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Freitag, 25. Juni 2021
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NABU zur heutigen Entscheidung zum Fracking-Gesetz im Bundestag
Verschärfte Regeln, aber kein klares Nein zur klimaschädlichen Risiko-Technologie

Zum heute im Bundestag verabschiedeten Fracking-Gesetz erkl√§rt NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller: ‚ÄěDas beschlossene Gesetzespaket stellt nicht sicher, dass Mensch und Natur ausreichend vor den Gefahren des Frackings gesch√ľtzt werden. Es ist gut, dass es endlich ein Fracking-Gesetz gibt, aber ein klares Nein zur klimasch√§dlichen Risiko-Technologie w√§re das richtige Signal gewesen statt nur sch√§rfere Regelungen.‚Äú So wird Fracking in dichtem Sandstein im Gesetzespaket nicht ausgeschlossen und soll selbst in Natura-2000-Gebieten m√∂glich sein. Durch die Einf√ľhrung einer Pflicht zur Umweltvertr√§glichkeitspr√ľfung (UVP) w√ľrde immerhin eine √Ėffentlichkeitsbeteiligung m√∂glich sein.

Die gro√üe Koalition ist sich einig und will den Bundesl√§ndern zuk√ľnftig die Entscheidung √ľberlassen, ob und in welchem Umfang Probe¬≠bohrungen erfolgen k√∂nnen. An Orten, an denen Probebohrungen durchgef√ľhrt werden, soll anschlie√üend eine Expertenkommission einen Erfahrungsbericht erstellen. Mit diesem Bericht will sich dann der Bundestag erneut besch√§ftigen. Die geplanten Forschungs- und Entwicklungsvorgaben mittels Probebohrungen sind aus NABU-Sicht nicht zielf√ľhrend, da die Erkenntnisse aufgrund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten nicht auf andere Bohrstandorte √ľbertragbar sind.

Den Einsatz von Fracking-Technologien, mit denen aus tiefliegenden Gesteinsschichten unter erh√∂htem Druck und unter Einsatz von Chemikalien Gas gewonnen wird, lehnt der NABU aus energie-, klima-, umwelt- und gesundheitspolitischen Gr√ľnden ab. ‚ÄěWir brauchen die Risiko-Technologie Fracking nicht f√ľr unseren Energiemix. Der Schutz von Klima, Natur, Trinkwasser und Gesundheit muss h√∂chste Priorit√§t haben und darf nicht durch die wirtschaftlichen Interessen der Erdgas- und Erd√∂lindustrie untergraben werden‚Äú, so Miller. Weitere √Ėl- und Gasvorkommen durch Fracking zu erschlie√üen, widerspr√§che dem Pariser Klimaschutzabkommen und f√ľhre zu einem kontraproduktiven globalen Emissionsanstieg.
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Eintrag vom: 30.06.2016  




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