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NABU zur Abstimmung des EU-Parlamentes zur Verringerung von Plastikt├╝ten
Plastikm├╝ll geh├Ârt nicht in die Umwelt

Das Europaparlament hat am heutigen Mittwoch ├╝ber neue Regelungen f├╝r Plastikt├╝ten in den Mitgliedstaaten entschieden. NABU-Bundesgesch├Ąftsf├╝hrer Leif Miller kommentiert die geplante ├änderung der Verpackungsrichtlinie: ÔÇ×Es ist ein wichtiges Signal, dass EU-Kommission und Parlament darin ├╝bereinstimmen, dass Plastikt├╝ten nicht in die Umwelt geh├Âren und funktionierende Recyclingsysteme nicht die alleinige L├Âsung f├╝r immer mehr Plastikm├╝ll sind. Die Probleme f├╝r V├Âgel, Fische und Mikroorganismen, gerade in Gew├Ąssern, sind erheblich und Gesundheitsgefahren nicht auszuschlie├čen. Einwegtragetaschen m├╝ssen nicht verwendet werden, sie sind vermeidbar.ÔÇť

Laut NABU sollten sich die Umweltminister im weiteren EU-Gesetzgebungsverfahren daf├╝r stark machen, dass auch dickwandige Tragetaschen von den Regelungen erfasst werden, um einen erh├Âhten Rohstoffverbrauch zu verhindern. Dass nur der Lebensmitteleinzelhandel in die Pflicht genommen wird, T├╝ten kostenpflichtig abzugeben, ist allerdings nicht nachvollziehbar; gerade die Bekleidungs-, Elektro- und Konsumg├╝terindustrie bringt eine erhebliche Menge von Plastikt├╝tenm├╝ll in Umlauf.

ÔÇ×Biologisch abbaubare Kunststoffe sind wegen ihrer fehlenden Recyclingf├Ąhigkeit auch keine L├Âsung des Plastikt├╝tenproblems. Die Bevorteilung dieser bioabbaubaren Kunststoffe durch das EU-Parlament ist deshalb f├╝r den NABU nicht nachvollziehbar und eher ein Gewinn f├╝r die Biokunststoffindustrie als f├╝r die Umwelt. In Deutschland setzt sich der NABU f├╝r eine Steuer auf Tragetaschen ein. Sie garantiert Lenkungswirkung und Einnahmen f├╝r den Staat, nicht f├╝r den EinzelhandelÔÇť, so Miller.

Die vorgeschlagenen Änderungen müssen nun die EU-Umweltminister beraten.
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Eintrag vom: 16.04.2014  




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