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Mittwoch, 22. März 2023
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NABU-Stiftung Nationales Naturerbe seit zehn Jahren aktiv am Wittwesee
Tauchen und Waldumbau im rund 800 Hektar großen NABU-Schutzgebiet

Rheinsberg ‚Äď Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe l√§sst am Wittwesee √∂stlich von Rheinsberg ein neues Naturparadies entstehen. Der im Naturschutzgebiet ‚ÄěStechlin‚Äú liegende See geh√∂rt zu den klarsten Gew√§ssern Deutschlands. Bei Sichttiefen von bis zu f√ľnf Meter Tiefe bietet sein Wasser in der hei√üen Jahreszeit eine willkommene Erfrischung.

Seit zehn Jahren setzt sich die NABU-Stiftung daf√ľr ein, dass die Qualit√§t des Sees und der ihn umgebenden W√§lder erhalten bzw. noch weiter verbessert werden. ‚ÄěWichtigste Grundlage hierf√ľr ist der Fl√§chenbesitz. Als Eigent√ľmerin von aktuell 813 Hektar, darunter dem 162 Hektar gro√üen Wittwesee und die umliegenden W√§lder, kann sich die NABU-Stiftung effektiv f√ľr die Verbesserung des Lebensraums einsetzen‚Äú, sagte der Vorstandsvorsitzende der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe Christian Unselt. Zur Kontrolle der Entwicklung des Wittwesees sei dieser in das bundesweit beispielhafte Projekt ‚ÄěNaturschutztauchen‚Äú des NABU-Landesverbandes Brandenburg, dem Naturpark Ruppin-Stechliner Land und √∂rtlichen Tauchsportvereinen einbezogen. Die Ergebnisse der naturkundlichen Tauchg√§nge geben Auskunft √ľber die Seenentwicklung und flie√üen ein in die Steuerung der Managementma√ünahmen der NABU-Stiftung.

‚ÄěDurch das naturkundliche Tauchen ist die Unterwasserwelt in den anliegenden Seen gut bekannt. Ziel der NABU-Stiftung ist es nun, die Umwandlung von Kieferreinbest√§nden in Laubw√§lder voranzutreiben, um einer Wasserverdunstung entgegenzutreten‚Äú, so Unselt.

Bereits 220 Hektar Nadelforst lichtete die NABU-Stiftung hierf√ľr auf, um Platz f√ľr Buchen und Eichen zu schaffen. Wo der nat√ľrliche Sameneintrag nicht ausreicht, pflanzt die NABU-Stiftung Jungbuchen. Der Wandel zu Laubmischw√§ldern dient nicht nur der Erh√∂hung der Artenvielfalt, sondern sorgt auch f√ľr eine verbesserte Grundwasserspeisung des Wittwesees und damit dem Erhalt seiner guten Wasserqualit√§t. Bereits 165 Hektar der Stiftungsfl√§chen sind der ungest√∂rten Naturentwicklung √ľbergeben, darunter die naturnahen Laubmischw√§lder an den Ufern des Sees. Seit 2003 flossen rund 350.000 Euro Stiftungsgelder f√ľr Fl√§chenerwerb und Waldumbau, aber auch f√ľr Entsiegelungsarbeiten sowie Fl√§chenmanagement in das NABU-Naturparadies Wittwesee.

2013 wird sich die NABU-Stiftung beim Umbau eines Weges am Wittwesee engagieren, um den Erhalt des hohen Wasserspiegels und gleichzeitig die n√∂tige Zufahrt zu einer Kleinsiedlung auch bei hohem Wasserstand zu erm√∂glichen. Seit Jahresbeginn unterst√ľtzt die L√ľbzer Brauerei die NABU-Stiftung bei der Entwicklung des Wittwesees.

Aufgabe der NABU-Stiftung ist vorrangig der Erwerb und die langfristige Entwicklung von Naturschutzfl√§chen, um diese dauerhaft als Lebensraum f√ľr bedrohte Tiere und Pflanzen zu bewahren. Seit ihrer Gr√ľndung hat die NABU-Stiftung bereits √ľber 15.000 Hektar Land in ganz Deutschland erworben.
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Eintrag vom: 25.08.2013  




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