oekoplus - Freiburg
Freitag, 30. September 2016
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Veranstaltungen 
 
Trödel und Nippes fĂŒr den guten Zweck
Flohmarkt im Europapark
 
Trödel und Nippes fĂŒr den guten Zweck
Von Kunst ĂŒber Krempel bis hin zu Kommoden & Co – beim großen
Flohmarkt fĂŒr den guten Zweck am 08. und 09. Oktober kommen Trödler
voll auf ihre Kosten. Flohmarkt-Liebhaber sind herzlich eingeladen, am
Samstag und Sonntag von 10 – 18 Uhr in der GĂ€rtnerei des Europa-Park
in aller Ruhe zu stöbern und gleichzeitig Gutes zu tun. Eine prall gefĂŒllte
Tombola, die Flohmarkt-Modenschau und das Kinderprogramm sind nur
einige Highlights der Veranstaltung. Der Erlös des Flohmarktes kommt
ĂŒber den Förderverein „Santa Isabel e.V. – Hilfe fĂŒr Kinder und Familien“
Menschen zu, die unverschuldet in eine schwierige Lebenssituation
geraten sind.

Geschirr, Kleidung, FahrrĂ€der, BĂŒcher und antike RaritĂ€ten erwarten
Flohmarkt-Freunde am zweiten Oktoberwochenende in der GĂ€rtnerei
außerhalb des Europa-Park. Der bereits sechste große Charity Flohmarkt
zeigt außerdem schicke Second-Hand Mode, die die GĂ€ste bei der einmaligen
Flohmarkt-Modenschau, die an beiden Tagen jeweils um 14.30 Uhr stattfindet,
bestaunen und natĂŒrlich erwerben dĂŒrfen. Mit einem glĂŒcklichen HĂ€ndchen
können bei der Tombola hochwertige Preise ergattert werden. Jungen
Flohmarkt-Besuchern geht das Herz beim Kasperletheater oder dem lustigen
Kinderschminken auf. Wer nach der ausgiebigen Trödelei hungrig ist, kann
sich mit Kaffee und Kuchen sowie herzhaften Snacks stĂ€rken. FĂŒr die
musikalische Unterhaltung sorgt die Band „Feel Harmony“.
Der Erlös aus dem sechsten Flohmarkt fĂŒr den guten Zweck kommt dem
Förderverein „Santa Isabel e.V. – Hilfe fĂŒr Kinder und Familien“ zugute. Die
erste Vorsitzende, Marianne Mack, wird mit den Spenden Menschen aus der
Region unterstĂŒtzen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.
Um die Veranstaltung erneut zu einem Erfolg werden zu lassen und um
möglichst viele Spenden zu sammeln, ist der Verein auf die tatkrÀftige
UnterstĂŒtzung ehrenamtlicher Helfer angewiesen. Jeder kann dazu beitragen,
Menschen aus der Region zu unterstĂŒtzen. Wie? Helfen können Interessierte
durch den Flohmarkt-Besuch am 08. und 09. Oktober, durch die Spende gut
erhaltener Sachspenden oder die Anmietung eines eigenen Standplatzes.
Ebenso willkommen sind Kuchenspenden und die persönliche Mithilfe am
Wochenende der Veranstaltung.

Marianne Mack und ihr Team freuen sich auf viele Besucher und ein schönes FlohmarktWochenende

Interessenten können sich bezĂŒglich einer Anmeldung und weiterer Fragen an
flohmarkt@europapark.de oder Tel. 07822/776688 wenden.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Positive Resonanz auf der ersten Intersolar Middle East in Dubai
Mit einer hohen Sonneneinstrahlung, großen FreiflĂ€chen und einem
wachsenden Energiebedarf sind die Golfstaaten fĂŒr die solare
Energieerzeugung prĂ€destiniert. Um die Grundlagen fĂŒr den
Ausbau zu legen, fand vom 19. bis 21. September in Dubai zum
ersten Mal die Intersolar Middle East Exhibition and Conference
statt. Nach MĂŒnchen, San Francisco, Mumbai und SĂŁo Paulo expandierte
damit nun die internationale Leitmesse der Solarbranche
auch in die Golfregion. Die weltweiten Intersolar Messen
werden von der FWTM-Tochterfirma FMMI gemeinsam mit der
Solar Promotion International aus Pforzheim veranstaltet. Kooperationspartner
bei der Intersolar Middle East vor Ort ist dmg
events.

Die Intersolar Middle East im Dubai World Trade Center wartete
mit 80 Ausstellern auf. „Wir haben zahlreiche positive RĂŒckmeldungen
von Besuchern und Ausstellern erhalten“, bilanziert
FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Daniel Strowitzki. „Die Fachmesse bot
Vertretern der Solarbranche und Investoren die Möglichkeit sich
ĂŒber den Ausbau des Solarmarktes in der Region auszutauschen.“
Experten attestieren der Solarwirtschaft in der Golfregion
hohe Wachstumschancen. Mit der Entscheidung fĂŒr Dubai hat
sich die Intersolar Middle East den idealen Austragungsort gesichert,
um die aufstrebenden SolarmÀrkte der Golfstaaten zu erreichen.

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann: „Die Intersolar Middle
East in Dubai bietet weiter die Möglichkeit, dass Thema Green
City Freiburg voranzubringen und einen möglichen Auftritt Freiburgs
auf der Expo 2020 in Dubai zu etablieren. Die FWTM prĂŒft
eine Beteiligung an der Expo 2020, Àhnlich wie bereits auf der
Expo in Hannover und Shanghai.“

Next Stop ist Mumbai: Die „Intersolar India“ vom 19. bis 21. Oktober
vervollstÀndigt das weltumspannende Netz der Intersolar
Messen und Konferenzen. Insgesamt blickt die Intersolar mit ihren
Messen und Konferenzen auf eine fĂŒnfundzwanzigjĂ€hrige Erfolgsgeschichte
zurĂŒck.
 
 


Verschiedenes 
 
 
Neuer Stadtteil Dietenbach
ZukunftsfĂ€higesEnergiekonzept bietet einmalige Chance fĂŒr eine
nachhaltige und klimaneutrale Stadtentwicklung des Stadtteils

Ein klimaneutraler Stadtteil ist möglich. Das ist das Ergebnis
der Untersuchung zum Energiekonzept im neuen Stadtteil
Dietenbach. Ziel des Konzepts ist es, die Energieversorgung
im neuen Stadtteil so zu planen, dass sie in der Bilanz
weitgehend klimaneutral ist.

Der Ausstieg aus der Verbrennung fossiler EnergietrÀger
durch energieeffiziente Strukturen und die verstÀrkte Nutzung
der erneuerbaren Energien ist eine der wichtigsten
kommunalpolitischen Aufgaben. Gerade wenn wir neue
Quartiere fĂŒr die Zukunft planen, ist die KlimaneutralitĂ€t ein
wichtiges Ziel“, so UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik bei
der Vorstellung des Energiekonzepts fĂŒr den neuen Stadtteil
Dietenbach.

Das Energiekonzept untersucht drei Varianten der
Energieversorgung (Basis, Smart, Plus) und als Referenz den
derzeitigen gesetzlichen Standard mit Öl, Brennwertkessel
und Solarthermie. Der Bilanzumfang bezieht sich auf den
Energiebedarf (GebÀude, Haushaltsstrom und MobilitÀt) und
auf einen Aufsiedlungszeitraum von 2020 bis 2042
beziehungsweise 2050. In allen Varianten werden die
GebÀude mit sehr guten DÀmmeigenschaften im Standard
KfW Effizienzhaus 55 vorausgesetzt.

Bei den beiden Varianten „Dietenbach smart“ und
„Dietenbach plus“ kann eine klimaneutrale Energieversorgung
auf Basis der CO2 Bilanz erreicht werden. Dabei können rund
364.000 Tonnen zusÀtzliche Treibhausgase pro Jahr
vermieden werden, das entspricht 2,2 Prozent der
Gesamtemissionen in Freiburg.

Voraussetzung fĂŒr diese Einsparungen sind eine ambitionierte
Erzeugung und Bereitstellung von erneuerbaren Energien mit
Solaranlagen, NahwÀrmenetzen und Energiespeichern.
Sowohl die vollstĂ€ndige Nutzung aller DachflĂ€chen fĂŒr
Photovoltaikanlagen sowie die gesteuerte Bereitstellung im
Quartier als auch die Verwendung von WĂ€rme eines
vorhandenen Abwasserkanals sind Elemente des
vorgeschlagenen Konzepts. Auch die Nutzung des geplanten
LĂ€rmschutzwalls fĂŒr Solaranlagen und die Realisierung eines
ErdwĂ€rmefeldes wĂ€ren fĂŒr eine klimaneutrale
Energieversorgung notwendig.

Dabei ist jedoch nicht nur die umweltfreundliche Erzeugung
eine Herausforderung, sondern auch die Aufgabe, das
Energieangebot zeitlich an den Bedarf anzupassen.
Vereinfacht gesagt: "Die sommerliche Sonne muss im Winter
zum Heizen genutzt werden können. FĂŒr diese zukĂŒnftig
notwendige Entlastung der Energienetze benötigen wir
moderne Speichertechnologien, " so Tobias Nusser vom BĂŒro
EGS-Plan, das in Kooperation mit der UniversitÀt Stuttgart.
Institut fĂŒr Energiewirtschaft und Rationale
Energieanwendung sowie Joachim Eble, ArchitekturbĂŒro, das
Konzept erstellt hat.

Die Investitionskosten fĂŒr die klimaneutralen
Energieversorgungsvarianten liegen höchstens 3,1 Prozent
ĂŒber den Kosten der Basisvariante. Bei den
Jahresgesamtkosten inklusive der laufenden Kosten liegen
die klimaneutralen Varianten sogar noch unter den Kosten der
Referenzvariante, da die etwas höheren Investitionskosten zu
einem deutlich niedrigeren Energieverbrauch und damit zu
geringeren Betriebskosten fĂŒhren. Die UmweltbĂŒrgermeisterin
setzt daher auf die umweltfreundlichen Konzepte: „Nur so
kann die Stadt ihre Klimaziele zukĂŒnftig erreichen“.

Die im Energiekonzept vorgeschlagenen Maßnahmen fĂŒr
einen klimaneutralen Stadtteil haben weitreichende und noch
nicht abschließend bewertete Auswirkungen auf wesentliche
andere Ziele der Entwicklungsmaßnahme, unter anderem
mögliche EinschrĂ€nkungen der SpielrĂ€ume fĂŒr den
StÀdtebau, mögliche Erschwernisse bei der Vermarktung und
eine optimale Ausnutzung des Baugebietes.

GrundsĂ€tzlich wird zu prĂŒfen sein, ob, wie und in welchem
Umfang regenerative Energieerzeugung in die Bilanz des
neuen Stadtteils miteinbezogen werden kann, auch wenn
diese nicht unmittelbar auf dem Gebiet des Bebauungsplans
erfolgt. Eine Fortschreibung des Energiekonzeptes soll
beauftragt werden, sobald die weitere Ausarbeitung des
Siegerentwurfs aus dem stÀdtebaulichen Wettbewerb vorliegt.

Die Varianten im Detail:

FĂŒr die Versorgung der Randbereiche Dietenbach SĂŒd und
Nord ist in allen Varianten eine "kalte NahwÀrme" angedacht,
das heißt, es wĂ€ren in den GebĂ€uden jeweils WĂ€rmepumpen
in Kombination mit Photovoltaik (PV) erforderlich, die die
AbwÀrme aus Abwasser und Erdsonden auf niedrigem
Temperaturniveau nutzen und im Gebiet verteilen. Im
nördlichen Bereich ist weiterhin ein Erdsondenfeld geplant,
welches die dort gelegenen Baugebiete mit WĂ€rme versorgen
soll.

Im sĂŒdlichen Bereich soll in Abstimmung mit dem AZV
Breisgauer Bucht geprĂŒft werden, ob die AbwĂ€rme aus dem
Abwasserkanal "Mundenhofer Straße" genutzt werden kann.
Der dichter besiedelte Innenbereich erhÀlt jeweils eine
zentrale WĂ€rmeversorgung.

Die Basisvariante hat eine aus heutiger Sicht bereits
weiterentwickelte Versorgungsstruktur: Eine
NahwĂ€rmezentrale im Zentrum des Quartiers fĂŒr den
Innenbereich auf Basis von einem wĂ€rmegefĂŒhrtem GasBlockheizkraftwerk
(BHKW), Holzhackschnitzel und
Spitzenlastkessel. Eine dezentrale Versorgung der
Einfamilienhaus-Bebauung mit WĂ€rmepumpen, 70 Prozent
der DachflĂ€che und 30 Prozent der FassadeflĂ€che wird fĂŒr PV
genutzt, 100 Prozent PV auf dem LĂ€rmschutzwall.

Die klimaneutrale Variante Dietenbach Smart wird die
zentrale WĂ€rmeversorgung fĂŒr den Innenbereich auf Basis
von stromgefĂŒhrtem Gas-BHKW, Holzhackschnitzel und
Spitzenlastkessel (Gas) gelöst. Die lokale Stromerzeugung
wird durch die Maximierung der PV erhöht (100 prozentige)
PV-Belegung auf DĂ€chern und 30 Prozent auf der Fassade,
100 Prozent PV auf dem LĂ€rmschutzwall. Die
Eigenstromnutzung wird mit einem lokalen
Strommanagement (Smart-Grid) durch Stromspeicherung auf
GebÀude- und Quartiersebene gesteigert.

In der klimaneutralen Variante Dietenbach Plus wird bei der
zentrale WĂ€rmeversorgung fĂŒr den Innenbereich auf fossile
Brennstoffe verzichtet: Holzhackschnitzelkessel werden
kombiniert mit saisonaler WÀrmespeicher und FreiflÀchenSolarthermie
auf dem LĂ€rmschutzwall. Hinzu kommen
zentrale WĂ€rmepumpen, die unter anderem zur Nutzung des
Überschusses der lokalen Stromerzeugung eingesetzt
werden. Im Smart-Grid-Ansatz wird zusÀtzlich die kalte
NahwÀrme an den Saisonspeicher angeschlossen. Erhöhte
PV-Nutzung an den GebÀuden wie in Variante Smart.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Von Graugans bis Singdrossel:
NABU prÀsentiert die Top 12 der typischen Zugvögel

Faszination Vogelzug live erleben - Am 1. und 2. Oktober findet der EuroBirdwatch statt


GraugĂ€nse werden in Deutschland am hĂ€ufigsten beim Vogelzug beobachtet, bei den Singvögeln sind es SchwĂ€rme von Buchfink und Star. Der elegante Kranich, dessen auffĂ€lliger Flug in Trupps mit V-Formation jedes Jahr Tausende Naturfans begeistert, ist der am hĂ€ufigsten beobachtete Großvogel. Mit Blick auf den EuroBirdWatch am 1.und 2. Oktober, der den Startschuss fĂŒr zahlreiche Veranstaltungen rund um die Faszination Vogelzug gibt, prĂ€sentiert der NABU erstmals unter www.nabu.de/birdwatch die Top 12 der hĂ€ufig zu beobachtenden Zugvögel. Die Liste basiert auf den Birdwatch-Beobachtungen der vergangenen Jahre. Außerdem informiert der NABU dort umfassend zu den wichtigsten Merkmalen sowie Verbreitung der bekanntesten Langstrecken- und Kurzstreckenzieher.

Jedes Jahr verlassen etwa 250 Millionen Zugvögel ihre Brutgebiete in Deutschland, um in SĂŒdeuropa oder Afrika zu ĂŒberwintern. In langen Ketten ziehen Kranichtrupps ĂŒber das Land, dichte StarenschwĂ€rme sind zu sehen oder auch seltene GĂ€ste, wie Steppenweihen aus Osteuropa. Insgesamt sind schĂ€tzungsweise eine halbe Millarde Vögel in und ĂŒber Deutschland auf dem Zug. Im gesamten Zeitraum ab Ende September bis Mitte Oktober bieten NABU-Gruppen Exkursionen und gefĂŒhrte Beobachtungen an, um den Vogelzug erlebbar zu machen. Beispielsweise gehört die NABU-Storchenschmiede Linum zu einem der spektakulĂ€rsten KranichrastplĂ€tze in Deutschland. JĂ€hrlich finden sich dort Zehntausende von Tieren ein, um auf ihren Weg nach SĂŒdeuropa zu rasten.

Das Flugverhalten ziehender Vögel ist nicht nur ein faszinierendes Schauspiel am Herbsthimmel, sondern erfĂŒllt einen bestimmten Zweck. „Fast alle Kraniche sparen beim Ziehen in V-Formation ein Drittel ihrer Energie, wĂ€hrend der von anderen Arten bevorzugte Flug in dichten SchwĂ€rmen krĂ€ftezehrend ist, dafĂŒr aber guten Schutz vor Attacken von Greifvögeln bietet“, erklĂ€rt NABU-Vogelschutzexperte Eric Neuling. FĂŒr die Beobachtung gibt er folgende Tipps: „Am besten beobachtet man von einem erhöhten oder exponierten Standort. Da Zugvögel ihre Flughöhe nicht verĂ€ndern, nur weil ein HĂŒgel vor ihnen liegt, ist man dort nĂ€her an den Vögeln dran. Dadurch bekommt man sie ĂŒberhaupt erst mit und erkennt sie auch besser. Wenn man sicher bestimmen möchte, welche Art gerade ĂŒber einen fliegt, ist ein Fernglas unentbehrlich.“

WĂ€hrend der Hauptzugzeit ist bei guter Sicht eigentlich jede Tageszeit erfolgversprechend. „Besonders Kraniche, Finken, Schwalben, Lerchen oder SaatkrĂ€hen fliegen tagsĂŒber, andere Arten wie Stare, Drosseln oder Watvögel bekommt man jedoch kaum zu sehen, da sie ĂŒberwiegend nachts ziehen. Hier hat man an den RastplĂ€tzen der Vögel bessere Beobachtungschancen“, so Neuling.

Aber auch das Wattenmeer ist spektakulĂ€rer Rastplatz fĂŒr Zugvögel – europaweit das bedeutendste Rastgebiet fĂŒr Vögel. Es ist Dreh- und Angelpunkt der ostatlantischen Zugroute, die die arktischen Brutgebiete mit den west- und sĂŒdafrikanischen Winterquartieren vieler Watvögel verbindet. Vögel die entlang der OstseekĂŒste ziehen, rasten vielleicht im NABU-Wasservogelreservat Wallnau. Über das Jahr können Besucher eine Vielzahl von unterschiedlichen Vogelarten in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum erleben, insgesamt werden ĂŒber 270 Vogelarten in Wallnau registriert. Aus Beobachtungsverstecken schauen Besucher den Vögeln förmlich in ihr „Wohnzimmer“.
Auch am Bodensee ballt sich der Vogelzug und generell lassen sich ziehende Trupps bundesweit beobachten – einfach bei der nĂ€chsten NABU-Gruppe in der Heimat nachfragen.
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Verschiedenes 
 
 
NABU: Wolfsschutz weiter verbessern
Illegale Tötungen sind kein Kavaliersdelikt

Miller: Hohen Schutzstatus erhalten, Konfliktlösungen anbieten


Der NABU begrĂŒĂŸt die weiterhin positive Entwicklung der Wölfe in Deutschland. Wie das bundesweite Wolfs-Beratungszentrum und das Bundesamt fĂŒr Naturschutz am heutigen Freitag in Berlin mitteilten, lebten bis Ende April 2016 insgesamt 46 Rudel und 15 Paare in Deutschland. Das sind rund 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig mahnte der NABU an, Ressourcen zu schaffen, um die steigende Zahl illegaler Tötungen von Wölfen aufzuklĂ€ren und den Wolf weiterhin konsequent zu schĂŒtzen.

"Deutschland schreibt mit der eigenstĂ€ndigen RĂŒckkehr des Wolfes seit dem Jahr 2000 eine echte Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Die Populationen entwickeln sich gut und perspektivisch rechnen wir damit, dass Wölfe in allen FlĂ€chenbundeslĂ€ndern vorkommen werden", sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Gleichzeitig betonte Miller, dass es wichtig sei, potenzielle Konflikte im Zusammenleben von Mensch und Wolf frĂŒhzeitig zu erkennen und Lösungen fĂŒr Betroffene anzubieten. "Mehr als 15 Jahre mit dem Wolf in Deutschland zeigen uns, dass der Wolf keine finstere Bedrohung in dunklen WĂ€ldern ist, wie es uns in den MĂ€rchen ĂŒberliefert wird. Aber er bleibt ein Wildtier, an dessen RĂŒckkehr wir uns erst gewöhnen mĂŒssen", so der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer. "Insbesondere fĂŒr die Nutztierhalter ergeben sich grundlegende VerĂ€nderungen, die gemeinsam angegangen werden sollten."

Der NABU begrĂŒĂŸt, dass das Wolfsberatungszentrum erstmals auch einheitliche Empfehlungen und Hilfestellungen fĂŒr die LĂ€nder zum Umgang mit auffĂ€lligen Wölfen erarbeitet. Nach Ansicht des NABU muss es kĂŒnftig vor allem darum gehen, kritische FĂ€lle von Vornherein zu vermeiden. Mit entscheidend sei dabei der Umgang des Menschen mit dem Wolf. "Wölfe sind von Natur aus weder scheu noch auffĂ€llig. Das sollten wir immer im Kopf behalten. Durch Fehlverhalten von Menschen, wie etwa FĂŒtterungen, kann es aber dazu kommen, dass einzelne Tiere auffĂ€llig werden. Die effektivste Methode, kritische Situationen von Beginn an zu vermeiden, ist, Wölfe als echte Wildtiere zu behandeln und respektvollen Abstand zu wahren", sagte Miller.

In der Bevölkerung stĂ¶ĂŸt die RĂŒckkehr des Wolfes grundsĂ€tzlich auf breite UnterstĂŒtzung, wie eine reprĂ€sentative forsa-Umfrage im Auftrag des NABU zeigte. Demnach finden es 80 Prozent der Befragten erfreulich, dass der Wolf unsere Landschaft wieder bereichert. 78 Prozent stimmten zu, dass Wölfe auch dann hier leben sollten, wenn es teilweise zu Problemen kommt.

"Die neuen Bestandszahlen sind ein positives Signal, dass wir mit unseren SchutzbemĂŒhungen auf einem guten Weg sind und zu einem gesicherten Überleben des Wolfes in Deutschland kommen können. Dazu mĂŒssen wir seinen hohen Schutzstatus aber weiterhin aufrecht erhalten und neuen WolfsbestĂ€nden, auch in weiteren BundeslĂ€ndern, den Weg ebnen", so Miller. Der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer appellierte an alle BundeslĂ€nder sich auf die RĂŒckkehr des Wolfes vorzubereiten. So hat sich zum Beispiel der Ausgleich von SchĂ€den fĂŒr getötete Nutztiere als ein wichtiges Mittel fĂŒr die Akzeptanz des Wolfes erwiesen. Als ein Vorbild fĂŒr gutes Wolfsmanagement nannte der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Sachsen, das sich als erstes Bundesland auf den RĂŒckkehrer einstellen musste.

Die Zahl illegaler Wolfs-Tötungen liegt mit mindestens 19 toten Tiere seit dem Jahr 2000 weiter hoch. Hinzu kommt eine hohe Zahl unentdeckter Übergriffe. "Diese StraftĂ€ter haben in Deutschland leider zu leichtes Spiel. Es gibt zu wenige auf UmweltkriminalitĂ€t spezialisierte Beamte bei Polizei und Justiz. Bis heute wurde kein einziger SchĂŒtze durch polizeiliche Ermittlungen identifiziert. Wir fordern eine StĂ€rkung der Behörden, bessere Ermittlungsarbeit und ein konsequente Verurteilung der TĂ€ter. In Afrika und Asien kĂ€mpfen wir gegen Wilderei, aber gleichzeitig tun wir so, als wĂ€re das illegale Töten eines Wolfes in Deutschland ein Bagatelldelikt", so Miller. Auch der Straßenverkehr bleibt weiterhin ein hohes Risiko fĂŒr den Wolf: Bis August 2016 wurden mehr als 100 Tiere tot auf Deutschlands Straßen gefunden.

Der NABU begrĂŒĂŸte die Arbeit des neu eingerichteten Wolfs-Beratungszentrums des Bundes, das Daten zum Wolf bundesweit sammelt und die LĂ€nder gezielt mit Informationen und bei Bedarf mit Experten unterstĂŒtzt. Die Einrichtung einer solchen bundesweit tĂ€tigen Stelle hatte der NABU lange Zeit gefordert. "Dem Wolf sind Landesgrenzen einerlei. Daher sind bundeseinheitliche MaßstĂ€be der SchlĂŒssel zum Erfolg fĂŒr das Zusammenleben von Mensch, Wolf und Nutztieren in Deutschland", sagte NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. Auch auf EU-Ebene mĂŒsse die Kooperation der Mitgliedsstaaten zum Wolf perspektivisch verbessert werden.

Seit dem Jahr 2000 setzt sich der NABU fĂŒr die RĂŒckkehr des Wolfes nach Deutschland ein. Mit mehreren Hundert ehrenamtlichen Wolfsbotschaftern klĂ€rt er in Deutschland ĂŒber das Wildtier auf. In diesem Jahr hat der NABU erstmals auch einen Journalisten-Wettbewerb ins Leben gerufen, mit dem er besonders ausgewogene und fundierte BeitrĂ€ge zum Wolf auszeichnet. Die Preisverleihung findet am 13. Oktober in Berlin statt.
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Verschiedenes 
 
 
ECOtrinova fordert Stopp des stÀdtebaulichen Wettbewerbs Dietenbach
Angeblicher Bedarf fĂŒr Neubaustadtteil Dietenbach beruht auf einer seltsamen Rechnung:
WohnflĂ€chen fĂŒr alle in Freiburg jedes Jahr erhöhen bis 2030. -
FĂŒr Familie dann typisch 140 Euro höhere Monatsmiete fĂŒr 14 qm mehr WohnflĂ€che


„Gemeinderatsmehrheit und Stadt wollen den Neubaustadtteil Dietenbach bauen fĂŒr den Luxus, die WohnflĂ€chen pro Kopf fĂŒr alle Freiburger bis 2030 um 18 mal jĂ€hrlich um 0,2 qm zu erhöhen, also um 3,6 qm, fĂŒr eine 4-Personen-Familie sind das rund 14 qm mehr oder typisch monatlich 140 Euro höhere Warmmiete. Wer kann das bezahlen?“, protestierte der Freiburger Verein ECOtri­nova kĂŒrzlich in Schreiben an den Gemeinderat, an den OberbĂŒrger­meister Dr. Salomon und die BĂŒrgermeisterriege. „Die Aufgabe, Wohnraum fĂŒr eine wachsende Einwohnerschaft zu schaffen, umfasst nicht die Aufgabe, den Wohnraum pro Kopf fĂŒr alle in Freiburg jĂ€hrlich zu vergrĂ¶ĂŸern. Gerade das haben jedoch Stadt und Gemeinderat zu einer ent­scheidenden Grundlage fĂŒr den angeblichen Bedarf fĂŒr Dietenbach gemacht,“ so ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg Löser. Die WohnflĂ€che pro Person in Freiburg liegt bei 37 bis 38 qm (1). Sie war zuletzt von 2011 auf 2012 etwas gesunken.(1) Ein angeblicher Freiburger Nachholbedarf an WohnflĂ€che pro Person, so in der Gemeinderats-Drucksache 12-194 Anlage 2 Grafik S.10 (2), ergebe mit jĂ€hrlich 0,2 qm pro Person bis 2030 den dort ausgewiesenen angeblichen Zusatzbedarf an 837.000 qm WohnflĂ€che (2), dies wĂ€re fĂŒr die ganze schon vorhandene Bevölkerung. Das sei aber zwei Drittel mehr als die bei Dietenbach in der Testplanung vom Okt. 2015 vorgese­henen rund 500.000 qm Wohn­flĂ€che fĂŒr 5.000 Wohnungen. (3) Laut MietshĂ€usersyndikat betragen bei deren 21 Freiburger Projekten die WohnflĂ€chen durchschnittlich nur 29 bis 30 qm. (4) Bekanntlich benötigen junge Familien mit Kindern i.d.R. 20 – 30 qm pro Person.

ECOtrinova riet Gemeinderat und Stadt nun, den jĂ€hrlichen Pro-Kopf-WohnflĂ€chenzuwachs fĂŒr alle Freiburger als Hauptgrundlage fĂŒr Dietenbach abzuschaffen, den anstehenden stĂ€d­tebaulichen Wettbewerb fĂŒr Dietenbach zu stoppen, die hohen Kosten zu sparen und sich auf die Alternativen zu konzentrieren. Weit ĂŒber 100 Hektar landwirtschaftliche FlĂ€chen wĂŒrden sonst bei Dietenbach unnötig vernichtet, und es wĂŒrde von der Stadt versucht, Landwirte zu enteig­nen fĂŒr angebliches Gemeinwohl, das unter obigen Voraussetzungen nicht vorliege.

Der Nachholbedarf an WohnflĂ€che pro Kopf bestehe fĂŒr Freiburg eigentlich gar nicht. Ein Anstieg in Richtung des höheren deutschen Durchschnittwerts sei nicht nötig und sei ver­meidbar. Denn Freiburg habe rund 35.000 Studierende bei kleinem Wohnraum pro Kopf. Es gebe im Durch­schnitt relativ kleine Einkommen, die relativ kleine WohnflĂ€chen benötigen. Und Frei­burg habe viel weniger Leerstand als der deutsche Durchschnitt. Es gebe Instrumente, um die Wohn­flĂ€che pro Kopf sogar zu senken: Bauliche Instrumente seien, kleinere bezahl­barere und auf­teilbare Woh­nungen zu bauen, bestehende Wohnungen zu verkleinern oder zu teilen; soziale seien z.B. Wohnen fĂŒr Hilfe, Senioren-WGs, Mehrgenerationenwohnen.

Der WohnflĂ€chenbedarf fĂŒr eine ggf. stĂ€rker wachsende Bevölkerung kann, so ECOtrinova, u.a. mit dem FNP 2020 (2), vorliegenden Baurechten (2), mit dem geplanten kleinen Neubau-Stadt­teil ZĂ€hringen-Nord plus ggf. mit Teilen des kommenden Perspektivplans – ohne Dietenbach -, mit Dachausbauten und Aufstockungen sowie regionaler Koordination und ökosozialem Stadtum­bau gedeckt werden.
 
 

Verschiedenes 
 
 
NABU: Erneut Verdacht auf illegale Wolfstötung
Zweiter Fall innerhalb von 14 Tagen - NABU initiiert VerbÀndegesprÀch mit Deutschem Bauernverband, Vereinigung deutscher SchafzuchtverbÀnde und Deutschem Jagdverband

Am Sonntag wurde auf einer Weide bei Köhlen, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen, ein Tier gefunden, bei dem es sich nach EinschĂ€tzung des niedersĂ€chsischen Umweltministeriums um einen erschossenen Wolf handeln soll. Dies ist der zweite Fall eines getöteten Wolfes innerhalb von 14 Tagen. Erst am 12. September wurde ein geköpfter Wolf in der NĂ€he von Schenkendöbern (Spree-Neiße) im SĂŒden Brandenburgs gefunden.
Der Kadaver, der nach Augenzeugenberichten eine Schussverletzung aufwies, wurde am Montag fĂŒr eine umfassende Untersuchung nach Berlin in das Institut fĂŒr Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht. Das IZW ist Teil des Dokumentations- und Beratungszentrums des Bundes zum Wolf (DBBW) und ĂŒbernimmt dort vor allem die wissenschaftliche Untersuchung und Forschung der in Deutschland tot aufgefundenen Wölfe. Dabei kann auch mit modernster Computertomographie festgestellt werden, ob der Kadaver die Folgen einer Schussverletzung trĂ€gt.

Der NABU verurteilt diesen offensichtlichen Fall einer erneuten Straftat gegen das streng geschĂŒtzte Tier. Seit dem Jahr 2000 ist dies der 20. illegal getötete Wolf in Deutschland. Der NABU begrĂŒĂŸt, dass die LandesjĂ€gerschaft Niedersachsen Strafanzeige gestellt und eine Belohnung von 3.000 Euro fĂŒr sachdienliche Hinweise ausgesetzt hat, die zur Ergreifung des TĂ€ters fĂŒhren. Doch leider haben in Aussicht gestellte Belohnungen in der Vergangenheit bislang nicht dazu gefĂŒhrt, dass die TĂ€ter im Fall illegal getöteter Wölfe tatsĂ€chlich ermittelt wurden. „Es kann nicht sein, dass wir alle paar Wochen einen illegal getöteten Wolf finden und Belohnungen aussetzen, die niemand in Anspruch nimmt. Wir mĂŒssen jetzt gemeinsam mit JĂ€gern, Landwirten und Nutztierhaltern dafĂŒr sorgen, dass eine solche Straftat in Zukunft verhindert und strenger geahndet wird“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Aus diesem Grund hat NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Miller seine GeschĂ€ftsfĂŒhrerkollegen von Bauernverband, Jagdverband und Vereinigung der SchafzĂŒchterverbĂ€nde zu einem VerbĂ€ndegesprĂ€ch eingeladen.

Wer auf Wölfe schieße, der torpediere auch die Erfolge des Wolfsmanagements. „Daher wĂŒnschen wir uns einen schnellstmöglichen Austausch mit Vertretern des Deutschen Bauernverbandes, der Vereinigung deutscher SchafzuchtverbĂ€nde und des Deutschen Jagdverbandes im Rahmen eines KrisengesprĂ€ches, um zu beraten, was getan werden muss, um gemeinsam solche kriminellen AuswĂŒchse zu verhindern“, so Miller weiter.
Das unerlaubte Töten eines streng geschĂŒtzten Wolfes ist eine Straftat und kann nach Bundesnaturschutzgesetz mit GefĂ€ngnisstrafen von bis zu fĂŒnf Jahren geahndet werden.
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Verschiedenes 
 
 
UmweltverbĂ€nde kritisieren Vorstoß der deutschen Bundesregierung
zur Streichung der EU-Recyclingziele

Höhere EU-Recyclingquoten und schnell wirksame Maßnahmen gegen die zunehmende Abfallverbrennung gefordert


Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) kritisieren den aktuellen Versuch der deutschen Bundesregierung, die Erhöhung der Recyclingquoten auf europĂ€ischer Ebene zu verhindern. Wie aus einem den VerbĂ€nden vorliegenden Papier der fĂŒr das Kreislaufwirtschaftspaket zustĂ€ndigen EU-Arbeitsgruppe hervorgeht, hatte die Bundesregierung die Festlegung höherer Recyclingquoten zu verzögern versucht, weil sie die von der EU-Kommission vorgeschlagene Berechnungsmethode ablehnt. Deutschland drĂ€ngte demnach in der EU-Arbeitsgruppe darauf, Zielvorgaben fĂŒr die stoffliche Verwertung von SiedlungsabfĂ€llen jahrelang auszusetzen.

Die UmweltverbĂ€nde warnen vor einem falschen und verheerenden Signal Deutschlands als selbst ernanntem „Recycling-Weltmeister“ an die anderen EU-Mitgliedstaaten und fordern von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, sich fĂŒr die frĂŒhzeitige Festlegung ambitionierter EU-Recyclingquoten einzusetzen und den jetzigen Vorschlag Deutschlands zur Streichung der Recyclingquoten aus dem EU-Kreislaufwirtschaftspaket zurĂŒckzuziehen.

Eine frĂŒhzeitige Festlegung höherer Recyclingquoten sei notwendig, damit langfristige Investitionsentscheidungen in den Aufbau von Sammelsystemen, Sortieranlagen und Recycling-Technologien getroffen werden können. Stattdessen befördere die Bundesregierung mit ihrer jetzigen Linie ein bloßes Deponierungsverbot fĂŒr unbehandelte AbfĂ€lle ohne zusĂ€tzliche Recyclingvorgaben. Dadurch entstĂŒnden lediglich Anreize fĂŒr den Bau weiterer MĂŒllverbrennungsanlagen, deren lange Laufzeiten und niedrige Entsorgungspreise den Aufbau einer starken Recyclingwirtschaft verhindern, so die VerbĂ€nde. Deutschland mĂŒsse daher auch die von der EU-Kommission vorgeschlagene Berechnungsmethode annehmen, nach der AbfĂ€lle erst als recycelt gelten, wenn sie einem abschließenden Recyclingverfahren zugefĂŒhrt werden, also auch Fremdmaterialien und FehlwĂŒrfe zuvor aussortiert werden.

Bislang werden in Deutschland bei den meisten getrennt erfassten Siedlungsabfallströmen auch Fremdmaterialien und FehlwĂŒrfe als recycelt gewertet, was zu unrealistisch hohen Recyclingquoten fĂŒhrt. Die Bundesregierung mĂŒsse nun alles daransetzen, die EU-Abfallhierarchie konsequent umzusetzen und ambitionierte Ziele zur Abfallvermeidung, Wertstofferfassung und zum Recycling zu erreichen, fordern die VerbĂ€nde. Sollte sich Deutschland mit dem neuen Vorstoß durchsetzen, werde dies langfristig negative Folgen fĂŒr die Kreislaufwirtschaft in der EU haben, warnen die VerbĂ€nde.
 
 




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