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NABU startet mit der „Havelberry-Finn-Tour“ die größte Floßtour Deutschlands
Kostenlose Veranstaltungen laden ein, die Havel zu entdecken und zu genießen

Berlin – Der NABU startet heute die größte Floßtour Deutschlands. Bis zum 21. Juni 2014 durchqueren acht NABU-Mannschaften je eine Woche lang auf mit dem Floß „Große Bärin“ von Natur-Floss vier Bundesländer. Dabei erkunden sie die Havel, eine der ökologisch bedeutsamsten Lebensadern im Nordosten Deutschlands. Ausgestattet mit Laptop und Kamera treffen die 32 NABU-Abenteurer bei ihrer Tour von Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Havelberg in Sachsen-Anhalt faszinierende Wegbegleiter: den letzten Havelfischer, die alte Wäscherin in Ribbeck, die Sternenwanderin, den Schleusenwart und den Mann, der seinem Großvater versprach, die Havel wieder „gesund“ zu machen. Sie alle gewähren persönliche Einblicke in ihr Leben und Wirken am Fluss. „Die Untere Havel ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete Mitteleuropas“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Hier wird unter Federführung des NABU die größte Flussrenaturierung Europas umgesetzt. Viele unserer rund 540.000 Mitglieder und Förderer helfen aktiv oder durch ihre Spenden mit, an und in der Havel die Lebensbedingungen für die mehr als 1.100 bedrohten und geschützten Arten zu verbessern.“

Ob Biber beim Burgenbau, Seeadler auf Beutefang oder andere Havelbewohner unter und über Wasser – die Teilnehmer berichten täglich in dem Blog www.havelberry-finn-tour.de von ihren Beobachtungen. Dort kann ab heute ganz Deutschland mitlesen, was mit einem Fluss passiert, der im Oberlauf ein nahezu intaktes Naturparadies ist, im Mittelteil reguliert und ausgebaut und im Unterlauf zu seiner Natürlichkeit zurückfindet. Begleitend zum achtwöchigen Floßabenteuer bietet der NABU zahlreiche Veranstaltungen in der Havelregion an, darunter die große „Havel-Clean-Up-Aktion“ am 1. Mai, bei der 40 kostenlose Kanus samt Ausrüstung bereitstehen, um die Havel von Freizeitmüll zu befreien, die „Stunde der Gartenvögel“ am Templiner See und eine Biberexkursion bei Potsdam. Auch für externe Besucher sind die begleitenden Veranstaltungen kostenlos.

Mit der „Havelberry-Finn-Tour“ möchte der NABU für mehr lebendige Flüsse werben und zeigen, was Naturschutzprojekte vor Ort leisten können – auch in Hinblick auf das noch umzusetzende Bundesprogramm „Blaues Band“. Als Modell für andere Flussrenaturierungen ist das Havel-Projekt von internationaler Bedeutung. 2015 wird die Havelregion die Bundesgartenschau ausrichten, die den NABU zum offiziellen Partner gewählt hat. Erstmalig steht dabei ein Fließgewässer im Mittelpunkt. Am Ende der „Havelberry-Finn-Tour“ wird ein Buch entstehen, das zur Bundesgartenschau 2015 erscheint.
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Eintrag vom: 02.05.2014  




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