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Kühler Kopf in heißen Zeiten
Umweltschutzamt gibt Tipps

Wenn die Temperaturen im Sommer in die Höhe schießen
und die Luftfeuchtigkeit unerträgliche Ausmaße annimmt, wird
es in Gebäuden ungemütlich. Statt einer mobilen Klimaanlage,
die im Schnitt 50 Euro Stromkosten im Monat verursacht,
zwölfmal soviel wie eine Kühl-Gefrier-Kombination, empfiehlt
das städtische Umweltschutzamt, die Raumtemperaturen kostenlos
zu senken. Diesem Ziel dienen folgende Tipps:

Fensterläden oder Außenjalousien besonnter Fenster sollten
tagsüber geschlossen bleiben. Nachts kühlt man das Gebäude
am besten über geöffnete Fenster. Tagsüber empfiehlt es
sich, die Fenster zu schließen sobald die Luft außen wärmer
ist als innen. Wärmequellen wie Drucker, Kopierer, Kaffeemaschinen
sollte man ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden.
Und falls man auf elektrische Hilfsmittel nicht verzichten
kann oder will: Ventilatoren können das Wohlbefinden wesentlich
verbessern, benötigen jedoch lediglich 2 bis 5 Prozent
der Energie eines Klimageräts.

Klimageräte haben neben dem hohen Stromverbrauch den
Nachteil, die Luft außerhalb des Hauses zusätzlich aufzuheizen.
Besonders die mobilen Kompaktgeräte (1-Schlauch-
Geräte) funktionieren nach dem Prinzip „Kühlschrank mit offener
Tür“. Die Kennzeichnung „Energieeffizienzklasse A“ ist
insofern irreführend als sie lediglich besagt, dass der Stromverbrauch
im Vergleich zu schlechteren Geräten gleichen
Typs niedrigerer ausfällt. Da die dem Raum entzogene Wär-
me in der Regel über ein gekipptes Fenster abgeleitet wird,
tritt ständig warme Außenluft ein, die ebenfalls gekühlt werden
muss – eben wie bei einem Kühlschrank mit offener Tür.
Falls es nicht ohne ein Klimagerät geht, sollte es ein zweiteiliges
mit einem separaten Wärmetauscher im Freien sein. Laut
Stiftung Warentest (Heft Juni 08) sind nur drei von zwölf getesteten
Klimageräten gut.

Grundsätzlich gilt: Gut gedämmte Häuser halten nicht nur im
Winter die Kälte, sondern auch im Sommer die Wärme fern.
Mittel- bis langfristig sollte man daher in Wärmedämmung von
Wänden und Dächern, hochwertige Fenster sowie Sonnenschutzvorrichtungen
investieren.
 
Eintrag vom: 12.08.2008  




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