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Hunde m√ľssen an die Leine
Vermehrt freilaufende Hunde im Naturschutzgebiet Rieselfeld

Umweltschutzamt appelliert zu r√ľcksichtsvollem Verhalten

Die sonnigen Fr√ľhjahrstage erwecken nicht nur Pflanzen und Tiere zu neuem Leben, sondern locken auch die Menschen wieder verst√§rkt in die Natur. Damit aber w√§chst gleichzeitig die Gefahr m√∂glicher Beeintr√§chtigungen f√ľr die Natur, selbst in Schutzgebieten.

Ungew√∂hnlich viele Beschwerden √ľber freilaufende Hunde im Naturschutzgebiet Rieselfeld sind in den letzten Wochen beim st√§dtischen Umweltschutzamt und bei vielen ehrenamtlich Engagierten eingegangen. Gerade jetzt, zu Beginn der Brut- und Aufzuchtzeit, sollten Hunde in der freien Landschaft grunds√§tzlich an der Leine gef√ľhrt werden, damit vor allem die am Boden br√ľtenden Vogelarten nicht gef√§hrdet werden.

Leider registrieren die im Naturschutzgebiet aktiven Naturschutzwarte, dass derzeit viele Hundehalter und Hundehalterinnen ihren Vierbeinern dort freien Auslauf lassen. Die Naturschutzwarte erl√§utern vor Ort, welche St√∂rungen und Gefahren von freilaufenden Hunden f√ľr die Tierwelt ausgehen, appellieren an die Einsicht der Hundehalter und Hundehalterinnen und weisen sie auf die Rechtslage hin. Als letzte M√∂glichkeit verbleibt dann die Erstattung einer Anzeige.

Dabei ist die Rechtslage klar. Nach der st√§dtischen Polizeiverordnung sind im Naturschutzgebiet ‚ÄěFreiburger Rieselfeld‚Äú Hunde an der Leine zu f√ľhren. Hier√ľber sowie

√ľber weitere Regelungen zur Hundehaltung in Freiburg informiert ein von der Stadt herausgegebenes Faltblatt (‚ÄěInformationen f√ľr Hundehalter‚Äú), das auch an der B√ľrgerberatung im Rathaus ausliegt.

Nach der Naturschutzgebietsverordnung ist es zudem verboten, die ausgewiesenen Wege zu verlassen. Auch d√ľrfen die dort lebenden gesch√ľtzten Tierarten w√§hrend der Brut- und Aufzuchtzeiten nicht gest√∂rt und auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhest√§tten nicht besch√§digt werden. Bei Verst√∂√üen drohen je nach Vergehen Bu√ügelder, die sich bei nachgewiesener Zerst√∂rung von Brutst√§tten auf bis zu 50.000 Euro belaufen k√∂nnen.

Grundlage f√ľr diese Verbote sind die in diesem Naturschutzgebiet am Boden und in Bodenn√§he br√ľtende Vogelarten, so beispielweise Schwarzkehlchen, Sumpfrohrs√§nger, Girlitz und Gartengrasm√ľcke.

Das Umweltschutzamt als untere Naturschutzbeh√∂rde appelliert an alle Hundehalter R√ľcksicht auf die Tierwelt des Naturschutzgebietes zu nehmen und ihre Hunde an der Leine zu f√ľhren. Gerade in der Brut- und Aufzuchtzeit von M√§rz bis Mitte August w√§re es am besten, wenn auf das Ausf√ľhren von Hunden im Naturschutzgebiet g√§nzlich verzichtet w√ľrde. Damit k√∂nnten Schwierigkeiten mit der Polizei- und Naturschutzbeh√∂rde vermieden werden und gleichzeitig die dortigen Arten gesch√ľtzt werden.
 
Eintrag vom: 16.04.2014  




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