√§llen von Umweltkriminalit√§t. Der Wolf ist ein streng gesch√ľtztes Tier. Wer eigenm√§chtig mit einer Schusswaffe versucht, vollendete Tatsachen zu schaffen, handelt nicht nur kriminell, sondern besch√§digt bewusst auch das Wolfsmanagement, bei dem alle Interessengruppen an einer g√ľtlichen Koexistenz von Mensch und Wolf arbeiten‚Äú, sagte NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller. Mit der T√∂tung des Tieres sei auch das wissenschaftliche Monitoring zum Wolf in Mecklenburg-Vorpommern besch√§digt worden. Das Tier war als Wolfswelpe im Herbst 2015 mit einem GPS-Sender ausger√ľstet worden.

Der Kadaver des Jungwolfes war am Samstag in der Nähe der Gemeinde Woosmer (Kreis Ludwigslust-Parchim) am Straßenrand entdeckt worden. Damit liegt der erste Fall einer illegalen Wolfstötung im Land Mecklenburg Vorpommern vor, seit im Jahr 2006 der erste Wolf im Bundesland nachgewiesen wurde. Insgesamt wurden bundesweit bisher 21 tote Wölfe illegal getötet, dazu komme noch eine Dunkelziffer nicht entdeckter getöteter Tiere.

Nach Einsch√§tzung des NABU gibt es zu wenige auf Umweltkriminalit√§t spezialisierte Beamte bei Polizei und Justiz. ‚ÄěDie Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Naturschutzbeh√∂rden bei Umweltdelikten muss gest√§rkt werden, um eine effektive Registrierung und Verfolgung entsprechender Straftaten zu erm√∂glichen. Ziel w√§re es, bei den Landeskriminal√§mtern Abteilungen f√ľr Artenschutzkriminalit√§t einzurichten‚Äú, so Miller. Sollte ein ermittelter T√§ter im Besitz eines Jagdscheines sein, hat er sich durch die Tat f√ľr die weitere Jagdaus√ľbung als fachlich ungeeignet erwiesen. Als Konsequenz einer solchen Tat erwartet der NABU von den Jagdverb√§nden, auch hinsichtlich ihres Status als anerkannte Naturschutzverb√§nde, den sofortigen Verbandsausschluss sowie den unmittelbaren, dauerhaften Entzug des Jagdscheins durch die zust√§ndigen Beh√∂rden.

‚ÄěDa das Tier ein Senderhalsband getragen hat, ist es kaum vorstellbar, dass jemand fahrl√§ssig gehandelt hat. Dann h√§tten wir es mit einer absichtlichen Wolfst√∂tung zu tun und das Strafma√ü w√§re im oberen Bereich anzusiedeln‚Äú, so Miller. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Wolf eine streng gesch√ľtzte Tierart. Seine illegale T√∂tung kann mit bis zu f√ľnf Jahren Haft und 50.000 Euro Geldstrafe geahndet werden.
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Eintrag vom: 22.12.2016  




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