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Mittwoch, 13. November 2019
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NABU-Umfrage
Bundesb√ľrger fordern saubere Diesel-Fahrzeuge ein

Dobrindts Blockadehaltung beim Abgasskandal schadet menschlicher Gesundheit und dem Klima

Drei Viertel der Deutschen gehen davon aus, dass die N√§he der Politik zur Automobilindustrie zu Lasten der Verbraucher geht. Das ergab eine repr√§sentative Umfrage des Forschungsinstituts YouGov im Auftrag des NABU. Demnach erwecken der aktuelle Abgas-Skandal sowie die immer h√∂heren Abweichungen zwischen offiziellen Verbrauchsangaben und tats√§chlichem Kraftstoffbedarf den Eindruck, dass Politik und staatliche Beh√∂rden ihrer Kontrollfunktion nicht hinreichend nachkommen. 79 Prozent der Befragten erwarten, dass die Fahrzeuge die vom Hersteller angegebenen Werte auch tats√§chlich einhalten. Doch die Realit√§t sieht anders aus: Bislang √ľberpr√ľft das zust√§ndige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nicht unter realen Fahrbedingungen, wie hoch die Emissionen von Autos auf der Stra√üe tats√§chlich sind.
Au√üerdem wird insbesondere beim Diesel die Kritik lauter: 58 Prozent der Bundesb√ľrger stimmen laut Umfrage zu, Dieselfahrzeuge n√∂tigenfalls mit einem Einfahrverbot in die Innenst√§dte zu belegen, um dort die Luftqualit√§t zu verbessern.

NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller: ‚ÄěW√§hrend Beh√∂rden in Frankreich, Belgien, Gro√übritannien und den USA mit der Aufkl√§rung des Abgasskandals Ernst machen, zeichnet sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt durch Unt√§tigkeit aus. Er h√§lt immer noch seine sch√ľtzende Hand √ľber die Autokonzerne und die Ergebnisse seiner Untersuchungskommission bleiben unter Verschluss. Diese Blockadehaltung Dobrindts schadet der menschlichen Gesundheit und dem Klima.‚Äú Der Minister m√ľsse endlich die Karten auf den Tisch legen, auch wenn es damit f√ľr weitere Hersteller schmerzhaft werde. Ungereimtheiten bei den Abgaswerten und durchschnittliche Mehrverbr√§uche von mittlerweile rund 40 Prozent belasten nicht nur das Klima, die Gesundheit und den Geldbeutel der Menschen, sondern auch das Vertrauen in den Aufkl√§rungswillen der Politik.

Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik: ‚ÄěUnsere Umfrage zeigt klar, dass der Diesel im Zuge des Abgas-Skandals deutlich an Zustimmung verloren hat. Die Hersteller sollten sich fragen, wie lange sie diesen europ√§ischen Sonderweg noch weiter gehen wollen, statt ihr gesamtes Know-how endlich auf die Entwicklung wirklich emissionsarmer Fahrzeuge zu konzentrieren. Auch in der Autoindustrie gilt das Sprichwort: Wer zu sp√§t kommt, den bestraft das Leben.‚Äú Da die Abgasbelastung in Innenst√§dten nach wie vor deutlich zu hoch sei, sei es nur eine Frage der Zeit, bis die St√§dte die Notbremse z√∂gen und Diesel-Fahrzeugen mit schlechten Abgaswerten die Einfahrt verweigerten. Metropolen wie London, Paris, Oslo oder Madrid verfolgten bereits entsprechende Ans√§tze.

Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland AG bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 08. und dem 11. Januar 2016 nahmen 2035 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repr√§sentativ f√ľr die deutsche Bev√∂lkerung (Alter 18+).
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Eintrag vom: 28.01.2016  




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