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Samstag, 26. September 2020
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Verbesserter Vogelschutz beim Stromnetzausbau
Verbände veröffentlichen Hinweise zur Markierung von Freileitungen

Einige Vogelarten, darunter St√∂rche, Kraniche und Wasserv√∂gel, k√∂nnen mit Stromleitungen kollidieren, weil sie die relativ d√ľnnen Erdseile auf der obersten Ebene der Freileitungen schlecht wahrnehmen k√∂nnen. Um die V√∂gel in Zukunft besser vor einer Kollision zu sch√ľtzen, hat das Forum Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) mit Unterst√ľtzung des NABU und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sowie Vertretern von Netzbetreibern, Herstellern und Beh√∂rden einen Vorschlag zu besseren Vogelschutzma√ünahmen an Freileitungen erarbeitet. Er sieht vor, die Stromleitungen mit sichtbaren Markierungen auszustatten, damit die V√∂gel sie fr√ľhzeitig erkennen und sicher √ľberfliegen k√∂nnen.

‚ÄěDie gemeinsame Ver√∂ffentlichung hilft zu entscheiden, in welchen Trassenabschnitten Vogelschutzmarkierungen anzubringen sind und gibt Hinweise zu ihrer Pr√ľfung und Montage‚Äú, sagt Judith Gr√ľnert von der DUH. Das Dokument erm√∂glicht bei der Trassenfindung in der Planungsphase eine Einsch√§tzung, an welchen Standorten von Freileitungen trotz Markierung ein Risiko einer Vogelkollision verbleibt und deshalb eher eine andere Trasse gefunden werden sollte. ‚ÄěNicht jede Vogelart ist an jedem Ort durch eine Leitung gef√§hrdet. Nachweislich betroffene Arten erfordern jedoch gezielte Vorsorgema√ünahmen. Dies bietet gleichzeitig dem Netzbetreiber Planungssicherheit‚Äú, erkl√§rt Thoralf Bohn vom FNN.

Mit der FNN-Empfehlung liegen erstmals Bewertungsma√üst√§be aller beteiligten Interessengruppen vor, die den Umweltschutz bei Freileitungen verbessern. Bei den anstehenden Netzausbauvorhaben ist ein einheitlicher, hoher Standard besonders wichtig. ‚ÄěDas gemeinsame Dokument zeigt, dass eine erfolgreiche Energiewende und der Naturschutz kein Widerspruch sind und dass hohe Umweltstandards notwendige Vorhaben nicht behindern m√ľssen‚Äú, begr√ľ√üt Eric Neuling vom NABU das gemeinsame Ergebnis.

Der Vorschlag, der f√ľr die Planung neuer Freileitungen mit Netzspannungen ab 110 kV anwendbar ist, bietet Empfehlungen f√ľr die Hersteller von Markierungen und Netzbetreiber und kann dazu beitragen, dass Genehmigungsbeh√∂rden in den trotzdem notwendigen Einzelfallpr√ľfungen zu einer ausgewogenen und schnelleren Entscheidung kommen.

Bereits seit 2011 beschreibt eine VDE-Anwendungsregel wirkungsvolle Maßnahmen gegen Stromschlag an Mittelspannungs-Freileitungen (VDE-AR-N 4210-11), an der auch der NABU maßgeblich mitgewirkt hat. Die Empfehlungen, wie sich Kollisionen von Vögeln mit Hoch- und Höchstspannungsfreileitungen vermeiden lassen, ergänzen diese nun. Beide Unterlagen zusammen verbessern den Vogelschutz.

Der neue Hinweis ‚ÄěVogelschutzmarkierung an Hoch- und H√∂chstspannungsfreileitungen‚Äú ist auf der FNN-Webseite erh√§ltlich: www.vde.com/fnn
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Eintrag vom: 23.01.2015  




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