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NABU: Keine Fortschritte im Kampf fĂŒr mehr Klimaschutz in Sicht
2014 droht zum Jahr der vertanen Chancen zu werden

Wieder droht eine UN-Klimakonferenz ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende zu gehen. „2014 muss eine radikale Kehrtwende im globalen Kampf gegen den fortschreitenden Klimawandel erfolgen. Doch ohne die dafĂŒr notwendige VerstĂ€ndigung auf zentrale Kriterien und BeitrĂ€ge fĂŒr mehr Anstrengungen im Klimaschutz jetzt in Warschau befĂŒrchten wir ein Jahr der vertanen Chancen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Kurz vor Abschluss der UN-Klimakonferenz in Warschau wird um einen möglichst konkreten Fahrplan fĂŒr die weiteren Verhandlungen gerungen, die in 2015 in Paris zu einem Beschluss ĂŒber ein neues, rechtsverbindliches Abkommen fĂŒhren sollen. Dazu mĂŒssten spĂ€testens bis zum Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs unter Leitung von UN-GeneralsekretĂ€r Ban Ki Moon am 23. September 2014 in New York zumindest mit den G20-Staaten die grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Erde ihre Ziele und BeitrĂ€ge fĂŒr das neue Abkommen auf den Tisch legen. „Deutschland und die EU mĂŒssen ihre Hausaufgaben im FrĂŒhjahr 2014 erledigen, um ein deutliches Signal an die internationale Staatengemeinschaft zu senden“, forderte Tschimpke. Bereits der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs im MĂ€rz mĂŒsse die Weichen fĂŒr eine langfristig verlĂ€ssliche Klima- und Energiepolitik mindestens bis zum Jahr 2030 stellen.

Mangels ausreichender Verpflichtungen zur Verringerung klimaschĂ€dlicher Treibhausgasemissionen ist der CO2-Preis weltweit zusammengebrochen. Dadurch fehlen wichtige Mittel zur Finanzierung von dringend benötigten Anpassungsmaßnahmen in den vom Klimawandel besonders betroffenen EntwicklungslĂ€ndern. „Immerhin ist es in Warschau gelungen, auch mit einem substanziellen Beitrag aus Deutschland, mehr als 100 Millionen US-Dollar in den Anpassungsfonds unter der UN-Klimarahmenkonvention einzuzahlen. Aber in fast allen anderen fĂŒr die EntwicklungslĂ€nder existenziellen Fragen zur Klimafinanzierung sowie zur Vermeidung und BewĂ€ltigung klimabedingter SchĂ€den gibt es bislang keine nennenswerten Fortschritte“, kritisierte der NABU-PrĂ€sident.

Um den politischen Druck zu erhöhen, hatte der NABU gestern aus Protest gegen die schleppenden Verhandlungen mit zahlreichen weiteren Nichtregierungsorganisationen die UN-Klimakonferenz in Warschau vorzeitig verlassen. „Es muss darĂŒber nachgedacht werden, wie die Vertragsstaaten besser zwischen den einzelnen Treffen zusammen arbeiten können, um die vielen Defizite auf dem Weg bis Paris in 2015 aus dem Weg zu rĂ€umen. Ein großer Gipfel allein wie 2009 in Kopenhagen wird die Lösung nicht bringen“, warnte Tschimpke. Um nicht immer mehr Zeit zu verlieren, mĂŒsse ĂŒber einen stĂ€ndigen Ausschuss der Vertragsstaaten zum Beispiel am Sitz des UN-Klimasekretariats in Bonn nachgedacht werden, wĂ€hrend die Finanzfragen auf höherer politischer Ebene geklĂ€rt werden mĂŒssten.
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Eintrag vom: 03.12.2013  




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