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Sonntag, 2. Oktober 2022
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Gro├če Fessenheim-Demo am 26. April 2015 beim AKW
Tschernobyl und Fukushima mahnen!

Grenz├╝berschreitendes Aktionsb├╝ndnis "Fessenheim stilllegen. JETZT!"

Programm:

Sonntag, 26.4.2015 (Tschernobyltag): Treff am AKW zur Gro├čkundgebung

Anfahrt ├╝ber Breisach, Neuenburg oder ├╝ber die neue (kleine) Rheinbr├╝cke bei Hartheim
Info- und Verpflegungsst├Ąnde beim Maison de l`Energie

ab 11.15 Uhr: Vorprogramm mit Trommeln, Liedern und Musik
11.45 Uhr: Begr├╝├čung
12.00 Uhr: Ansprachen von RednerInnen aus F, CH und D
13.15 Uhr: Start der L├ĄuferInnen in Richtung Schwarzwald und nach Sch├Ânau
ÔÇ×Lauf f├╝r das LebenÔÇť, Info: www.von-fessenheim-nach-schoenau.de
Danach: Trinationales Kulturprogramm und Ende der Kundgebung

Demoaufruf:

Warum noch zu ner Fessenheim-Demo, wenn die alte Kiste doch im Jahr 2017 abgeschaltet wird?

Der franz├Âsische Staatspr├Ąsident Hollande hatte im Wahlkampf versprochen, das altersschwache AKW Fessenheim im Jahr 2016 abzuschalten, doch jetzt redet er von einer Abschaltung erst im Wahljahr 2017...
Der in Frankreich immer mitregierende Atomkonzern EDF nutzt seine Macht und versucht, die Abschaltung des ├Ąltesten AKW Frankreichs zu verhindern. Die EDF f├╝rchtet einen Dominoeffekt, bei dem zuerst Fessenheim, dann Cattenom und sp├Ąter andere AKW gekippt werden, und sie setzt mit allen Mitteln der Macht auf eine andere, ÔÇ×konservativeÔÇť, atomfreundliche Regierung.
Wenn Herr Hollande erst in den Wochen vor der n├Ąchsten Wahl das AKW abstellt und eine Nachfolgeregierung dreht den Schalter einfach wieder um, dann n├╝tzt das den Menschen am Oberrhein nichts.

1 Million Menschen leben im 30-km-Radius um Fessenheim - sie sind extrem gef├Ąhrdet.

Die Nutzung der Atomenergie in Fessenheim ist eine Gefahr f├╝r alle Menschen auf beiden Seiten des Rheins, insbesondere weil das ├Ąlteste AKW Frankreichs mit seinen rissigen Reaktordruckgef├Ą├čen schlecht gesichert in einem Erdbebengebiet liegt. Die jetzt bekanntgewordenen 16.000 Risse im belgischen AKW Doel verst├Ąrken unsere Sorgen. Ein Dammbruch am h├Âher liegenden Rheinkanal k├Ânnte das Kraftwerk ├╝berfluten. Die au├čen liegenden, kaum gesch├╝tzten "Abklingbecken" mit den abgebrannten, hochradioaktiven Brennelementen sind eine gef├Ąhrliche Schwachstelle. Das Fundament der Anlage ist trotz der teuren, von deutschen EnBW-Kunden mitfinanzierten ÔÇ×Nachr├╝stungÔÇť im internationalen Vergleich viel zu d├╝nn. Die st├Ąndige radioaktive und thermische Verschmutzung des Rheins und der Umwelt ist ein Skandal. Im ÔÇ×NormalbetriebÔÇť gibt das AKW Fessenheim ├╝ber den Schornstein und das Abwasser st├Ąndig krebserzeugende Radioaktivit├Ąt an die Umwelt ab (und der Wind weht meist Richtung S├╝dbaden...) und es erzeugt giftigen Atomm├╝ll, der eine Million Jahre sicher gelagert werden muss. Im Katastrophenfall w├Ąre das Grundwasser der Oberrheinebene und der Rhein bis zur M├╝ndung verseucht.

Die Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages auf das AKW Fessenheim f├╝r Sie:

Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer Durchmesser um das AKW. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einer Katastrophe kommt, die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem, was Sie in Jahrzehnten m├╝hevoll aufgebaut haben, schnell und endg├╝ltig verlassen m├╝ssen und froh sein, einfach nur zu ├╝berleben.

Grenz├╝berschreitendes Aktionsb├╝ndnis "Fessenheim stilllegen. JETZT!"
 
Eintrag vom: 22.03.2015  




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