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NABU präsentiert Altarmanschluss
...bei Er√∂ffnung vom Haus der Fl√ľsse in Havelberg

In Sachsen-Anhalt startet die aktive Bauphase im Naturschutzgroßprojekt

Am heutigen Montag hat das Natura 2000-Informationszentrum ‚ÄěHaus der Fl√ľsse‚Äú des Biosph√§renreservats Mittelelbe am BUGA-Standort Hansestadt Havelberg seine Pforten ge√∂ffnet. Mit anschaulichen Exponaten und interaktiven Stationen werden die Flusslandschaften Elbe und Havel mit ihren Natura-2000-Lebensr√§umen und -Arten dargestellt. Der NABU sorgte im Fr√ľhjahr 2014 in direkter Nachbarschaft f√ľr den Anschluss eines Altarms der Havel und lie√ü damit die historische Petroleuminsel wiederauferstehen. Auf ihr wurden fr√ľher die Petroleumvorr√§te gelagert, um die Stadt vor Brandkatastrophen zu sch√ľtzen.

‚ÄěHeute kann sich auf der 4000 Quadratmeter gro√üen Insel wieder Auenwald entwickeln, wodurch sich viele Tier- und Pflanzenarten wieder ansiedeln werden‚Äú, sagte NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller. Der wiederangeschlossene Altarm ist nicht nur Lebensraum, sondern auch in das Ausstellungskonzept eingebunden. √úber ihn f√ľhrt ein Steg mit zehn Informationstafeln, die √ľber die Flussaue und das NABU-Projekt informieren. ‚ÄěDie gute Zusammenarbeit mit den Partnern in Sachsen-Anhalt erm√∂glicht es, dass die gr√∂√üte europ√§ische Flussrenaturierung vorangeht und nun die Bagger rollen‚Äú, so Miller.

Parallel zur Er√∂ffnung des Hauses startete heute √∂stlich von Kuhlhausen die aktive Bauphase im Renaturierungsprojekt des NABU auf einer Fl√§che von 430 Hektar. ‚ÄěWir freuen uns, dass wir nun nach Jahren der Vorbereitung und Planung mit den praktischen Arbeiten beginnen k√∂nnen‚Äú, sagte NABU-Havelprojektleiter Rocco Buchta. Die Breite Dunau, ein System historischer Havelarme, werde dadurch k√ľnftig mitsamt ihrer gro√üen √úberflutungsfl√§chen ganzj√§hrig durchstr√∂mt. Weniger Ablagerungen f√ľhren zu besseren Bedingungen f√ľr aquatische Organismen. Wiesenbr√ľter profitieren ebenso von der Verbesserung ihres Lebensraumes wie die Bewohner des neu angelegten Auenwaldes.

‚ÄěDer R√ľckbau von Verwallungen und die Absenkung von D√§mmen bewirken eine durchg√§ngige Verbindung von Fluss und Aue bei hohen Wasserst√§nden. Au√üerdem erneuern wir die Querungsbauwerke, so dass mehr Wasser hindurchflie√üt und die urspr√ľnglichen Lebensgemeinschaften des Flie√ügew√§ssers zur√ľckkehren k√∂nnen‚Äú, so Buchta.

Im Jahr 2005 hat der NABU das gr√∂√üte europ√§ische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet. Auf etwa 90 Flusskilometern werden verschiedene Ma√ünahmen, darunter die Entfernung von steinernen Uferbefestigungen und -verwallungen, die Begr√ľndung von Auenwald sowie der Anschluss von Altarmen und Flutrinnen umgesetzt, um so gro√üe Flussabschnitte der Unteren Havel wieder zu ihrer urspr√ľnglichen Vielfalt zur√ľckzuf√ľhren.
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Eintrag vom: 16.07.2015  




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