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Tödliche Ruhe im Porzellanladen
WWF legt Waldbrandbestandsaufnahme vor

Berlin - In Afrika w√ľtet ein Wildereikrieg wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Damit der Welt-Elefanten-Tag am 12. August nicht zum Gedenktag wird, ruft der WWF dazu auf, h√§rter gegen den internationalen illegalen Elfenbeinhandel und Wilderei vorzugehen. ‚ÄěWir brauchen eine schlagkr√§ftigere Strafverfolgung in vielen Herkunftsregionen der Elefanten. Oft stehen die milden Strafen in keinem Verh√§ltnis zu den m√∂glichen Gewinnen der Wilderer. Abschreckung findet nicht statt. Manchmal verlaufen die Ermittlungen auch im Sande, da Regierungsstellen oder ranghohe Milit√§rs die Wilderei decken und mit profitieren‚Äú, sagte Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Auf der roten Liste der bedrohten Tierarten wird der Afrikanische Elefant als gef√§hrdet, der Asiatische Elefant als stark gef√§hrdet eingeordnet. Die Bedrohung durch Wilderei hat in den letzten Jahren in afrikanischen Staaten dramatisch zugenommen. Bis zu 12.000 Elefanten wurden im vergangenen Jahr in Afrika gewildert, die meisten davon in Zentralafrika. Insgesamt leben auf dem Kontinent zwischen 450.000 und 700.000 Tiere. Die Verteilung der Elefanten ist aber sehr unterschiedlich. Die weitaus meisten Tiere leben im s√ľdlichen Afrika.

Die Preise f√ľr Elfenbein sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Wohlhabende Asiaten leisten sich oft illegales Elfenbein als Prestigeobjekt und zeigen damit ihren Reichtum. Wegen des Nachfragebooms dr√§ngen zunehmend auch organisierte Verbrecherbanden aus dem Menschen-, Drogen- und Waffenhandel auf den Markt. Die Folge: Die Wilderei wird immer brutaler. Die Banden nutzen die weit verbreitete Armut der Bev√∂lkerung aus.

Im Fr√ľhjahr kam es zu einem regelrechten Massaker im Bouba N'Djida Nationalpark in Kamerun. Sch√§tzungsweise 350 Elefanten wurden durch hochger√ľstete Wilderer get√∂tet bis das Kameruner Milit√§r sie schlie√ülich vertrieb. Die Nationalpark-Ranger verf√ľgten bisher weder √ľber die n√∂tige Ausbildung, noch die Waffen, um auf solche Angriffe zu reagieren und riskierten ihr Leben. Inzwischen hat Kamerun 60 neue Ranger eingestellt. In den n√§chsten f√ľnf Jahren sollen bis zu 2.500 weitere hinzukommen.

TRAFFIC, das Artenschutzprogramm von WWF und Weltnaturschutzunion IUCN, berichtet, dass im Jahr 2011 insgesamt 13 Gro√übeschlagnahmungen von √ľber 800 kg stattgefunden haben, so viel wie noch nie in den vergangenen 23 Jahren.

Elefanten sind die gr√∂√üten heute lebenden Lands√§ugetiere der Erde mit bis zu 3,30 Metern Schulterh√∂he und sechs Tonnen Gewicht. In Afrika sind sie in 37 Staaten beheimatet. Es gib zwei Unterarten, die Savannen- und die Waldelefanten. In Asien gibt es f√ľnf Unterarten in zw√∂lf Staaten.
 
Eintrag vom: 12.08.2012  




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