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Sonntag, 26. September 2021
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Freiburger Delegation in Wiwili
Weitere Unterst√ľtzung f√ľr Projekt Wasserversorgung und Schulpatenschaften

Vergangene Woche hielt sich eine elfk√∂pfige st√§dtische Delegati-on mit Oberb√ľrgermeister Dieter Salomon und Sozialb√ľrgermeis-ter Ulrich von Kirchbach vier Tage in der Freundschaftsstadt Wi-wili, Nicaragua, auf. Anlass war das 25-j√§hrige Jubil√§um der St√§dtefreundschaft mit Wiwili. Mit den B√ľrgermeistern der Stadt Wiwili und dem Verein f√ľr Kommunalentwicklung ADEM ‚ÄěAsocia-ti√≥n de Desarollo Municipal‚Äú fanden deshalb mehrere Treffen und Gespr√§che statt. Die B√ľrgermeister aus Wiwili dankten den Frei-burgerinnen und Freiburgern herzlich f√ľr ihre Unterst√ľtzung und Solidarit√§t. Vor zehn Jahren war das letzte Mal eine Delegation mit OB Salomon nach Wiwili gereist. Wie auch damals waren die Stadtr√§tinnen und Stadtr√§te und die Mitglieder der Verwaltung in einfachsten Unterk√ľnften eines G√§stehauses auf einem Modell-bauernhof von ADEM untergebracht.

In der nordnicaraguanischen Stadt Wiwili sind nach wie vor die Wasserversorgung und eine einigerma√üen geregelte Schulbil-dung die gr√∂√üten Probleme der Menschen. Deshalb wurde in Gespr√§chen vereinbart, dass der Wiwili-Verein zusammen mit dem Freundschaftsverein ADEM in den n√§chsten Wochen weite-re konkrete Projekte zur Wasserversorgung angehen werden. In der relativ zersiedelten und in einer Bergregion am Rio Coco lie-genden Stadt Wiwili gibt es zwar theoretisch ausreichend Was-ser, aber dieses in Trinkwasserqualit√§t in die H√§user zu bringen ist nach wie vor schwierig. Ein zentrales Wasserversorgungssys-tem existiert dort nicht. Sogar die neue Schule, die vergangene Woche eingeweiht wurde, verf√ľgt noch nicht √ľber einen eigenen Wasseranschluss.

‚ÄěBesonders ber√ľhrend war das gro√üe Treffen mit allen 44 Paten-kindern und ihren Eltern, die von Privatpersonen finanzielle Hilfe aus Freiburg bekommen, um sich die Schule leisten zu k√∂nnen.‚Äú so OB Dieter Salomon. Spontan hat sich dann auch ein Delegati-onsmitglied f√ľr eine neue Patenschaft f√ľr ein Kind entschieden. Ben√∂tigt werden auch noch weitere Paten f√ľr insgesamt 17 Kin-der aus Wiwili. Schon eine Spende von einem Euro pro Tag kann den jungen Menschen die Chance auf eine bessere Schulbildung erm√∂glichen. Die finanzielle Hilfe aus Freiburg wird von den Fa-milien in Wiwili ausschlie√ülich f√ľr den Schulbesuch und die Aus-bildung der Kinder verwendet. Neben dem Kauf von B√ľchern, Stiften und Heften sind vor allem Wohnr√§ume in Schuln√§he, eine ausreichende Ern√§hrung sowie eventuell erforderliche Medika-mente zu finanzieren.

Den Ansto√ü zu der ungew√∂hnlichen St√§dteverbindung gab das Schicksal des Freiburger Arztes Albrecht ‚ÄěTonio‚Äú Pflaum, der im Auftrag des Deutschen Entwicklungsdienstes in Nicaragua am Aufbau einer Gesundheitsstation mitarbeitete und der 1983 von den Contras in Wiwili erschossen wurde. Um sein Lebenswerk weiterzuf√ľhren, gr√ľndeten sich der ‚ÄěFreundeskreis Tonio Pflaum‚Äú und der ‚ÄěVerein zur F√∂rderung einer St√§dtepartnerschaft Frei-burg-Wiwili‚Äú. Sie initiierten den Bau einer Trinkwasserleitung in Wiwili. Bei den Bauarbeiten starb ein weiterer Freiburger: Berndt Koberstein, der als Aufbauhelfer nach Nicaragua gereist war, wurde im August 1986 nahe Wiwili von Contras ermordet.

Infos und Vermittlung von Patenschaften:
Ariane H√∂tzer, Referat f√ľr internationale Kontakte,
Tel: 201-1024
 
Eintrag vom: 14.03.2014  




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