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NABU-Stellungnahme zur Monsanto-├ťbernahme durch Bayer
Milliarden-Deal zementiert Monopol der Agrarindustrie mit sch├Ądlichen Folgen f├╝r Mensch und Natur

Zur ├ťbernahme von Monsanto durch den Bayer-Konzern erkl├Ąrt NABU-Bundegesch├Ąftsf├╝hrer Leif Miller:

ÔÇ×Diese Rekord├╝bernahme sendet ein fatales Signal f├╝r die weltweite Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen und l├Ąsst die Alarmglocken schrillen bei allen, die sich eine umweltvertr├Ąglichere, gift- und gentechnikfreie Landwirtschaft w├╝nschen. Mit diesem Milliarden-Deal wird die industrielle Landwirtschaft mit ihren sch├Ądlichen Folgen f├╝r Mensch und Natur weltweit zementiert - zugunsten von Agrarkonzernen, die die Preise diktieren und Milliarden mit Pestiziden umsetzen. Wer so viel Geld zahlt, wird auch alles daran setzen, dass dieses System so bleibt.ÔÇť

Bayer-Monsanto beherrschen nun gemeinsam mit fast 25 Prozent den Markt f├╝r Agrochemikalien und besetzen 30 Prozent des Marktes f├╝r Saatgut.

ÔÇ×Bayer und Monsanto werden alles daransetzen, dass TTIP durchgeht, das Vorsorgeprinzip in der EU dem Innovationsprinzip weicht und Gentechnik insbesondere die neuen Technologien (Crisp/Cas) ohne besondere GVO-Regulierung aufs Feld kommenÔÇť, so Miller.

Die Gefahr dieses Monopols besteht aus NABU-Sicht auch darin, dass der Monsanto-Konzern, der auch im Bereich ÔÇ×Digital FarmingÔÇť f├╝hrend ist, in Zukunft ├╝ber enorme Datenmengen zur Beschaffenheit des Bodens, zur Produktivit├Ąt, zu D├╝ngemengen, Saatgutmischung und den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft weltweit verf├╝gen k├Ânnte. ÔÇ×Das bedeutet, dass dann ein Mega-Konzern die gesamte landwirtschaftliche Produktion steuern wird. Wir k├Ânnen nur hoffen, dass hier die Kartellbeh├Ârden noch ein Wort mitsprechen werden.ÔÇť
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Eintrag vom: 15.09.2016  




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