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Mittwoch, 22. März 2023
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Wie findet man Mitstreiter f√ľr den Naturschutz?
Lehramtsstudierende suchen im Kaiserstuhl nach ethischen Gr√ľnden und Motiven f√ľr den Schutz der Natur

Der derzeitige Schnee verdeckt manche Sch√∂nheiten der Natur, sch√§rft daf√ľr aber die Konturen der Kaiserstuhl-Landschaft. Umso mehr stellt sich die Frage, was Natur und ‚Äěnat√ľrlich‚Äú ist und welche Rolle der Mensch in der Natur spielt. Und was motiviert Menschen, sich f√ľr den Schutz der Natur einzusetzen und andere zum Mitmachen zu bewegen? Diese und weitere Fragen waren f√ľr Studierende der Biologie und Geo-graphie, die das Lehramt anstreben, Anlass f√ľr eine Exkursion in den Kaiserstuhl. Der integrative Naturschutz, wie er in vielen PLENUM-Projekten am Kaiserstuhl praktiziert wird, stand im Mittelpunkt der Wanderung und anschlie√üenden Diskussion.

Unter Leitung von PLENUM-Manager Matthias Hollerbach ging es durch Hohlwege, √ľber Rebterrassen und entlang von Steilw√§nden und B√∂schungen. Hollerbach erl√§uterte dabei, dass all diese Landschaftsstrukturen sowie der Bewuchs mit Gr√§sern und Kr√§utern, Str√§uchern oder B√§umen Produkte des Zusammenwirkens von Mensch und Natur sind. Menschen haben seit Jahrtausenden den Kaiserstuhl besiedelt und aus einer Naturlandschaft eine Kulturlandschaft mit einem hohen Struktur- und Artenreichtum geschaffen. Der Naturschutz wolle diese √ľberlieferten Sch√§tze erhalten und diesen Reichtum weitergeben, erl√§uterte Hollerbach und betonte, dass es dazu die Menschen brauche, die den Kaiserstuhl weiterhin bewirtschaften und pflegen. Daher m√ľsse die Zusammenarbeit gesucht und Naturschutz in wirtschaftliches Handeln integriert werden.

Seminarleiter Dr. Klaus Scherzinger, der mit seinem Hintergrund als Biologe und Philosoph das Studienseminar Natur-Ethik leitet, moderierte anschlie√üend im Naturzentrum Kaiserstuhl eine Diskussion mit dem ehrenamtlichen Leiter des Naturzentrums, Reinhold Treiber, und PLENUM-Manager Matthias Hollerbach. Beide machten an verschiedenen Beispielen deutlich, wie wichtig es sei, die unterschied-lichen Interessen und Werthaltungen von Natursch√ľtzern, Landwirten, Winzern, Touristen, Gemeinde- und Beh√∂rdenvertretern ernst zu nehmen, den Blick auf sich √ľberschneidende Interessen und Bed√ľrfnisse zu lenken und gemeinsame Aktionen durchzuf√ľhren, bei denen positive Erfahrungen gemacht werden. In vielen Projekten von Naturzentrum und PLENUM habe dies erfolgreich praktiziert werden k√∂nnen.
 
Eintrag vom: 24.01.2013  




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