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Montag, 6. April 2020
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Sonnenstrahlen lassen die Kasse klingeln
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Seit 1. Januar gibt es neue
Einspeiseverg├╝tungen f├╝r Solarstrom

Landesprogramm Zukunft Altbau: Erst Heizw├Ąrmebedarf senken und dann
regenerative Energien nutzen

Seit dem 1. Januar bekommen neue Photovoltaikanlagen eine um etwas mehr
als drei Cent geringere Einspeiseverg├╝tung. PV-Anlagen auf dem Dach
produzieren umweltfreundlich Strom und speisen ihn in das Netz ein.
ÔÇ×Plant ein Altbaubesitzer eine Solarstromanlage, sollte er vorher
Ma├čnahmen zur Heizkostenminimierung durchf├╝hren", empfiehlt Claudia Rist
vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums
Baden-W├╝rttemberg. ÔÇ×Es ist in der Regel besser, zuerst den
Heizw├Ąrmebedarf des Hauses durch eine sinnvolle W├Ąrmed├Ąmmung zu senken",
so die Leiterin des Landesprogramms. Eine Photovoltaikanlage auf einem
unged├Ąmmten Altbau sei finanziell und ├Âkologisch nur die zweitbeste
Wahl. Informationen zu Solarstrom und Heizkostenminimierung gibt es bei
der kostenfreien Zukunft Altbau-Beratung unter 08000 12 33 33.

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist am 1.
Januar in Kraft getreten. Das Bundesgesetz verpflichtet
Energieversorger, Photovoltaikstrom etwa aus Hausdachanlagen vorrangig
abzunehmen und 20 Jahre zuz├╝glich des Jahres der Inbetriebnahme nach
festen Tarifen zu verg├╝ten. Die Regelung gilt auch f├╝r Windkraft,
Wasserkraft, Geothermie und Biomasse. Die Verg├╝tungen h├Ąngen von der Art
der regenerativen Energie, vom Jahr der Inbetriebnahme der Anlage und
deren Gr├Â├če ab.

2009 sinkt die Grundverg├╝tung f├╝r neu angeschlossene Photovoltaikanlagen
mit einer Gr├Â├če von bis zu 30 Kilowatt von 46,75 Cent auf 43,01 Cent pro
Kilowattstunde. 2010 gibt es f├╝r neue Anlagen weitere acht Prozent
weniger. Die Bundesregierung will durch die Anpassung der
Verg├╝tungss├Ątze eine Unter- ebenso wie eine ├ťberf├Ârderung verhindern.
Die letzte EEG-Novelle gab es 2004.

Photovoltaikanlagen produzieren umweltfreundlich Strom und sind trotz
der geringeren Verg├╝tung eine Investition mit guter Rendite. Hinzu
kommt: 2009 soll es Preissenkungen bei Photovoltaikanlagen geben.
ÔÇ×Solarstromanlagen k├Ânnen hohe Heizkosten aber nicht senken", sagt auch
Carmen Mundorff von der Architektenkammer Baden-W├╝rttemberg. Um die
Heizkosten zu minimieren, empfehle sich eine Fassadend├Ąmmung oder auch
der Einbau einer Heizung mit den neuesten technischen Standards. ÔÇ×Ob
dann Solarthermie zur Erw├Ąrmung des Brauchwassers oder sogar zur
zus├Ątzlichen Heizungsunterst├╝tzung einer Photovoltaikanlage vorzuziehen
ist, ist von Haus zu Haus unterschiedlich. Das k├Ânnen am besten
qualifizierte Geb├Ąudeenergieberater einsch├Ątzen."

Vor der Installation einer Photovoltaikanlage lohne es sich au├čerdem,
das Dach gr├╝ndlich auf den neuesten Stand zu bringen. Denn eine Anlage
speist mindestens 20 bis 25 Jahre in das Stromnetz ein. Wer in diesem
Zeitraum das Dach erneuert, muss die Anlage ab- und wieder aufbauen
lassen. Das kostet Geld und die Anlage produziert in der Bauzeit keinen
Strom.

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigent├╝mer unabh├Ąngig ├╝ber
den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und ├╝ber
F├Ârderm├Âglichkeiten. Ziel ist eine qualifizierte Sanierung des
Altbaubestandes. Das Programm wird von der Klimaschutz- und
Energieagentur Baden-W├╝rttemberg (KEA) in Karlsruhe umgesetzt.
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Eintrag vom: 10.01.2009  




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