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Montag, 23. Januar 2017
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Verschiedenes 
 
Demo in Berlin:
Foto: "www.wir-haben-es-satt.de / Die Auslöser Berlin
 
Demo in Berlin: "Wir haben Agrarindustrie satt!"
18.000 Bauern und BĂŒrger fordern Wende in der Agrar- und ErnĂ€hrungspolitik

130 Traktoren aus ganz Deutschland fĂŒhren Demonstration an / BĂŒndnis fordert in 9-Punkte-Plan tier-, umwelt- und klimagerechten Umbau der Landwirtschaft

Berlin, 21.1.17. Parallel zur GrĂŒnen Woche zogen heute bei der "Wir haben es satt!"-Demonstration 18.000 Menschen fĂŒr Bauernhöfe und den tier- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft durch das Berliner Regierungsviertel. AngefĂŒhrt von rund 130 Traktoren drĂŒckten die Demonstranten unter dem Motto "Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen!" lautstark ihren Protest gegen die Industrialisie­rung der Landwirtschaft aus. Bereits am Morgen hatten konventionell und ökologisch wirtschaftende Bauern am Bundeslandwirtschaftsministerium neun Forderungen zur Bundestagswahl ĂŒberreicht. Der Tenor des 9-Punkte-Plans: Die gravierenden Krisen in der Landwirtschaft erfordern nicht folgenloses Reden, sondern entschlossenes Handeln.

"Wir fordern ein Ende der Subventionen fĂŒr die Agrarindustrie und den Stopp von Mega-Fusionen im Agrar­sektor. Stattdessen brauchen wir Anreize fĂŒr Bauern, die Tiere besonders artgerecht halten und umwelt­schonend wirtschaften", sagt Jochen Fritz, Sprecher des "Wir haben es satt!"-BĂŒndnisses, dem mehr als 100 Organisationen aus Landwirtschaft, Imkerei, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz, Entwicklungsorga­nisationen und dem Lebensmittelhandwerk angehören. Fritz weiter: "Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt muss endlich dafĂŒr sorgen, dass die bĂ€uerlichen Betriebe vom gesellschaftlich gewollten Umbau hin zu einer ökologischeren, tierfreundlicheren Landwirtschaft profitieren. Herr Schmidt darf nicht noch mehr Zeit verlieren und muss Agrarpolitik fĂŒr Bauern statt Agrarindustrie machen!" Außerdem fordern die Demonstran­ten im Wahljahr unter anderem die konsequente Förderung von Bauernhöfen sowie die drastische Reduzie­rung von Pestiziden und Antibiotika.

Das BĂŒndnis kritisiert, dass aufgrund fehlgeleiteter Agrarpolitik in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Bauernhöfe aufgeben mussten. Außerdem belaste die deutsche Agrarpolitik, insbesondere durch ĂŒbermĂ€ĂŸige Fleischproduktion, die Umwelt und das Klima und zerstöre durch Dumpingexporte kleinbĂ€uerli­che Strukturen ĂŒberall auf der Welt. Gleichzeitig formierten sich immer grĂ¶ĂŸere, global agierende Konzerne. In der Fusion der Chemiekonzerne Bayer und Monsanto sieht das BĂŒndnis eine große Bedrohung, da kĂŒnf­tig mehr als 60 Prozent des Saatgut- und Agrochemiemarktes von drei Mega-Konzernen beherrscht wĂŒrden. Die Kartellbehörden mĂŒssten verhindern, dass bĂ€uerliche Betriebe und Konsumenten von patentiertem Saatgut abhĂ€ngig werden. Auf dem Traktor eines Brandenburger Bauers war zu lesen: "Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!"

An der Spitze des Demonstrationszuges liefen zahlreiche junge BĂ€uerinnen und Bauern, die einen Hof grĂŒn­den wollen. Ihnen fehlt aber vielfach der Zugang zu landwirtschaftlich nutzbarem Boden. Julia Rupp, 26-jĂ€hrige BĂ€uerin aus Honhardt in Baden-WĂŒrttemberg, sagte: "Als junge Generation wollen wir eine Zukunft auf dem Land, uns werden aber zu viele Steine in den Weg gelegt. Wir brauchen dringend ein Agrarstruktur­gesetz, das Landkauf- und Pachtrechte bevorzugt an junge BĂ€uerinnen und Bauern gibt, nicht an Investo­ren. Wir mĂŒssen den Niedergang der bĂ€uerlichen Landwirtschaft und des Lebensmittelhandwerks aufhalten, sonst kommt es zum Strukturbruch. Unsere Lebens- und ErnĂ€hrungsgrundlage lassen wir uns nicht von Ag­rarkonzernen wegnehmen!"

Die Demonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen konventionelle Landwirte. Seit sie­ben Jahren praktiziert "Wir haben es satt!" den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, konventionellen und Öko-Bauern sowie Lebensmittelhandwerkern, um gemeinsam Wege fĂŒr eine bĂ€uerliche Zukunftslandwirtschaft zu finden.
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Verschiedenes 
 
Karlsruhe: Waldkauz, Blindschleiche und Klatschmohn
Der Klatschmohn ist Blume des Jahres / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Waldkauz, Blindschleiche und Klatschmohn
Manche "Art des Jahres" ist auch in Karlsruhe anzutreffen

Verschiedene VerbĂ€nde und Institutionen benennen alljĂ€hrlich Arten des Jahres. Der Naturschutzbund Deutschland zĂ€hlt mehr als 30 „Jahreswesen“ auf, darunter beispielsweise das „gefĂ€hrdete Nutztier des Jahres“, die deutsche Pekingente, oder den „Pilz des Jahres“, das Judasohr.

Vogel des Jahres ist der Waldkauz. Er bevorzugt Laub- und MischwĂ€lder sowie reich strukturierte Landschaften wie WĂ€lder, Wiesen oder StreuobstbestĂ€nde. Die Forstverwaltung hilft ihm wie auch anderen Tieren durch ihr Alt- und Totholzkonzept, mit dem Habitatbaumgruppen von etwa zehn bis 15 BĂ€umen und rund einem bis drei Hektar große Waldrefugien ausgewiesen werden.

Den eigentlich im Wald lebenden Waldkauz gibt es im gesamten Karlsruher Stadtgebiet. Im Gegensatz zur Haselmaus, dem Wildtier des Jahres. Sie ist keine Maus, sondern gehört zur Familie der Bilche. Weil die Landschaft immer strukturĂ€rmer wird und weniger Hecken und Feldgehölze vorhanden sind, wird sie auch hier immer seltener. Das etwa sieben Zentimeter kleine, nachtaktive Tier ist sehr scheu. Es klettert gerne im GebĂŒsch, hĂ€lt momentan aber Winterschlaf. Auch der Baum des Jahres, die Fichte, ist im Karlsruher Stadtgebiet nicht mehr nennenswert vorzufinden, weil die klimatischen VerhĂ€ltnisse nicht geeignet sind. Es ist fĂŒr den einstigen „Brotbaum der Forstwirtschaft“ in Karlsruhe zu warm und es gibt zu wenig NiederschlĂ€ge. Der Flachwurzler ist durch den Klimawandel bedroht. Er war einstmals in Karlsruhe und an vielen anderen Orten im Übermaß angepflanzt.

Immer weitere Verbreitung, wahrscheinlich als Gewinnerin des Klimawandels, findet die Gottesanbeterin. Das Insekt des Jahres war frĂŒher nur am Kaiserstuhl zuhause, breitet sich aber seit etwa 15 Jahren auch in Karlsruhe aus. Wenn ein Garten nicht naturfern angelegt ist, bietet er Heimat fĂŒr die Blindschleiche, das Kriechtier des Jahres.

Relativ anspruchslos ist der Klatschmohn, die Blume des Jahres. Er ist, anders als andere AckerwindenkrĂ€uter, noch nicht gefĂ€hrdet, geht aber wegen intensiver Landwirtschaft zurĂŒck. Zu finden ist er auch auf BrachflĂ€chen. BlĂŒtenreiche, nicht hochgedĂŒngte Wiesen liebt der Schmetterling des Jahres 2017, die Goldene Acht. Dort auch noch zu finden, aber eher selten, ist die Knautien-Sandbiene als Wildbiene des Jahres. Die Gemeine Keiljungfer, Libelle des Jahres, fliegt von Mai bis Juli an Ufern grĂ¶ĂŸerer FlĂŒsse und an Seen.

zum Bild oben:
NOCH NICHT GEFÄHRDET: Der Klatschmohn ist Blume des Jahres. Seine BestĂ€nde gehen aber wegen intensiver Landwirtschaft zurĂŒck./ Foto: Stadt Karlsruhe
 
 


Verschiedenes 
 
NABU setzt auf MobilitÀtsangebote der Deutschen Bahn
Foto: DB/Christoph Dross
 
NABU setzt auf MobilitÀtsangebote der Deutschen Bahn
Corporate-Carsharing-Station der DB Rent an der NABU-BundesgeschÀftsstelle eröffnet

Am 11. Januar haben Sylvia Lier, Vorsitzende der GeschĂ€ftsfĂŒhrung DB Rent und Andreas Gehlhaar, Umwelt-Chef der DB gemeinsam mit NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller eine Corporate-Carsharing-Station der DB Rent an der BundesgeschĂ€ftsstelle des NABU eröffnet. In der CharitĂ©straße 3 in Berlin-Mitte werden kĂŒnftig fĂŒnf Flinkster Carsharing-Fahrzeuge zu Hause sein. Das Besondere: Die Fahrzeuge sind sowohl fĂŒr dienstliche und private Fahrten der NABU-Mitarbeiter als auch fĂŒr Flinkster-Kunden zur Nutzung freigegeben. Mitarbeiter wie auch private Kunden können die Autos vorreservieren, um zum Zeitpunkt der geplanten Fahrt verlĂ€sslich auf ein Fahrzeug zurĂŒckgreifen zu können.

Weil die DB Rent das Risiko fĂŒr die Auslastung der Fahrzeuge trĂ€gt, mĂŒssen dafĂŒr von Seiten des NABU keine Ressourcen zur VerfĂŒgung gestellt werden. Durch den innovativen Pay-per-use-Ansatz zahlt der NABU nur fĂŒr die tatsĂ€chliche Nutzung der Fahrzeuge. Angeboten werden zwei Ford Fiesta, zwei Ford Focus Kombi und ein Ford Mondeo.
„Corporate Carsharing ist wirtschaftlich effizienter und umweltfreundlicher als der klassische Dienstwagen-Fuhrpark, sagt Sylvia Lier, Vorsitzende der GeschĂ€ftsfĂŒhrung DB Rent. „Gemeinsam mit dem NABU bieten wir intelligente und clever vernetzte MobilitĂ€t nach Maß.“

„Wir brauchen einen ehrlichen und aktiven Klimaschutz. Dazu reichen die Deutsche Bahn und der NABU sich die Hand. Als das grĂŒne MobilitĂ€tsunternehmen nehmen wir damit unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr“, sagt Andreas Gehlhaar, Umwelt-Chef der DB.

Ziel des NABU ist es, fĂŒr Dienstreisen eine klimaschonende MobilitĂ€t aus einer Hand zu bekommen. Mit der Bahn als primĂ€rem Verkehrsmittel und bedarfsgerechten Anschlussmöglichkeiten durch Flinkster und Call a Bike. „Der NABU setzt in Sachen MobilitĂ€t insbesondere auf die Schiene. Wenn das Auto gebraucht wird, dann möglichst geteilt. Mit den Angeboten von DB Rent können wir auf verschiedene Fahrzeugkategorien zurĂŒckgreifen. Aber auch fĂŒr Privatfahrten stehen die Fahrzeuge unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kĂŒnftig zur VerfĂŒgung. Dadurch wird das eigene Fahrzeug immer ĂŒberflĂŒssiger“, sagt Leif Miller, NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des NABU, der NAJU und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe stehen am Standort Berlin darĂŒber hinaus fĂŒr Dienstwege im Stadtgebiet NABU-eigene FahrrĂ€der zur VerfĂŒgung.
 
 

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BUND und NABU sehen Bund und LĂ€nder in der Pflicht
Gesamtkonzept fĂŒr die Elbe darf kein Papiertiger bleiben

Bund und LĂ€nder haben heute am 17. Januar 2017 ein Gesamtkonzept fĂŒr die Elbe (GKE) beschlossen. Damit wird eine wichtige Grundlage geschaffen fĂŒr den zukĂŒnftigen Umgang mit der Elbe. Mit dem Konzept wollen Bund und LĂ€nder die Nutzung der Elbe als Wasserstraße mit den Zielen des Naturschutzes in Einklang bringen. Die UmweltverbĂ€nde BUND und NABU sehen nun die Politik in Bund und LĂ€ndern in der Pflicht, das Konzept mit Leben zu fĂŒllen und die offenen Fragen und Konflikte zu klĂ€ren. Die Elbe ist aus Naturschutzsicht von besonderer Bedeutung, weil sie der letzte weitgehend frei fließende Fluss in Deutschland ist.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Die UmweltverbĂ€nde konnten bei Bund und LĂ€ndern erreichen, dass der Stopp und die Umkehr der Sohlerosion ganz oben auf die Agenda gesetzt wurde. Dies ist eine wichtige Voraussetzung fĂŒr den Schutz der Flussauen entlang der Elbe. Damit haben wir eines der wesentlichen Naturschutzziele verankert. Politik und Verwaltung mĂŒssen nun zeigen, dass sie diese Herausforderung zĂŒgig angehen. Wir werden den weiteren Prozess kritisch begleiten und sehr genau hinschauen.“

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Gut ist, dass Bund und LĂ€nder den Schutz der Elbe endlich gemeinsam angehen wollen. Um an der Elbe ökologische Hochwasserschutzmaßnahmen voranzubringen und mehr fĂŒr die Sicherung der Flussauen zu tun, sind zwischen Bund und LĂ€ndern jetzt umgehend die Kompetenzen zu klĂ€ren und die Fragen der Finanzierung zu beantworten.“
 
 


Verschiedenes 
 
 
NABU: Zehn Jahre nach Orkan "Kyrill" – Waldumbau vorantreiben
LaubmischwÀlder trotzen Unwetter besser als Fichten-Monokulturen

Zehn Jahre nach dem Orkan „Kyrill“ sieht der NABU den Waldumbau hin zu naturnĂ€heren und widerstandsfĂ€higeren WĂ€ldern als noch ausbaufĂ€hig an. Nach wie vor ist der Anteil naturferner NadelwĂ€lder hoch. Naturnahe LaubmischwĂ€lder, die derzeit gerade mal auf gut einem Drittel der WaldflĂ€che vorkommen, waren in der Vergangenheit kaum von den großen StĂŒrmen betroffen. Der NABU sieht angesichts der schweren SchĂ€den, die unter anderem „Kyrill“ vor zehn Jahren angerichtet hat, weiterhin großen Bedarf, die Entwicklung von naturnahen WĂ€ldern in Deutschland voranzutreiben.

„Es ist davon auszugehen, dass schwere Unwetterereignisse, wie StĂŒrme und Starkregen, als Folge des Klimawandels weiter zunehmen werden. Wir Menschen können dabei nur von der Natur lernen: Unsere heimischen LaubwĂ€lder haben ĂŒber Jahrhunderte gute Strategien gegen extreme Wetterereignisse entwickelt. Deshalb mĂŒssen wir die Entwicklung widerstandsfĂ€higer WĂ€lder fördern und den Waldumbau hin zu naturnahen WĂ€ldern vorantreiben. Das sollte eine prioritĂ€re Aufgabe der Forstwirtschaft sein“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Viele Waldbesitzer setzen aus ökonomischen GrĂŒnden wieder vermehrt auf die Förderung von Fichte und Kiefer oder pflanzen nicht-heimische Baumarten wie Douglasie und KĂŒstentanne an, weil diese Baumarten schnell wachsen und Nadelhölzer zu gut 80 Prozent den wirtschaftlichen Ertrag der Forst- und Holzindustrie ausmachen. Die zur Flachwurzel neigende Fichte wird im Zuge des Klimawandels mit Trockenheit zu kĂ€mpfen haben, in Kiefer-Monokulturen treten zudem zunehmend Massenvermehrungen von nadelfressenden Insekten auf. Auch der nach Kyrill verstĂ€rkte Anbau von Douglasien ist aus NABU-Sicht kritisch zu sehen, da diese in Deutschland nicht heimisch sind und als Ă€hnlich anfĂ€llig fĂŒr starke Winde gelten wie die Fichte.

„Bei Sturm sind Nadelhölzer besonders gefĂ€hrdet. Sie tragen auch im Winter Nadeln und bieten damit eine große AngriffsflĂ€che fĂŒr den Wind. Gerade Fichten-Monokulturen sind oft so dicht aufgewachsen, dass die BĂ€ume auf die Stabilisierung der NachbarbĂ€ume angewiesen sind. Reißt der Wind ein Loch in solch einen Forst, kommt es zum Dominoeffekt und die BĂ€ume kippen der Reihe nach um. NatĂŒrliche LaubmischwĂ€lder sind deutlich stabiler, weil sie im Winter keine BlĂ€tter haben und im Boden meist gut und tief verwurzelt sind“, so Tschimpke weiter.

Der NABU fordert von Bund und LĂ€ndern klare Anreize fĂŒr den Umbau der Nadelforste in artenreiche heimische LaubmischwĂ€lder zu schaffen und auszubauen. Ziel mĂŒsse es sein, den ökologischen Zustand unserer WĂ€lder deutlich zu verbessern und den Artenschwund im Wald zu stoppen. Politik, Waldbesitzer, Waldbewirtschafter und NaturschĂŒtzer stĂŒnden gemeinsam in der Pflicht, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass der Schutz und die Nutzung des Waldes miteinander in Einklang gebracht und Deutschlands WĂ€lder fit gemacht werden fĂŒr die Herausforderungen des Klimawandels.

„Klimaschutz – und das heißt auch die Verringerung der Risiken fĂŒr die WirtschaftswĂ€lder – muss Hand in Hand gehen mit dem Schutz der biologischen Vielfalt. Deshalb sind auch in den WirtschaftswĂ€ldern weiterhin die heimischen Laubbaumarten wie Rotbuche, Eiche, Birke, Linde und Vogelkirsche zu fördern“, so NABU-Waldexperte Stefan Adler.
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Verschiedenes 
 
 
Wintererlebnis am Schauinsland
Forstamt appelliert an das Umweltbewusstsein aller Besucher

Auf den Wegen bleiben, Hunde an die Leine, Abfall mitnehmen

Tief verschneit prÀsentiert sich derzeit Freiburgs Hausberg,
der Schauinsland. Die ergiebigen SchneefÀlle der letzten
Wochenenden haben bis in die Tallagen ausgezeichnete
Bedingungen fĂŒr Wintersport geschaffen. So laden die Loipen,
Winterwanderwege, RodelhÀnge und Skipisten zu
besonderem WintervergnĂŒgen ein.

Viele dieser Abfahrten, Loipen und Wege liegen im
Naturschutzgebiet Schauinsland. Sie wurden so angelegt,
dass ein Miteinander von Naturschutz, Erholung und Sport
möglich ist. „Leider fĂŒhrt die Unkenntnis ĂŒber den
Streckenverlauf und die Lust auf ein Abenteuer abseits der
Massen dazu, dass der Bergwald im Naturschutzgebiet auf
immer neuen, individuellen AbkĂŒrzungen befahren wird. Dies
ist ein großes Problem fĂŒr die Wildtiere, denen keine
RĂŒckzugsbereiche mehr bleiben“, sagt Philipp Schell,
Revierförster am Schauinsland.

Wild lebende Tiere sind im Winter hohen Belastungen
ausgesetzt. Die KĂ€lte zehrt an ihnen, Nahrung ist knapp und
schwer zu erreichen. Werden sie dann noch durch
Wintersportler gestört und zur Flucht gezwungen, verbrauchen
sie dabei viel Energie. Oft können sie diesen Energieverlust
nicht mehr ausgleichen und werden stark geschwÀcht. Im
Extremfall sterben sie den Erschöpfungstod.
Darum appelliert das stÀdtische Forstamt an alle
Besucherinnen und Besucher des Naturschutzgebietes
Schauinsland:

o Seien Sie fair zur Natur! Bleiben Sie bei AusflĂŒgen am
Freiburger Hausberg und im winterlichen Bergwald
unbedingt auf den ausgewiesenen Pisten, Loipen und
Winterwanderwegen. Sie sind so angelegt, dass sie die
Ruhezonen fĂŒr Wildtiere nicht durchqueren.
o Gegen ein gemeinsames Wintererlebnis mit Ihrem
Hund spricht nichts, sie sollten ihn aber unbedingt an
die Leine nehmen.
o Das Erlebnis Winterwald lebt auch von der Stille.
Vermeiden Sie unnötigen LÀrm. Das freut die Wildtiere
und die ĂŒbrigen Besucher.
o Nehmen Sie Ihre EindrĂŒcke mit ins Tal – und Ihren
Abfall.
o Verzichten Sie auf WintersportaktivitÀten in der
DĂ€mmerung oder bei Nacht. Das sind oft die einzigen
annÀhernd störungsfreien Zeiten, die den Wildtieren zur
Nahrungsaufnahme bleiben.

Die Winterwanderkarte zum Schauinsland gibt es bei der
Schauinslandbahn, dem Forstamt in der GĂŒnterstalstraße 71
und der Tourist-Info am Rathausplatz.

Das Forstamt wĂŒnscht viel Spaß im Schnee!
 
 

Verschiedenes 
 
 
Klage gegen Offshore-Park geht ans Oberverwaltungsgericht MĂŒnster
Windpark Butendiek vertreibt streng geschĂŒtzte Vögel aus Schutzgebiet

Am 11. Januar hat der NABU Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln im Fall des umstrittenen Offshore Windparks Butendiek westlich von Sylt eingereicht. Die Richter hatten die Klage des NABU auf Sanierung eines Umweltschadens Ende November 2016 abgelehnt. Jetzt entscheidet in nĂ€chster Instanz das Oberverwaltungsgericht MĂŒnster darĂŒber, ob die Klage begrĂŒndet ist und wie der Gebietsverlust im Vogelschutzgebiet „Östliche Deutsche Bucht“ durch den Windpark saniert werden kann. „Leider stĂŒtzt das Urteil das verantwortungslose Taktieren der zustĂ€ndigen Bundesbehörden. Ein Vogelschutzgebiet wird zerstört und alle schauen weg“, kritisiert NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Wissenschaftliche Untersuchungen aus dem FrĂŒhjahr 2016 zeigen, dass seltene Stern- und Prachttaucher, aber auch Alken- und Möwenvögel die Windparks mit ĂŒber sechs bis acht Kilometern Abstand viel weitrĂ€umiger meiden als vorhergesagt. Butendiek fĂŒhrt mit weiteren angrenzenden Windparks dazu, dass die Vögel aus dem Schutzgebiet heraus gedrĂ€ngt werden. „Die Ergebnisse sind beunruhigend. Das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie hĂ€lt bis heute wichtige Monitoringergebnisse zurĂŒck, was im Rechtsverfahren dazu fĂŒhrte, dass das Bundesamt fĂŒr Naturschutz die Frage des Umweltschadens nicht bewerten konnte“, so Miller. Jetzt hat der NABU einen Antrag nach Umweltinformationsgesetz gestellt, um die Daten selbst auswerten zu können.

Das Kölner Gericht wies die Klage des NABU auf Schadenssanierung ab, da es die Rechtsauffassung vertritt, dass das Umweltschadensgesetz wie hier bei genehmigten Windparks nicht anwendbar sei. Hiermit wĂ€re dessen Anwendungsbereich drastisch eingeschrĂ€nkt. Sollte sich diese Auffassung in Deutschland durchsetzen, wĂŒrde nach NABU-Meinung die EU-Umwelthaftungsrichtlinie ad absurdum gefĂŒhrt. „Das Oberverwaltungsgericht muss diese dringende Frage jetzt klĂ€ren. Das kann Jahre dauern. Diese Zeit haben die Vögel in der Nordsee aber nicht. BSH und BfN mĂŒssen sofort handeln und Maßnahmen zum Schutz der Arten im EU-Vogelschutzgebiet einleiten. Sonst ist es bald zu spĂ€t“, mahnt Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte.

Im April 2014 hatte der NABU Klage gegen den Offshore Windpark Butendiek westlich von Sylt eingelegt. Der NABU warnte vor Auswirkungen auf streng geschĂŒtzte Seevögel und Schweinswale und stĂŒtzte sich auf ein eigenes Rechtsgutachten, welches grobe VerstĂ¶ĂŸe im Genehmigungsverfahren des BSH offenlegte. „Es folgten drei Verfahren an zwei Verwaltungsgerichten mit zweifelhaften Rechtsauffassungen, langen ZustĂ€ndigkeitsdebatten und wiederholten Verzögerungstaktiken der Behörden. Jetzt stellen wir fest, dass streng geschĂŒtzte Arten aus weiten Teilen des EU-Vogelschutzgebietes vertrieben werden. Ein klarer Verstoß gegen EU-Recht“, so Detloff.
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NABU: Viele Menschen, wenig Vögel
Erlenzeisig / Foto: Frank Hecker
 
NABU: Viele Menschen, wenig Vögel
Zwischenergebnisse zur Stunde der Wintervögel aus ĂŒber 56.000 GĂ€rten

Die siebte bundesweite „Stunde der Wintervögel“ steuert auf einen neuen Teilnahmerekord zu: Bis zum heutigen Dienstag sind deutschlandweit bereits Meldungen von mehr als 87.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunden aus ĂŒber 56.000 GĂ€rten beim NABU und seinem bayerischen Partner LBV eingegangen. Noch bis zum 16. Januar können ZĂ€hlergebnisse nachgemeldet werden, und auch die Eingabe der postalisch eingegangenen Meldungen steht noch aus. Daher erwartet der NABU den Vorjahresrekord von 93.000 Teilnehmern deutlich zu ĂŒbertreffen.

Weniger erfreulich sind die ZĂ€hlergebnisse. Wie schon im Vorfeld befĂŒrchtet, fehlt ein Teil der sonst in den GĂ€rten zu beobachtenden Wintervögel: Statt der knapp 42 Vogelindividuen pro Garten im langjĂ€hrigen Mittel wurden in diesem Jahr nur 34 Vögel pro Garten gemeldet – ein RĂŒckgang von knapp 20 Prozent. „Noch vor einem Jahr entsprachen die Zahlen den ĂŒblichen Werten. Damit bestĂ€tigen sich durch die systematische Bestandserfassung im Rahmen der Aktion die zahlreichen Meldungen von besorgten BĂŒrgern, die in den vergangenen Monaten von gĂ€hnender Leere an den FutterhĂ€uschen berichteten“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Ein genauer Blick auf die vorlĂ€ufigen Ergebnisse macht den Experten des NABU jedoch Mut: „Die extrem niedrigen Beobachtungsraten beschrĂ€nken sich auf solche Vogelarten, deren WinterbestĂ€nde hierzulande sehr stark vom Zuzug von Artgenossen aus dem kĂ€lteren Norden und Osten abhĂ€ngen“, sagt Miller.

Besonders deutlich wird dies bei allen sechs heimischen Meisenarten: Die hĂ€ufigen Kohl- und Blaumeisen sind in diesem Winter um ein Drittel weniger, die selteneren Tannen-, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeisen jeweils nur etwa halb so oft gesehen worden wie im Vorjahr. Auch die HĂ€lfte der Kleiber und Schwanzmeisen fehlt. Die WinterbestĂ€nde der Finkenarten Kernbeißer (Minus 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und Erlenzeisig (Minus 74 Prozent) sind dagegen lediglich – nach ihren HöhenflĂŒgen im vergangenen Winter – auf Normalmaß geschrumpft. „Andererseits haben wir ungewöhnlich hohe Zahlen von Arten, deren BestĂ€nde immer nur teilweise von uns nach SĂŒden abwandern“, stellt Miller fest. Zu diesen Arten gehört vor allem der Star, außerdem Amsel, Ringeltaube, Heckenbraunelle und Singdrossel. Diese Arten sind jedoch generell im Winter in kleineren Zahlen bei uns vertreten, so dass sie das Fehlen der hĂ€ufigen Wintervögel nicht ausgleichen können.

„Der Vergleich mit Daten aus der Beobachtung des Vogelzugs im vergangenen Herbst legt nahe, dass eine besonders geringe Wanderneigung vieler Vögel die auffallend niedrigen Vogelzahlen dieses Winters plausibel erklĂ€ren“, so Miller. Dazu passe auch, dass die RĂŒckgĂ€nge bei Meisen und Co. im Norden und Osten Deutschlands am geringsten ausfallen, Richtung SĂŒdwesten aber immer grĂ¶ĂŸer werden. „Vermutlich aufgrund des bis zum Beginn des ZĂ€hlwochenendes extrem milden Winters haben manche Wintervögel in diesem Jahr wohl auf halber Zugstrecke Halt gemacht.“

Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch, dass auch ein schlechter Bruterfolg bei Meisen und anderen Waldvögeln im vergangenen FrĂŒhjahr zur niedrigen Zahl an Wintervögeln in den GĂ€rten beigetragen hat. Dies kann wiederum anhand der Ergebnisse der nĂ€chsten großen VogelzĂ€hlung ĂŒberprĂŒft werden, wenn im Mai wieder tausende Vogelfreunde im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel“ die BrutzeitbestĂ€nde der heimischen Gartenvögel erfassen.

Eine Endauswertung der Ergebnisse zur „Stunde der Wintervögel“ ist fĂŒr Ende Januar geplant.
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