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Erneuter Störfall in Fessenheim
Der „Störfall“ von heutigen Mittwoch Nachmittag im AKW Fessenheim zeigt, dass auch vom abgeschalteten AKW Gefahren ausgehen. Französische Medien berichten von einem Chemieunfall. Der Energiekonzern EDF erklĂ€rte, Wasserstoffperoxid habe durch einen menschlichen Fehler mit Wasser reagiert, dabei sei es zu einer Dampfexplosion gekommen. L`Essentiell aus Luxemburg meldet, das zwei Mitarbeiter VerbrĂŒhungen an den HĂ€nden erlitten haben. Andere Medien berichten von mehr Verletzten. 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Auswertung und Bewertung solcher StörfĂ€lle liegt zuerst immer beim Betreiber EDF. Das natĂŒrliche Interesse der EDF an einer „objektiven Bewertung“ solcher UnfĂ€lle kennen wir und wir haben auch immer erlebt, wie versucht wurde, UnfĂ€lle herunter zu spielen.

Ein „kleiner“ Unfall (wie ihn die Medien aktuell melden) wĂ€re isoliert betrachtet kein großes Problem. Das Problem im Ă€ltesten AKW Frankreichs in Fessenheim ist nach Ansicht von BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer die HĂ€ufung extrem vieler „kleiner und großer“ VorfĂ€lle und UnregelmĂ€ĂŸigkeiten. Dies spricht fĂŒr eine schlechte Sicherheitskultur im Atomkraftwerk und eine schlechte Sicherheitskultur ist immer auch eine Gefahr fĂŒr die Menschen.

Echte Sicherheit gibt es erst, wenn der französische PrÀsident François Hollande sein Versprechen umsetzt und das altersschwache AKW Fessenheim abstellt.
 
Eintrag vom: 05.09.2012 Autor: BUND Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein




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