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Green Tech in der Jugendarbeit
Das ausgezeichnete LEIF-Projekt endet nach zwei Jahren – Abschluss am 25. März in der Ökostation

Bildungsarbeit zum Anfassen: Jugendliche haben Solarkocher, Dörrobst-Automat und Öko-Seifen hergestellt

Die Initiative LEIF (Lernen Erleben in Freiburg) hat in den bald fünf Jahren ihres Bestehens allerlei angestoßen – einer ihrer Greatest Hits bleibt aber das „Green Tech“-Projekt. Dabei geht es um „grüne“ Berufe in der Jugendarbeit und im Handwerk: Mädchen und Jungen aus drei Freiburger Stadtteilen werden für Themen der Ökologie und Nachhaltigkeit sensibilisiert und setzen sich praxisnah, auch bei Betriebsbesichtigungen und Ausflügen, mit Umweltfragen auseinander. Dieses Projekt hat die Welterziehungsorganisation UNESCO so überzeugt, dass sie es im April 2013 als Projekt der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszeichnete. BNE vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

Diesen März endet das „Green Tech“-Projekt nun nach zweijähriger Laufzeit. Um die Jungen und Mädchen, die daran teilnahmen, gebührend zu würdigen, findet am Dienstag, 25. März, um 18 Uhr in der Ökostation im Seepark eine Abschlussveranstaltung statt. Nach der Begrüßung durch Ralf Hufnagel von der Ökostation gewähren drei Projektpartner – LetzFetz Stühlinger, Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost, Mobile Jugendarbeit Unterwiehre – Einblicke in ihre Teilprojekte.

Anschließend übergibt Michael Dilger, Leiter der Gewerbe-Akademie Freiburg, allen Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die am Projekt teilnahmen, ihr Green Tech-Zertifikat. An beispielhaften Lernstationen stellen sie dann Beispiele ihrer Teilprojekte vor, bei denen sie von der Idee bis zur praktischen Umsetzung involviert waren. Die Ergebnisse können sich sehen, riechen und zum Teil auch probieren lassen:

– Die Mobile Jugendarbeit westlich der Merzhauser Straße des Jugendhilfswerks (Langemarckstraße 97) hat für ihren Bolzplatz eine solarbetriebene Beleuchtung geschaffen.
– In der Mobilen Jugendarbeit Weingarten-Ost der Diakonie Südwest haben die Jugendlichen ökologische Seifenprodukte hergestellt, einen Wohncontainer renoviert, gedämmt und ihn – Stichwort Urban Gardening – mit Heilkräutern umgeben.
– Im LetzFetz Stühlinger der Vereinigung Freiburger Sozialarbeit sind ein Dörrobstautomat und ein Solarkocher entstanden, ein Bauwagen wurde mit Solarenergie ausgestattet und das Thema „Fair Trade“ am Beispiel Schokolade behandelt.

Für das Green Tech-Projekt haben unterschiedlichste Institutionen aus Freiburg zusammengearbeitet. Neben den genannten Vertreterinnen und Vertretern der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit waren dies die Gewerbeakademie der Handwerkskammer und die Ökostation. Damit die Jugendarbeiter für alle Fragen der jungen Teilnehmer gewappnet waren, haben die Projektpartner eine Fortbildung mit vier Themenfeldern entwickelt (Bildung für nachhaltige Entwicklung, Berufsbilder, Arbeitsmarkt und Sprachbildung). Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert und von der Initiative LEIF getragen.

Und auch wenn das Projekt jetzt beendet ist – die Arbeit geht weiter: die Fortbildung wird fortgeführt, die Projektpartner wollen weiterhin zusammenarbeiten, die Teilprojekte sollen in andere Einrichtungen übertragen werden.

Hinweis an die Redaktionen: Zum Projektabschluss am Dienstag, 25. März, um 18 Uhr in der Ökostation (Parkplätze an der Falkenbergerstraße) sind Sie mit Ihren Fotografen herzlich eingeladen. Nach dem offiziellen Teil werden auf einem kurzen Rundgang die Green Tech-Lernstationen zu solarem Dörren, Solarkochkiste, ökologischer Seifenherstellung und Heilkräutern vorgestellt. Die Veranstaltung klingt mit einem Imbiss aus.
 
Eintrag vom: 21.03.2014  




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