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Mittwoch, 18. September 2019
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NABU wertet UN-Konferenz in Quito als Erfolg
Tschimpke: Meilenstein im Zugvogelschutz

Der NABU zieht eine positive Bilanz der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten (CMS). Besonders erfreut zeigte sich der Umweltverband ĂŒber die Forderung nach einem weltweiten Verbot von Diclofenac in der Tiermedizin. Der entzĂŒndungshemmende Wirkstoff hatte in der Vergangenheit die Geierarten Indiens fast vollstĂ€ndig ausgerottet. Die Aasfresser vergiften sich, wenn sie von einem Kadaver fressen, der zu Lebzeiten mit Diclofenac behandelt wurde. „Die Vertragsstaaten haben eine Reihe wegweisender BeschlĂŒsse verabschiedet, die insbesondere stark bedrohten Zugvögeln zugutekommen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Der NABU begrĂŒĂŸt außerdem die verabschiedete Empfehlung, die Verwendung bleihaltiger Jagdmunition bis 2017 weltweit zu verbieten. Seit Jahren tritt der Umweltverband fĂŒr ein Bleiverbot in der Jagd ein. In Deutschland stellen Bleivergiftungen die hĂ€ufigste Todesursache von Seeadlern dar. Sie vergiften sich, wenn sie angeschossene Tiere fressen. Auch von den anwesenden ĂŒberregionalen JagdverbĂ€nden wurde diese Empfehlung mitgetragen. Eine gesonderte Resolution widmet sich zudem dem Kampf gegen den Abschuss und den Fang von Zugvögeln. Bundesregierung und NABU setzten sich bereits gemeinsam gegen den massenhaften Vogelfang in Ägypten ein. „Allerdings muss Deutschland auch im eigenen Land seine Hausaufgaben machen und die illegale Tötung von Greifvögeln unterbinden“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Auch fĂŒr den Schutz der Artenvielfalt in den Weltmeeren hat die Konferenz Fortschritte gebracht: 21 Hai- und Rochenarten wurden unter Schutz gestellt. Dies verpflichtet die Unterzeichnerstaaten unter anderem dazu, die Verwendung von RĂŒckenflossen dieser Arten fĂŒr Haifischflossensuppe zu verbieten. „Die BeschlĂŒsse der Bonner Konvention geben wichtige Impulse fĂŒr den Naturschutz“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. „Die Vertragsstaaten stehen nun unter dem Druck anderer Staaten und von Naturschutzorganisationen, die eine konsequente Umsetzung der BeschlĂŒsse einfordern werden.“
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Eintrag vom: 15.11.2014  




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