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Die Schildkrötenretter
Website der Schildkrötenretter / Foto: Daniel Jäger
 
Die Schildkrötenretter
Zu Weihnachten mit WWF und Utopia einer Meeresschildkröte das Leben schenken

Frankfurt - P√ľnktlich zu Weihnachten kann jeder mit wenigen Mausklicks vom Aussterben bedrohten Meeresschildkr√∂ten das Leben schenken. Auf www.schildkroetenretter.de k√∂nnen Internet-Nutzer schon mit 3 Euro indonesischen Fischern dabei helfen, den Tod von Meeresschildkr√∂ten durch die Fischerei zu verhindern. J√§hrlich sterben 250'000 Tiere an Haken, mit denen eigentlich Arten wie Tunfisch oder Mahi-Mahi gefangen werden sollen. Die interaktive Website ist eine gemeinsame Aktion von WWF Deutschland und Utopia, dem Internetportal f√ľr strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil.

Das Prinzip ist einfach: Auf www.schildkroetenretter.de finden Besucher eine virtuelle Langleine mit hunderten Fischhaken. F√ľr 3 Euro k√∂nnen sie gef√§hrliche J-f√∂rmige Haken gegen kluge C-f√∂rmige Haken ‚Äď so genannte ‚ÄěCircle Hooks‚Äú ‚Äď austauschen und danach den gespendeten Haken mit ihrem Foto und Namen versehen. Circle-Hooks k√∂nnen von Meeresschildkr√∂ten nicht verschluckt werden. WWF-Studien zeigen, dass dadurch der Beifang von Schildkr√∂ten um bis zu 90% verringert werden kann.

Mit den Spenden kauft der WWF in Indonesien tausende echter ‚ÄěCircle Hooks‚Äú, gibt diese auf Sumatra, Java und Bali an die Fischer und √ľberzeugt sie so von den neuen klugen Haken. Bis August 2008 verteilte der WWF allein auf Bali knapp 40'000 St√ľck. Die indonesische Tunfischflotte umfasst 1'600 Boote. Ziel des WWF-Projekts ist es, 20 Prozent der Schiffe mit ‚ÄěCircle Hooks‚Äú auszustatten.

Nach Einsch√§tzung des WWF stellt Beifang durch Langleinen die gr√∂√üte Gefahr f√ľr die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkr√∂ten dar. ‚ÄěDer tausendfache Beifang von Schildkr√∂ten jedes Jahr ist ein Skandal, der mit den neuen Haken ganz einfach behoben werden kann.‚Äú, sagte WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht. ‚ÄěJetzt kann jeder in Deutschland mit wenigen Klicks dabei helfen, einer kleinen, aber cleveren L√∂sung in Indonesien zum Durchbruch zu verhelfen.‚Äú

Neben dem Hakentausch bieten WWF und Utopia Besuchern auf www.schildkroetenretter.de in den kommenden Monaten viele weitere Möglichkeiten, gegen Beifang aktiv zu werden oder sich zu informieren: Chats mit WWF-Experten, Umfragen oder E-Mail-Petitionen an die EU-Kommission. Außerdem gibt es Tipps, wie sich schon beim Einkaufen von Fisch, Beifang vermeiden lässt.

Die Online-Aktion ist Teil der Kampagne des WWF-Deutschland gegen Beifang. Mehrere Millionen Tonnen Meerestiere werden j√§hrlich als M√ľll weggeworfen, weil sie nicht dem gew√ľnschten Fisch entsprechen. Sie sind Beifang, den Fischer zusammen mit der Zielart an Netzen und Leinen aus dem Meer ziehen, obwohl sie ihn gar nicht wollen. In der Nordsee landet ein Drittel aller gefangenen Fische als Abfall wieder im Meer - pro Jahr eine Million Tonnen. Der WWF fordert die Bundesregierung auf, sich in Br√ľssel f√ľr ein europaweites Beifang-Aktionspaket stark zu machen.
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Eintrag vom: 18.12.2008  




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