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Dienstag, 16. Juli 2024
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2. Regionales Netzwerktreffen "RegioNetz S├╝dbaden"
Diskussions- und Aktionsplattform zur B├╝ndelung der W├╝nsche, Forderungen und Vorschl├Ąge von Aktiven aus der Region.

Am 5. Juli trafen sich Energiegenossenschaften, Klimaschutzinitiativen, Lokale Agenda 21 Gruppen und andere ehrenamtlich Aktive im Zentrum f├╝r Erneuerbare Energien der Albert-Ludwigs-Universit├Ąt Freiburg. Gastgeber waren der fesa e.V. und das Agenda-B├╝ro der LUBW im Rahmen des fesa-Projektes "RegioNetz S├╝dbaden". Ganz oben auf der Wunschliste der Initiativen stehen weiterhin kontinuierliche Vernetzungstreffen und Informationsangebote. Des Weiteren besteht der Wunsch nach noch mehr Kooperation zwischen den Initiativen, wie beispielsweise die Bereitstellung von Mustervertr├Ągen und anderen Dokumenten.

Seit dem 1. Regionalen Vernetzungstreffen auf dem Kongress "Energieautonome Kommunen" am 27. M├Ąrz 2012 in Freiburg hat eine rasante Entwicklung in der Region stattgefunden. Das "RegioNetz S├╝dbaden" umfasst mittlerweile 76 Organisationen aus der Region S├╝dbaden (Landkreise Emmendingen, Ortenau, L├Ârrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut-Tiengen und Stadtkreis Freiburg). Gemeinsam konnten im letzten Jahr eine Vielzahl von Aktivit├Ąten und Projekten angesto├čen werden. "Die letzten 14 Monate haben wir das Mandat aus dem ersten Treffen abgearbeitet", begr├╝├čt Projektleiter Armin Bobsien die aus der ganzen Region angereisten TeilnehmerInnen. "Jetzt m├Âchten wir uns neue Auftr├Ąge abholen." Das Projekt RegioNetz wird gef├Ârdert durch den badenova Innovationsfonds f├╝r Klima- und Wasserschutz.

Zun├Ąchst referierte Dr. Chantal Ruppert-Winkel vom ZEE zu ihrem Forschungsprojekt "EE-Regionen: Sozial├Âkologie der Selbstversorgung". Die transdisziplin├Ąre Studie beschreibt die Herausforderungen, die Kommunen auf dem Weg in die Energieautonomie zu meistern haben und zeigt L├Âsungsans├Ątze auf. Wichtig ist dabei ein sozial gerechter und naturvertr├Ąglicher Ausbau der Erneuerbaren Energien. Vision ist die Selbstversorgung, wobei jede Kommune andere Voraussetzungen hat.

Gerd Oelsner von der Landesanstalt f├╝r Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) f├╝hrte die Unterst├╝tzungsm├Âglichkeiten von Seiten des Landes f├╝r ehrenamtliche Initiativen aus. Geldmittel gibt es f├╝r die Gr├╝ndung von Klimaschutzarbeitskreisen und Klimawerkst├Ątten. Au├čerdem f├Ârdert die LUBW regionale Vernetzungstreffen und Moderationsschulungen.

Wie viel sich durch die F├Ârderung ehrenamtlichen Engagements erreichen l├Ąsst, zeigte Armin Bobsien in seiner Pr├Ąsentation des fesa-Projektes "RegioNetz S├╝dbaden" auf.


- Gr├╝ndung von B├╝rgerklimaschutzarbeitskreisen in drei Gemeinden unterst├╝tzt durch moderierte Veranstaltungen. Durch die Aktivit├Ąten der B├╝rger erhalten f├╝nf Gemeinden mit 19 Ortsteilen und ca. 30.000 Einwohnern Klimaschutzkonzepte und B├╝rger engagieren sich aktiv vor Ort bei der Umsetzung. Gr├╝ndung einer Energiegenossenschaft in Endingen.

- Wichtige Impulse f├╝r die Kompetenzentwicklung bei B├╝rgerenergiegenossenschaften durch Qualifizierungsworkshops u.a. zu den Themen "Neue Gesch├Ąftsmodelle f├╝r PV", "W├Ąrmeversorgung" und "Windkraft". Alle Workshops waren ausgebucht!

- Landkreisweite Vernetzungstreffen zum Informationsaustausch.

- Mehr als 40 Beitr├Ąge ├╝ber Aktivit├Ąten vor Ort in unserer Zeitschrift SolarRegion: ├ľffentlichkeitsarbeit f├╝r mehr konkrete politische und finanzielle Unterst├╝tzung ehrenamtlichen Engagements.


Neue Vernetzungsplattform auf www.regionetz-suedbaden.de

Doch es gibt noch viel zu tun! In vier Workshops b├╝ndelten die Aktiven aus der Region ihre W├╝nsche, Forderungen und Vorschl├Ąge. Kompetenzentwicklung f├╝r eine weitere Professionalisierung der Arbeit vor Ort ist nach wie vor ein wichtiges Thema f├╝r Energiegenossenschaften und Klimaschutzarbeitskreise. Angesichts der laufenden ├änderungen in EEG und anderen Rahmenbedingungen ist ein kontinuierliches Bildungsangebot notwendig. Des Weiteren besteht der Wunsch nach noch mehr Kooperation zwischen den Initiativen, wie beispielsweise die Bereitstellung von Mustervertr├Ągen und anderen Dokumenten. Daf├╝r bietet sich die neue Webseite von RegioNetz S├╝dbaden an, die in den n├Ąchsten Tagen online gehen wird. Auch eine Sammlung von F├Ârderm├Âglichkeiten durch Bund, Land und Kommunen k├Ânnte hier angesiedelt und laufend aktualisiert werden. F├╝r eine zunehmende Professionalisierung ben├Âtigen die ehrenamtlich Aktiven au├čerdem Unterst├╝tzung in den Bereichen Buchhaltung, IT und Management. Hierzu entstand die Idee einer Dienstleistungsgenossenschaft. F├╝r die Umsetzung gr├Â├čerer Projekte (z.B. Windkraft) ist eine noch weiter gehende Kooperation von B├╝rgerenergiegenossenschaften notwendig. Daf├╝r wurde von zehn Genossenschaften und anderen Aktiven aus der Region eine Regionalentwicklungsgenossenschaft (REGE) gegr├╝ndet, die gr├Â├čere B├╝rgerbeteiligungsprojekte in der Region anschieben will. Die REGE wird professionelles Know-how, Vorfinanzierung und politische Unterst├╝tzung bereitstellen, um den Energiegenossenschaften vor Ort die Umsetzung gr├Â├čerer Projekte zu erm├Âglichen.

Insgesamt ist ersichtlich, dass der Bedarf an Kooperation und Kommunikation bei den Ehrenamtlichen vor Ort weiterhin hoch ist. "Das Projekt RegioNetz f├╝llt hier eine L├╝cke", so Projektleiter Armin Bobsien. Um die Energiewende vor Ort voranzubringen, ist das Engagement der B├╝rgerinnen und B├╝rger dringend notwendig. "Wir m├╝ssen die Energiewende um den Faktor 3 beschleunigen, um die Klimaschutzziele noch zu erreichen."
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Eintrag vom: 11.07.2013  




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