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Mittwoch, 30. September 2020
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NABU-Klimatipps zum Sommeranfang
W√§rmed√§mmung sch√ľtzt H√§user auch vor Sommerhitze

Berlin ‚Äď Noch vor Sommeranfang am 21. Juni ist nun eine Hitzewelle √ľber Deutschland hereingebrochen. Bei Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius hilft nur eine gute Abk√ľhlung. Wie man sich in den eigenen vier W√§nden gegen die Hitze wappnen kann, dar√ľber kl√§rt der NABU auf:

Gegen Hitze sch√ľtzt zun√§chst eine gute W√§rmed√§mmung. Sie hilft nicht nur im Winter W√§rmeverluste zu vermeiden und Energiekosten zu sparen, sondern h√§lt auch im Sommer die Hitze drau√üen. Neben W√§rmed√§mmverbundsystemen gibt es bereits eine Vielzahl an √∂kologischen Alternativen wie Holzweichfaserplatten oder Hanf. Bei der Anbringung sollte auch auf den Artenschutz geachtet werden. Geb√§udebr√ľter, wie Mauersegler, und Flederm√§use sind sehr standorttreu und m√ľssen nach dem Bundesnaturschutzgesetz auch nach Arbeiten am Haus ein Zuhause finden.

Das richtige L√ľftungsverhalten ist ebenfalls entscheidend. ‚ÄěGel√ľftet werden sollte vor allem in den k√ľhlen Stunden des Tages, also nachts sowie morgens und abends ausgiebig‚Äú, r√§t Ulf Sieberg, NABU-Energieexperte. ‚ÄěHeizen sich die Wohn- und Arbeitsr√§ume erst einmal auf, ist es schwer, die W√§rme wieder hinaus zu bekommen.‚Äú Daher sollten tags√ľber Fenster und T√ľren geschlossen bleiben. Eine Einschr√§nkung macht Sieberg aber. Sind Wohn- oder Arbeitsr√§ume erst einmal aufgeheizt und gibt es auch nachts keine deutliche Abk√ľhlung unter 20 Grad Celsius, kann auch tags√ľber das √Ėffnen der Fenster sinnvoll sein. Dann sollten alle Fenster im Raum vollst√§ndig ge√∂ffnet und quer gel√ľftet werden. ‚ÄěEin guter Durchzug kann auch einen Ventilator-Effekt erzeugen‚Äú, erl√§utert Sieberg. Damit sinkt die Temperatur zwar nicht real, aber gef√ľhlt.

Entscheidend daf√ľr, ob ein Haus hitzeanf√§llig ist, ist auch seine Bauweise. Gro√üe Fensterfl√§chen nach S√ľden sollten mit einem doppelten W√§rmeschutz versehen werden. Au√üen sch√ľtzen Rolll√§den, innen Jalousien vor der Hitze. Ist das Haus optimal geplant worden, sorgen gro√üe Dach√ľberst√§nde, Balkone und Vord√§cher f√ľr ausreichend K√ľhlungseffekte.

Laubb√§ume k√∂nnen zudem mit ihrem Schatten dazu beitragen, dass sich H√§user nicht unn√∂tig aufheizen. Im Winter verlieren die B√§ume ihre Bl√§tter und sorgen f√ľr den n√∂tigen Lichteinfall. Bei l√§nger anhaltenden Hitzeperioden, Regenmangel und Wind sollten Stra√üenb√§ume und Fassadengr√ľn in St√§dten bew√§ssert werden.

Geachtet werden sollte aus NABU-Sicht ebenfalls auf das Ausschalten von elektrischen Ger√§ten (und das nicht nur im Sommer). Sie verbrauchen nicht nur im Stand-by-Betrieb oder mit eingestecktem Stecker Energie ‚Äď sondern sorgen auch f√ľr eine unn√∂tige W√§rmezufuhr in Wohn- und Arbeitsr√§umen.

Ganz verzichten sollte man auf stromfressende Ger√§te wie mobile Klimaanlagen. Sie sind nicht nur in der Anschaffung teuer, sondern verbrauchen auch Unmengen an Strom. Das belastet den Geldbeutel sp√ľrbar. Wenn der Strom zudem aus fossilen Energietr√§gern erzeugt wird, wirkt sich dies negativ auf das Klima aus. Der NABU empfiehlt daher den Wechsel zu einem √Ėkostrom-Anbieter, der mit dem Gr√ľnen Strom Label ausgezeichnet ist.
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Eintrag vom: 26.06.2013  




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