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Freitag, 24. Januar 2020
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NABU zur Eröffnung des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende
Wichtiges Signal f√ľr den naturvertr√§glichen Ausbau erneuerbarer Energien

Der NABU sieht die Er√∂ffnung des neuen Kompetenzzentrums ‚ÄěNaturschutz und Energiewende‚Äú als Chance f√ľr Bund und L√§nder, den Weg hin zu einer naturvertr√§glichen Energiewende einzuschlagen. Der NABU hatte die Einrichtung einer solchen ‚ÄěClearingstelle‚Äú wie des Kompetenzzentrums ma√ügeblich mit vorangetrieben und sich f√ľr eine neutrale Plattform engagiert, die einen wissenschaftlichen Informationsaustausch und Beratung zum Ausbau erneuerbarer Energien anbietet, Fragen rund um die naturvertr√§gliche Energiewende beantwortet und bei Konflikten vermittelt.

‚ÄěWir sind sehr froh, dass das Kompetenzzentrum endlich seine Arbeit aufnimmt. Vor allem bei der Windenergie, wo die Konflikte auf regionaler Ebene vorzufinden sind, ist es eine Chance, √ľber Konfliktberatung vor Ort, konstruktive L√∂sungen f√ľr eine naturvertr√§gliche Standortwahl zu finden‚Äú, sagte NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller anl√§sslich der Er√∂ffnung in Berlin. Denn eine Kernaufgabe des Kompetenzzentrums wird die Konfliktberatung vor Ort sein, wozu ein Mediatorenprogramm ab dem kommenden Winter starten soll. Speziell ausgebildete Mediatoren sollen den Akteuren bei der L√∂sung von Konflikten helfen und sie √ľber M√∂glichkeiten der au√üergerichtlichen Konfliktkl√§rung beraten. ‚ÄěDies gibt auch dem NABU Gelegenheit, sich √ľber seine Landesverb√§nde und Kreisgruppen mehr in den Prozess der Standortfindung zu integrieren und vor Ort einen direkten Beitrag zu leisten, damit eine naturvertr√§gliche Energiewende gelingen kann‚Äú, so Miller.

Dar√ľber hinaus soll das Kompetenzzentrum Fachdialoge initiieren, in denen betroffene Akteure der Energiewende an einen Tisch geholt werden. ‚ÄěDadurch werden hoffentlich teilweise verh√§rtete Fronten, die besonders beim Windenergieausbau zwischen der Windindustrie und dem Artenschutz zu beobachten sind, aufgeweicht und die Debatte endlich versachlicht‚Äú, so Miller weiter. Der NABU engagiert sich f√ľr eine naturvertr√§gliche Energiewende und fordert, dass die Naturvertr√§glichkeit st√§rker als politisches und planerisches Leitbild und als integraler Bestandteil der gesamten Energiewende betrachtet wird. Der NABU ist √ľberzeugt, dass grunds√§tzlich die Ausbauziele durch die Auswahl von Standorten mit geringem Artenschutzkonfliktpotenzial erreichbar sind.
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Eintrag vom: 30.06.2016  




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