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Freitag, 25. Juni 2021
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NABU fordert naturvertrÀgliche Agrarwende
Bauernhöfe statt Agrarindustrie

Geg vom Prinzip Gießkanne/Entwicklung des lĂ€ndlichen Raumes stĂ€rken

AnlĂ€sslich der Agrardemonstration „Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ am heutigen Samstag in Berlin fordert der NABU einen Kurswechsel in der Agrarpolitik: Feste Strukturen, die allein auf die Förderung der Agrarindustrie und -lobby zielten, mĂŒssten beseitigt und stattdessen im Rahmen einer Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik eine naturvertrĂ€gliche Landwirtschaft gestĂ€rkt werden.

„Wir mĂŒssen endlich weg von der Massentierhaltung, Monokulturen und massivem Pestizideinsatz, was mit der gießkannenartigen Förderung der BrĂŒsseler Agrarmilliarden stets aufs Neue zementiert wird. Stattdessen brauchen wir eine StĂ€rkung des Ökolandbaus und Maßnahmen, die den Schutz von Wiesen und Weiden, Böden und GewĂ€ssern in der Landwirtschaft ausreichend fördern“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke auf der Auftaktkundgebung der Demonstration am Potsdamer Platz. Das Motto der Demonstration „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ bringe es auf den Punkt: Landwirte, die sich fĂŒr den Naturschutz engagieren, mĂŒssten dafĂŒr auch belohnt werden. „Eine artgerechte Tierhaltung, gesundes Essen, das Engagement fĂŒr saubere GewĂ€sser und gesunde Böden sind ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft, dem Artenschutz und damit auch zum Gemeinwohl“, so Tschimpke weiter.

Unter dem Motto „NaturschĂ€tze retten statt Landschaften plĂ€tten" beteiligten sich NABU- und NAJU-Aktive mit einer „Arche fĂŒr bedrohte Arten in der Agrarlandschaft“ an dem Protestzug in Berlin. Damit machten sie auf den alarmierenden Schwund von Arten der Agrarlandschaft wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn aufmerksam. Jedes Jahr fließen ĂŒber 60 Milliarden Euro fast bedingungslos in die europĂ€ische Landwirtschaft. Lediglich 18 Milliarden Euro umfasst die so genannte zweite SĂ€ule der Agrarpolitik. Mit dem Geld werden verschiedene Maßnahmen zur Entwicklung des lĂ€ndlichen Raumes sowie Agrarumweltmaßnahmen gefördert. Der NABU fordert die Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik und eine deutliche StĂ€rkung der zweiten SĂ€ule, um Maßnahmen zum Erhalt von natĂŒrlichen Ressourcen, lĂ€ndlichen Gemeinschaften sowie der Verbesserung des Tierschutzes zu fördern.

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Eintrag vom: 21.01.2016  




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