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Sonntag, 25. Juli 2021
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Ein Hoch auf die Sonne
Solar-B√ľrger-Genossenschaft und DAV feiern Inbetriebnahme der Solarstromanlage Kletterhalle

In diesen tr√ľben Tagen brauchts schon etwas Fantasie, sich die Kraft der Sonne vorzustellen. In der Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins Sektion Freiburg-Breisgau ist es gelungen. Am Mittwoch, den 21. November erhoben Sonnenfreunde des DAV und der Solar-B√ľrger-Genossenschaft ihr Glas auf die im September errichtete Solarstromanlage auf dem Dach der neuen Kletterhalle in der L√∂rracherstr. 20a.

80 Module der Solar-Fabrik AG Freiburg stellen den sportlichen Aktivit√§ten im Kletterzentrum nun die Sonnenenergie zur Verf√ľgung. Auch die patente Unterkonstruktion Creotecc Ventecc stammt aus Freiburg. Mit ihr werden die Module 15¬į der Sonne zugeneigt.

Die Solar-B√ľrger-Genossenschaft (solargeno) ist f√ľr Planung, Bau und Betrieb der Anlage verantwortlich. Sie finanziert ihre Projekte teils aus Genossenschaftsanteilen und teils mit Nachrangdarlehen der Mitglieder. F√ľr das Projekt Kletterhalle schn√ľrte sie ein spezielles Paket, das DAV-Mitgliedern angeboten wurde. Diese k√∂nnen sich mit je 2000 Euro an der Genossenschaft und an dem Projekt beteiligen. Noch sind einige Pakete verf√ľgbar. Eine Beteiligung an der Genossenschaft ist bereits ab 100 Euro m√∂glich.

Beteiligen ist "in"

Diese B√ľrgerbeteiligung ist unverzichtbar f√ľr das Gelingen der Energiewende, so wird derzeit allseits der Gesch√§ftsf√ľhrer der Agentur f√ľr Erneuerbare Energien Philipp Vohrer in Zusammenhang mit der Ver√∂ffentlichung einer Studie √ľber Energiegenossenschaften zitiert. Genossenschaften erm√∂glichen mit niedrigen Einstiegskosten praktisch jedem eine Beteiligung an der Energiewende, und durch diese Beteiligung wird das Thema popul√§r. Die Studie des DGRV und der AEE sch√§tzt die Gesamtsumme des √ľber Energiegenossenschaften investierten B√ľrgerkapitals auf 800 Mio Euro. √úber 500 Genossenschaften setzen sich seit 2006 f√ľr die Energiewende ein und die solargeno war eine der ersten drei. Mit 637 installierten kWp (Kilowatt Peak) in Solarenergieanlagen liegt sie im Trend, denn √ľber 90% der Energiegenossenschaften konzentrieren sich bisher auf Photovoltaik. Auch nach den starken Einschnitten der Bundesregierung rei√üen die Anfragen nicht ab. Mehrere der D√§cher, die der solargeno in den letzten Wochen angeboten wurden, k√∂nnen teilweise noch diesen Winter in solarblau erstrahlen.

Von Dach bis Keller auf Wende eingestellt

Auf solche Anfragen oder Angebote ist die Genossenschaft angewiesen. Dabei sucht sie nicht nur Dächer, sondern insbesondere auch Keller. Denn hier möchte sie ihren Beitrag zur Freiburger Energieautonomie leisten. Mit Blockheizkraftwerken (BHKWs), die die Stromerzeugung mit der Wärmeerzeugung koppeln, können Gebäude ähnlich viel CO2 einsparen, wie durch die Erzeugung der gleichen Erneuerbaren Energiemenge. Gleichzeitig leisten sie aber einen wesentlichen Beitrag zur Nutzung der Erneuerbaren Energien. Mit einer ausreichenden Anzahl BHKWs in den Städten können die Schwankungen der Erneuerbaren ausgeglichen werden.

Anfragen zu Beteiligungsm√∂glichkeiten sowie zu m√∂glichen Solar- und BHKW-Projekten nehmen wir gerne in der Gesch√§ftsstelle der Solar-B√ľrger-Genossenschaft unter info@solargeno.de oder 0761 89629224 entgegen.
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Eintrag vom: 24.11.2012  




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