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Freitag, 25. Juni 2021
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NABU: Den Wecker nach den PiepmÀtzen stellen
und morgens ein Konzert erleben

Welcher Vogel singt wann? NABU-Vogeluhr gibt einen Überblick ĂŒber die zeitliche Abfolge von Vogelstimmen / Countdown zur "Stunde der Gartenvögel" lĂ€uft

Der Gartenrotschwanz ist der FrĂŒhaufsteher unter den Singvögeln. 80 Minuten vor Sonnenaufgang eröffnet der kleine, schlanke rot-schwarze SĂ€nger das Morgenkonzert mit seiner wehmĂŒtigen kurzen Strophe. Zehn Minuten spĂ€ter meldet sich sein naher Verwandter, der Hausrotschwanz, mit seinem heiser klingenden Reviergesang. Der Stieglitz, NABU-Vogel des Jahres 2016, ruft seinen Namen „stiglit“ 20 Minuten bevor die Sonne aufgeht. Der Buchfink ist fĂŒr VogelverhĂ€ltnisse spĂ€t dran: erst zehn Minuten vor Sonnenaufgang, beteiligt er sich am Morgenkonzert seiner Artgenossen. Jede Vogelart hat einen anderen Zeitpunkt fĂŒr den Gesangbeginn, der durch die zunehmende Tageshelligkeit vorgegeben wird. Jeden Morgen setzen die einzelnen Arten daher in der gleichen Reihenfolge in das Vogelkonzert ein.

Welcher Vogel singt wann und wie? Einen guten und originellen Überblick ĂŒber die zeitliche Abfolge des Vogelgesangs gibt die NABU-Vogeluhr. Sie zeigt 18 klassische und hĂ€ufigere Vögel und ihr charakteristisches Gezwitscher und ist ab sofort zu finden unter www.nabu.de/vogeluhr. An der Vogeluhr sind die Minuten angegeben, wann die Vögel vor Sonnenaufgang mit ihrem Konzert beginnen.

„Im Mai sind die meisten Vögel zu hören, denn dann sind auch die vielen Zugvögel wieder zurĂŒck. Nur erwachsene VogelmĂ€nnchen singen. Sie locken damit Weibchen an und stecken ihr Revier ab“, erlĂ€utert NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. Es hĂ€nge von der Vogelart ab, wie viele verschiedene Lieder ein Tier singen könne. Manche Vögel können nach unseren MaßstĂ€ben ĂŒberhaupt nicht richtig singen, wie zum Beispiel der Kernbeißer.

Besonders schön und melodisch singt die Amsel, die in Deutschland fast ĂŒberall hĂ€ufig zu hören ist. Als fleißige SĂ€ngerin beginnt sie etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang, oft von einem Dachfirst aus. Nicht so hĂ€ufig in StĂ€dten zu hören, wie die Amsel, aber auch fĂŒr Vogelstimmen-AnfĂ€nger gut zu erkennen, ist die Goldammer. Vor allem in lĂ€ndlichen Gebieten begrĂŒĂŸt sie den Tag 45 Minuten vor Sonnenaufgang mit einem hohen und lauten „zizizizizizi-dĂŒĂŒĂŒh“, oder auch gut zu merken mit „Wie, wie, wie hab ich dich lieb“. „Die MeistersĂ€ngerin unter den Vögeln ist die Nachtigall. Sie singt jedoch nicht nur morgens, sondern auch in tiefster Nacht. Daher ist die Nachtigall nicht in einer Vogeluhr darstellbar“, so Lachmann.

Die BeschĂ€ftigung mit der NABU-Vogeluhr ist ein guter Start ins große VogelzĂ€hlwochenende. An Pfingsten laden NABU, NAJU und der Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) zur „Stunde der Gartenvögel“ ein. Vom 13. bis 15. Mai sind Naturfreunde in ganz Deutschland aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zĂ€hlen und fĂŒr eine gemeinsame Auswertung zu melden.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen PlĂ€tzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 14. und 15. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – oder einfach im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Meldeschluss ist der 23. Mai.
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Eintrag vom: 19.05.2016  




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