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Montag, 6. April 2020
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Mini-BHKW statt Elektroheizungen
 
Mini-BHKW statt Elektroheizungen
Klimaschutz und Kosten senken!

Das KlimabĂŒndnis Freiburg empfiehlt den Freiburger Haus- und WohnungseigentĂŒmern, die noch elektrisch heizen, das Freiburger stĂ€dtische Förderprogramm „Energiebewußt Sanieren“ vor allem fĂŒr den RĂŒckbau von Elektroraumheizungen und fĂŒr den Einbau von Mini-BHKW zu nutzen. Letztere werden auch als Mini-Blockheizkraftwerke oder Strom erzeugende Heizungen bezeichnet. Das Programm der Stadt umfasst beim Maßnahmenpaket Drei „Umweltfreundliche Heizungen“ 100mal 500 Euro. „Elektroheizungen fĂŒr GebĂ€ude gefĂ€hrden den Atomenergieausstieg in Baden-WĂŒrttemberg“, sagte Energieingenieur Ingo Falk, ein Sprecher des KlimabĂŒndnis Freiburg. Sie gelten außerdem als Energiefresser, sind inzwischen sehr teuer im Betrieb und haben den höchsten Kohlendioxid-(CO2)-Ausstoß aller Heizungen. Sie haben bei KĂ€lte den höchsten Strombedarf und beziehen ihren Strom entsprechend dem „Winterberg“ des Heizenergieverbrauchs hauptsĂ€chlich aus Steinkohlekraftwerken. Die Steinkohle wird aus dem Ausland importiert, meist aus Übersee sowie aus Russland. Kohlekraftwerke, die Elektroheizungen zuzuordnen sind, haben Nutzungsgrade von teils unter 40 Prozent und einen CO2-Ausstoß von rund einem Kilogramm pro Kilowattstunde, weit schlechter als Gas- oder Ölheizungen. Zudem bedeuten Elektroheizungen mittlerweile sehr hohe, fĂŒr manche Bewohner nicht mehr tragbare Heizkosten.



Als Ersatz empfiehlt das KlimabĂŒndnis nicht etwa neue moderne Heizkessel, sondern vorrangig Mini-BHKW ergĂ€nzt um eine Spitzenbedarfs-Therme. Mini-BHKW sind als Energiesparer, Kohlestrom-VerdrĂ€nger, StĂŒtze des Atomenergieausstiegs und als CO2-Sparer genau das Gegenteil von Elektroheizungen. Mit ihnen werden Elektroheizungen, so Falk, hinsichtlich Klimaschutz doppelt wirksam ersetzt. Sie sind inzwischen auch fĂŒr kleine WohngebĂ€ude auf dem Markt. Sie werden bei MehrfamilienhĂ€usern auch mit kostenlosen Vor-Ort-Checks des Bausteins 5 des Freiburger Förderprogramms unterstĂŒtzt, unabhĂ€ngig davon auch fĂŒr kleinere GebĂ€ude zusĂ€tzlich bundesweit mit erheblichen ZuschĂŒssen von der BAFA und mit sehr zinsgĂŒnstigen Darlehen und TilgungszuschĂŒssen der KfW. FĂŒr WohnungseigentĂŒmergemeinschaften wird der Zins von der L-Bank des Landes auf Null gesenkt.
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Eintrag vom: 12.11.2015  




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