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Montag, 19. August 2019
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Mehrweg fĂŒrs Meer
MĂŒllvermeidung in StrandnĂ€he: NABU startet ein Pilotprojekt zur EinfĂŒhrung eines Mehrwegsystem in der Strandgastronomie auf Fehmarn

Im Einsatz gegen die VermĂŒllung der Ostsee hat der NABU gemeinsam mit lokalen Partnern ein neues Pilotprojekt auf der Ostseeinsel Fehmarn gestartet. Dort können Strandurlauber kĂŒnftig selbst entscheiden, ob sie anstatt auf Einweggeschirr auf eine umweltfreundliche Mehrwegvariante setzen, wenn sie ihr Fischgericht, Pommes-Frites oder eine Quarkspeise mit an den Strand nehmen wollen. „Mit dem NABU-Projekt ‚Mehrweg fĂŒrs Meer‘ wollen wir zeigen, wie einfach es sein kann, am Strand MĂŒll zu vermeiden, bevor er achtlos weggeworfen eine Gefahr fĂŒr Tiere und Menschen durch die Zersetzung im Meere werden kann“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Unsere Meere verkommen immer mehr zu MĂŒllkippen fĂŒr PlastikabfĂ€lle jeder Art. Jedes Jahr kommen ĂŒber zehn Millionen Tonnen hinzu – ein großer Teil davon Verpackungsmaterialien. „Jeder Deutsche verbraucht jĂ€hrlich ca. 60 Coffee-to-go-Becher, die nur 15 Minuten gebraucht und dann weggeworfen werden. Eine unnötige Verschwendung wertvoller Ressourcen“, erlĂ€uterte NABU-Projektleiterin Lea Schenkelberg.

Ab sofort können Kunden in beteiligten Restaurants die Verpflegung fĂŒr den Besuch am Strand im umweltfreundlichen Mehrweggeschirr erhalten. Nach dem Verzehr kann das Geschirr bei einem beliebigen teilnehmenden Partner wieder abgegeben werden und verbleibt so im Kreislauf. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem CafĂ© El Sol, dem FischlĂ€dchen, der Quarkeria, dem Camping- und Ferienpark Wulfener Hals sowie dem NABU-Wasservogelreservat Wallnau hier auf Fehmarn erste Vorreiter gefunden haben, die sich fĂŒr den Ressourcen- und Meeresschutz stark machen und wir so das Engagement unserer Insel fĂŒr den Umweltschutz weiter ausbauen können“, sagte Fehmarns BĂŒrgermeister Jörg Weber.

Durch den Aufbau des Mehrwegsystems fĂŒr ökologisch nachhaltiges Geschirr leisten die beteiligten Gastronomen und ihre Kunden einen Beitrag zum Schutz der Meere, denn ein Mehrwegsystem hilft Abfall zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und schĂŒtzt so die Meere und seine Bewohner. Gemeinsam können Betriebe, Fehmaraner und FeriengĂ€ste das MĂŒllaufkommen am Strand und in der Umgebung reduzieren, sodass die Ostsee sauber bleibt.

„Wir dĂŒrfen uns nicht darauf beschrĂ€nken, den MĂŒll wieder aus unserer Umwelt zu entfernen. Es gilt: MĂŒll sollte erst gar nicht entstehen und ins Meer gelangen. Hier soll das Pilot-Projekt „Mehrweg fĂŒrs Meer“ einen wichtigen Beitrag leisten“, so Miller. Der NABU hofft, dass in Zukunft weitere Kommunen und gastronomische Betriebe Mehrwegalternativen anbieten und das Engagement entlang der KĂŒsten zum Schutz unserer Meere ausgeweitet werden kann.

Hintergrund:

Das NABU-Pilotprojekt „Mehrweg fĂŒrs Meer“ wird unterstĂŒtzt mit Geldern der Veolia Stiftung, die sich unter anderem fĂŒr die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit fĂŒr einen respektvollen Umgang mit der Umwelt engagiert. In Zusammenarbeit mit den Gastronomen entlang der Strandpromenaden bzw. in der strandnahen Innenstadt von Fehmarn soll den Kunden die Möglichkeit gegeben werden, auf Mehrweggeschirr umzusteigen. Dieses ist abwaschbar und wird nach der RĂŒckgabe wiederverwertet. Das Geschirr ist einheitlich gekennzeichnet und kann an jedem Standort der Initiative zurĂŒckgegeben werden.
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Eintrag vom: 22.09.2016  




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