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MVA Bremgarten: Die TREA II wird nicht gebaut
Die in Bremgarten geplante, zweite M√ľllverbrennungsanlage, die TREA II wird nicht gebaut. Nachdem der BUND Regionalverband S√ľdlicher Oberrhein, die AGUS ? Markgr√§flerland, der NABU S√ľdbaden und die B√ľrgerinitiative Umweltschutz Staufen den zweiten M√ľllofen massiv ablehnten und auch in den Nachbargemeinden Eschbach, Hartheim, Heitersheim und Neuenburg die Ablehnung √ľberwog, verzichtet die Sotec auf die umstrittene Erweiterung. Die Akzeptanz in der Region f√ľr einen zweiten M√ľllofen war nicht gegeben.

BUND Gesch√§ftsf√ľhrer Axel Mayer begr√ľ√üt diese Entscheidung der Sotec. ?Dies ist eine gute Entscheidung f√ľr die Region und f√ľr Mensch, Natur, Umwelt und Tourismus.?

Wir wollen hier noch einmal die Gr√ľnde f√ľr unsere Ablehnung aufzeigen:

Gegen un√∂kologische M√ľlltransporte (?M√ľll-Tourismus?)
Der M√ľll, der in der TREA II verbrannt werden sollte, entsteht weit von Bremgarten und S√ľdbaden entfernt. Das Transitland S√ľdbaden leidet bereits jetzt massiv unter dem Strassen- und Bahnverkehr. Zus√§tzliche, unn√∂tige und umweltbelastende Transporte von 150 000 Tonnen M√ľll/Jahr waren aus lokaler und globaler Sicht nicht akzeptabel.

Eine TREA II hätte vermutlich die Abluft-Grenzwerte eingehalten,
doch die Luft in S√ľdbaden ist schon lange nicht mehr rein. Zur Vorbelastung durch die TREA I kommen vor allem die Schadstoffe der wuchernden els√§ssischen Schwerindustriezone entlang des Rheins. Tourismus, Kur- und Badeorte, Landwirtschaft und die Menschen der Region h√§tten unter den zunehmenden Schadstoffmengen gelitten.

Die umweltbelastende, französische Schwerindustriezone wuchert Richtung Nambsheim
Mit der TREA I und ihrem Schornstein ist jetzt, zumindest optisch, bereits eine erste Metastase, dieses Industriegebietes auf unserer Rheinseite entstanden. Dies erschwert den notwendigen Widerstand gegen umweltzerst√∂rende neue Planungen im Elsass. Wenn die jetzige, zerst√∂rerische Entwicklung auf beiden Rheinseiten (Schwerindustrie im Elsass, TREA II und Fl√§chenverbrauch in S√ľdbaden) so weitergeht, dann verliert die Toscana Deutschlands noch st√§rker ihren Charme und die Lebensqualit√§t schwindet. Das ist eine Entwicklung an deren Ende das Aus f√ľr den Tourismus, f√ľr Kur- und Badeorte stehen k√∂nnte.

Das wichtigste Argument des BUND war die fehlende Abwärmenutzung
Mit einer verbesserten Abw√§rmenutzung wurde f√ľr die zweite Verbrennungslinie geworben. Doch seit November 2004 verschwendet schon die TREA I unglaubliche Abw√§rmemengen. Ein Gro√üteil von 50 Megawatt Abw√§rme (laut Genehmigungsantrag) verpufft in Zeiten weltweiter Klimaver√§nderungen gr√∂√ütenteils ungenutzt. Aber ein Megawatt Abw√§rmeleistung entspricht auf das Jahr gerechnet einer Energiemenge von ca. 870 000 Litern Erd√∂l. (870 000 x 50 = 43500 000 Liter Erd√∂l/Jahr!!!) T√§glich wird eine Abw√§rmemenge entsprechend rund 120 000 Litern Erd√∂l in die Umwelt abgegeben. 50 MW Abw√§rme entsprechen dem W√§rmebedarf von 50 000 Niedrigenergie-Wohnh√§usern. Es ist erfreulich, dass die Betreiber nach Abnehmern f√ľr diese Abw√§rme suchen und langsam auch erste Erfolge haben.

Jetzt gilt es in die Zukunft zu schauen und die Abwärmeverschwendung zu stoppen
Nach Ansicht des BUND sollte jetzt, nach der Ablehnung der TREAII, die vorhandene Abw√§rme der TREA I endlich sinnvoll genutzt werden. Hier gilt es die Betreiber zu unterst√ľtzen. Obwohl im Gewerbepark Breisgau immer noch gro√üe Milit√§rbrachen zur Verf√ľgung stehen, versuchen manche umliegenden Gemeinden entgegen den Zielen der Regionalplanung, Gewerbe und Industrieansiedlung in die eigenen kommunalen Gewerbegebiete, auf die ?noch? gr√ľne Wiese, umzuleiten. Das bedeutet unn√∂tigen Fl√§chenverbrauch in der Region und verhindert die Abw√§rmenutzung im Gewerbepark Bremgarten. Der BUND dr√§ngt seit der Planungsphase auf umweltfreundliche Gewerbeansiedlung, auf den Ausbau des W√§rmenetzes und die bestm√∂gliche Nutzung der Abw√§rme von TREA I. Hier sollten sich Kommunen, Kreise, Regierungspr√§sidium und der Regionalverband st√§rker engagieren und √∂rtliche Egoismen √ľberwinden.
 
Eintrag vom: 06.07.2007 Autor: Axel Mayer / Bund Gesch√§ftsf√ľhrer




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