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Donnerstag, 8. Dezember 2022
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Karlsruhe: Die Affen sind los
Exotenhaus: Lisztaffen leben direkt in der gro√üen Halle / Loris teilen Voliere mit Kugelg√ľrteltieren

Im Exotenhaus k√∂nnen Besucherinnen und Besucher derzeit viel Neues erleben und entdecken. W√§hrend im Untergeschoss eines der Aquarien zu einem echten Blickfang umgebaut wurde, toben sich in den √Ąsten und Lianen der gro√üen Halle mittlerweile die Lisztaffen aus. Versteckt unter einem Blatt br√ľtet die Prachtfruchttaube. Infos zu den Bewohnern des Exotenhauses und deren Speiseplan gibt es t√§glich um 15 Uhr von einem Tierpfleger.

Die S√ľdlichen Kugelg√ľrteltiere Lilli und Fuleco, von den meisten kurz Eco genannt, haben in ihrem Gehege Gesellschaft bekommen. In der gro√üen Voliere auf der Erdgeschossebene des Exotenhauses im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe machen sich mehrere Loris lautstark bemerkbar. Das st√∂rt die Kugelg√ľrteltiere wenig, schlie√ülich sind sie am Boden zu Hause, w√§hrend die Papageien eher den oberen Teil der Voliere bev√∂lkern. "Die sind ganz sch√∂n frech", berichtet Exotenhaus-Revierleiterin Michaela Gaum. "Sobald ich im Gehege bin, kommen sie zu mir und wollen Leckereien haben. Sie sind so zutraulich, dass sie sich auch immer wieder auf meine Schulter oder meinen Kopf setzen."

Prachtfruchttaube br√ľtet

Weil in der großen Halle das Gleichgewicht zwischen Bäumen, Sträuchern und Unterbewuchs zu kippen drohte, sind die Loris in die Voliere umgezogen. Bei den Lisztaffen wiederum ist es genau umgekehrt: Sie können neuerdings das gesamte Exotenhaus erobern. Die kleine Krallenaffenart ist geeignet, um ohne Abtrennung von den Besuchern in der Halle zu leben. Sicher zur Freude vieler Zoogäste, die dem Treiben der munteren Gesellen auf Lianen, Baumwipfeln oder auch Felsen nun auf dem Rundweg oder von der Empore aus zusehen können.

Zu entdecken gibt es bei den gefiederten Bewohnern die kleine, wundersch√∂n gezeichnete Prachtfruchttaube und deren Brutgesch√§ft. Nur ein Ei, so wie es bei dem aus Australien stammenden Vogel √ľblich ist. Vor den Besuchern hat die Taube dabei keine Scheu. Ihr Brutplatz ist nur verdeckt von einem gro√üen Blatt.

Tierpflegerteam gestalteten Unterwasserwelt f√ľr Welse, Zebrab√§rblinge und Feuerschw√§nze

In der untersten Etage sind die Aquarien ein Hingucker. Bei einigen Becken hat Aquascaping-Weltmeister Oliver Knott bereits beeindruckende Unterwasserwelten entstehen lassen. Beim Aquascaping geht es um die naturnahe Gestaltung der Becken mit dem Ziel, den Tieren ein gut gestaltetes Revier zu schaffen, das zugleich f√ľr den Betrachter √§u√üerst √§sthetisch wirkt. Das Tierpflegerteam hat Knott dabei √ľber die Schultern geschaut und beschlossen, sich selbst an einem Becken zu versuchen. "Wir haben uns f√ľr ein Aquarium entschieden, das zuvor durch glatte W√§nde und wenige Wurzeln eine verbesserungsw√ľrdige Optik hatte", erl√§utert Gaum.

"Nach unserem normalen Arbeitstag haben wir es zu unserem Privatprojekt gemacht und viel Spa√ü damit gehabt", so Gaum weiter. Alle sieben Tierpfleger des Exotenhauses haben sich daf√ľr eingebracht. Und das Ergebnis kann sich nach rund 100 Arbeitsstunden wirklich sehen lassen und scheut keinen Vergleich. "Wir wollten einen richtigen Unterwassergarten schaffen, R√ľckw√§nde gestalten, die man nicht als solche erkennt, die Technik f√ľr den Betrachter unsichtbar machen und dennoch einen einfachen Pflegeaufwand f√ľr die Zukunft erreichen. Das haben wir auch alles so umsetzen k√∂nnen", zeigt sich die Revierleiterin zufrieden. In den 3.500 Litern leben jetzt Welse, Zebrab√§rblinge, Feuerschw√§nze und Haibarben.

Was steht heute auf dem Speiseplan?

Interessant wird es f√ľr Besucherinnen und Besucher jeden Tag um 15 Uhr auf der Erdgeschossebene in der gro√üen Halle. Einer der Tierpfleger kommt dann mit einem gro√üen Servierwagen voller Obst- und Gem√ľsesch√§lchen sowie tierischer Leckereien: Es ist angerichtet - f√ľr Enten und Tauben, Papageien oder Affen.

Welche Bewohner gibt es im Exotenhaus - und was steht auf deren Speiseplan. Das erfahren die Besucher dann direkt aus erster Hand und k√∂nnen einen Blick in die zahlreichen Futtern√§pfe werfen. Und nat√ľrlich beantworten die Tierpfleger Fragen zu den Tieren oder der Arbeit des Zoopersonals. Nicht nur Kinder erfahren dabei allerhand Neues und Wissenswertes.
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Eintrag vom: 18.08.2016  




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