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Dialogforum zur Abgasreduktion bei Schiffen
Starke Allianz im Kampf gegen Luftschadstoffe nötig

Der NABU und die Logistik-Initiative Hamburg setzten heute den Startschuss zur ‚ÄěMaritimen Abgasrunde‚Äú in Hamburg mit dem Ziel, die Luftschadstoffemissionen aus der Schifffahrt und dem Hafen deutlich zu reduzieren. Auch wenn Logistik-Initiative Hamburg und NABU nicht in allen Punkten gleicher Meinung sind, gibt dieses Forum Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Umweltverb√§nden die Grundlage, sich zuk√ľnftig regelm√§√üig √ľber technische und regulatorische M√∂glichkeiten auszutauschen, um die Luftschadstoffbelastung auf √∂kologisch und √∂konomisch nachhaltige Weise zu verringern.

NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller: ‚ÄěIm Kampf gegen das Luftschadstoffproblem ist eine starke Allianz n√∂tig. Mit der ‚ÄöMaritimen Abgasrunde‚Äė m√∂chten wir ein Forum schaffen, das alle Beteiligten an einen Tisch holt. Unser Ziel ist es, umweltfreundlichen Technologien schnell zum Durchbruch zu verhelfen und verschiedene Ans√§tze auch kritisch zu hinterfragen.‚Äú

Schiffe emittieren aufgrund des eingesetzten Kraftstoffs und fehlender Abgastechnik gro√üe Mengen Luftschadstoffe, die sowohl die menschliche Gesundheit als auch Umwelt und Klima massiv belasten. Ab Januar 2015 gelten in den Emissionskontrollgebieten (SECA) in Nord- und Ostsee neue Grenzwerte f√ľr den Schwefelgehalt im Treibstoff. Der NABU und namhafte Unternehmen kritisieren in diesem Zusammenhang jedoch unzureichende Kontrollen und Sanktionsm√∂glichkeiten, aus denen denjenigen Wettbewerbsnachteile erwachsen, die sich an die versch√§rften Umweltstandards halten.

Carmen Schmidt, Gesch√§ftsf√ľhrerin der Logistik-Initiative Hamburg: ‚ÄěDer Transport von G√ľtern per Schiff ist noch immer der effizienteste im Vergleich zu allen anderen Verkehrstr√§gern. Nichtsdestotrotz ist es unseren Mitgliedern wichtig, negative Umweltauswirkungen, die durch den Seetransport entstehen, zu reduzieren. Unser Engagement in der Maritimen Abgasrunde m√∂chten wir daher auch als Ausdruck der Vorreiterrolle Hamburgs im Bereich nachhaltige Logistik verstanden wissen. Dar√ľber hinaus bef√ľrworten wir Investitionen in alternative Antriebe, wie beispielsweise LNG. Der Dialog mit der NABU ist aus unserer Sicht unbedingt sinnvoll, um zu einvernehmlichen, realistischen L√∂sungen zu kommen.‚Äú Derzeit bestehe eine gro√üe Unsicherheiten bez√ľglich neuer Regularien und ihrer Auswirkungen auf regionalen und intermodalen Wettbewerb.

Der Vorsitzende des NABU Landesverbands Hamburg, Alexander Porschke, bekr√§ftigte die Bedeutung und Verantwortung der maritimen Wirtschaft f√ľr Hamburg: ‚ÄěDass der Hamburger Hafen eine √∂kologische Vorreiterrolle in der Welt anstrebt, begr√ľ√üen wir. Deswegen muss er aber mehr unternehmen, um beispielsweise die rund 40 Prozent Stickoxidemissionen zu minimieren, die laut Luftreinhalteplan allein der Seeschifffahrt zuzuordnen sind. Es ist unbestritten, dass die Hansestadt zu wenig im Kampf gegen Luftverschmutzung tut.‚Äú Alle beteiligten Akteure seien aber letztlich gefordert, den Schadstoffaussto√ü im Hafen in den Griff zu bekommen.

Aber die Hansestadt geht in einigen Bereichen auch bereits voran. "Zum Beispiel wurde im Oktober im Hamburger Hafen das weltweit erste schwimmende Kraftwerk zur umweltfreundlichen Stromversorgung anliegender Kreuzfahrtschiffe, eine LNG Hybrid Barge, getauft. Hamburg ist willens und auf dem Weg, eine Vorreiterrolle zu √ľbernehmen", sagt Werner Gliem, Sprecher der Gesch√§ftsf√ľhrung der Logistik-Initiative Hamburg.
 
Eintrag vom: 18.12.2014  




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