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NABU zur Strompreisdebatte: Kosten gerecht verteilen
Miller: Wir wollen die Energiewende, aber wir zahlen sie nicht allein

Angesichts der Diskussion um steigende Stromkosten fordert der NABU faire Bedingungen f√ľr die privaten Stromkunden. Es ist zu erwarten, dass aufgrund niedriger B√∂rsenstrompreise die Stromkosten erneut steigen werden. Daher m√ľssten die Weichen neu gestellt werden, um die Endverbraucher zu entlasten. ‚ÄěDie Energieversorger m√ľssen die durch Wind- und Solarstrom gesunkenen B√∂rsenpreise an die Verbraucher weiterreichen und so den Anstieg der Stromkosten auffangen‚Äú, sagte NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller. Die Politik sei zudem gefordert, bei der Energieproduktion verst√§rkte Anreize f√ľr flexiblen, CO2-armen Strom zu setzen und den Emissionshandel zu st√§rken. Denn mit einem sinkenden Kohlestromanteil w√ľrden die Stromnetze entlastet, die derzeit noch in gro√üen Mengen unflexiblen Kohlestrom aufnehmen m√ľssten, gleichzeitig w√ľrde der Klimaschutz wieder Fahrt aufnehmen.

Aus NABU-Sicht k√∂nnten l√§ngerfristig allein durch erneuerbare Energien die Preise stabil bleiben. ‚ÄěTrotz EEG machen die Strompreise nur einen kleinen Teil unserer Energiekosten aus. Viel drastischer als die Strompreise steigen bereits jetzt Heiz- und Benzinkosten. Dar√ľber m√ľssten sich verbraucherfreundliche Politiker emp√∂ren und auch in den Bereichen Wohnen und Verkehr den konsequenten Weg hin zu erneuerbaren Energien einschlagen‚Äú, so Miller. Die Strompreisentwicklung der letzten Jahre zeige au√üerdem, dass es neben der EEG-Umlage noch viele weitere Kostentreiber gebe. Dazu z√§hlt die F√∂rderung der Offshore-Windkraft bei der die Zusatzkosten der unvermeidlichen Pannen und Verz√∂gerungen auf die Endverbraucher abgew√§lzt werden. Selbst wenn die EEG-Umlage komplett gestrichen w√ľrde, bliebe eine Steigerung der Haushaltsstrompreise um fast 40 Prozent seit dem Jahr 2000.

Ziel muss es sein, nach der Bundestagswahl das EEG und den Strommarkt weiterzuentwickeln. ‚ÄěDie St√§rken der erneuerbaren Energien k√∂nnen dann voll ausgespielt werden, wenn Energieproduzenten, gro√üe Energieverbraucher genau wie die Stromnetzbetreiber Systemverantwortung f√ľr stabile Netze und Versorgungssicherheit √ľbernehmen‚Äú, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.
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Eintrag vom: 25.08.2013  




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