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Montag, 5. Dezember 2016
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Verschiedenes 
 
Importiertes Palmöl landet immer hÀufiger in europÀischen Tanks
Regenwald auf Gorontalo. / Foto: B. v. Gemerden/Vogelbescherming Netherland
 
Importiertes Palmöl landet immer hÀufiger in europÀischen Tanks
Biokraftstoffe sind der falsche Weg, Klimaziele im Verkehr zu erreichen

Der NABU sieht seine grundlegende Kritik an der Verwendung von Palmöl in Biokraftstoffen durch eine neue Studie der Umweltorganisation „Transport & Environment“ bestĂ€tigt. Demzufolge landet erstmals der grĂ¶ĂŸte Anteil europĂ€ischer Palmöl-Importe im Sprit – noch vor Lebensmitteln und Kosmetik. Im vergangenen Jahr stieg die Verwendung von Palmöl in europĂ€ischem Biodiesel noch einmal um drei Prozent auf insgesamt 3,35 Millionen Tonnen an. Zudem wiesen die Autoren der Studie nach, dass Biodiesel auf Basis von Palmöl keineswegs sauber ist: Er verursacht dreimal mehr CO2-Emissionen als fossiler Diesel.

„WĂ€hrend sich viele Konsumenten zu Recht Gedanken um palmölfreie Lebensmittel machen, wird ein Großteil des Palmöls einfach in unseren Motoren verfeuert. Das ist nicht nachvollziehbar und fĂŒhrt klimapolitisch in die Sackgasse“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Gerade am Beispiel von Palmöl zeige sich, dass Biokraftstoffe der falsche Weg seien, die Klimaziele im Verkehrsbereich zu erreichen. „Die Rechnung, verbrauchsstarke Verbrennungsmotoren mit scheinbar treibhausgasneutralen Kraftstoffen betreiben zu wollen, geht nicht auf. Jedes Jahr werden gigantische FlĂ€chen an Tropenwald gerodet und fĂŒr immer zerstört, nur um billiges Palmöl zu produzieren. Dabei ist der Weg fĂŒr die Zukunft des Verkehrs doch klar: Fahrzeuge mĂŒssen deutlich effizienter werden und wir brauchen mehr E-MobilitĂ€t bei gleichzeitigem Ausbau der Erneuerbaren Energien“, so Miller. Strengere CO2-Grenzwerte seien das deutlich wirksamere Mittel zur Emissions-Reduzierung bei Pkw und Lkw als der Versuch der Automobilkonzerne, die Klima-Verantwortung auf die Mineralölindustrie abzuwĂ€lzen.

Geradezu grotesk ist es nach Ansicht des NABU, dass in vielen Tropenwaldregionen mit hohem Aufwand versucht wird, verbleibende WĂ€lder als Kohlenstoffspeicher zu schĂŒtzen, wĂ€hrend auf der anderen Seite des Waldes FlĂ€chen fĂŒr Palmöl gerodet werden. „Die Auswirkungen der verfehlten europĂ€ischen Biokraftstoff-Politik können wir jeden Tag beobachten, zum Beispiel in unseren Projektregionen in Indonesien. Die WaldflĂ€chen schrumpfen hier bedrohlich und damit auch der Lebensraum fĂŒr gefĂ€hrdete Arten und indigene Völker. Herrschte in anderen Weltregionen ein Ă€hnlicher Durst nach palmölbasiertem Diesel wie in Europa, brĂ€uchten wir eine AnbauflĂ€che in der GrĂ¶ĂŸe der verbleibenden RegenwĂ€lder Borneos, Sumatras und Malaysias“, so Tom Kirschey, Leiter des NABU-Asienprogramms.

Derzeit erarbeitet die EuropĂ€ische Kommission einen Vorschlag zur Novellierung der Richtlinie fĂŒr Erneuerbare Energien (RED), die unter anderem den zulĂ€ssigen Anteil von Biokraftstoffen regeln wird. Der geleakte Entwurf sieht derzeit eine minimale Reduktion des Biokraftstoffanteils im Verkehrsbereich von 4,9 Prozent auf 3,8 Prozent im Jahr 2030 vor. Damit wĂ€re auch kĂŒnftig eine Beimischung von problematischen Pflanzenölen wie Palmöl mit seinen negativen Auswirkungen fĂŒr Natur und Klima zulĂ€ssig. Der NABU fordert stattdessen einen phasenweisen Ausstieg aus landbasierten Biokraftstoffen bis hin zum völligen Verbot.
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Verschiedenes 
 
 
Zum geplanten Neubaustadtteil Dietenbach
Umwelt- und NachhaltigkeitsverbÀnde teilen die Bedenken der "BI Pro Landwirtschaft
und Wald im Dietenbach & Regio i.G." anlÀsslich der ersten Traktoren-Demo am
25.11.2016 um 12 Uhr

Umweltvereine, und -verbĂ€nde aus Freiburg, die sich fĂŒr Ökologie, Soziales und
nachhaltiges Wirtschaften einsetzen, unterstĂŒtzen ausdrĂŒcklich die Kritik der BI Pro
Landwirtschaft und Wald im Dietenbach & Regio i.G., auf die sie mit einer Traktorenfahrt
durch Freiburg am 25.11.2016 von 12 Uhr bis 14Uhr aufmerksam machen möchten. Die
Unterzeichner halten einen Stadtteil Dietenbach fĂŒr ungeeignet, um die mit ihm
angestrebten Ziele wie z.B. die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und klimaneutralen,
flÀchensparendem Bauen zu erreichen. Es gebe auch in einer wachsenden Stadt Freiburg
viele kleinteiligere Alternativen. Ob eine von der Stadt angestrebte Enteignung der nicht
verkaufswilligen Landwirte angemessen und damit erfolgreich umgesetzt werden kann, bleibt
offen. Die Notwendigkeit und VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit des geplanten Stadtteils Dietenbach sind
entgegen der Bewertung der Stadtverwaltung aus Sicht der VerbÀnde nicht gegeben. Eine
weitere Belastung der Freiburger und regionalen Landwirtschaft durch
FlĂ€cheninanspruchnahme fĂŒr Siedlungs- und Verkehrszwecke ist gegenĂŒber zukĂŒnftigen
Generationen nicht zu verantworten.

Zu den vielen Alternativen gehören z.B. die bereits angelaufene Nachverdichtung und der
sozialökologische Umbau von mehreren Stadtquartieren fĂŒr mehr Wohnraum, ein kleiner
Neubaustadtteil ZĂ€hringen-Nord im Bereich der dortigen GroßparkplĂ€tze, Dachausbauten
und Aufstockungen, Leerstandkataster und Leerstandsmanagement. Auch der Neu- bzw.
Umbau im Bestand zur Schaffung von altersgerechten Wohnungen im geeigneten
(gewohnten) Umfeld ist erforderlich, um Menschen, die bislang in großen Wohnungen
wohnen, eine attraktivere, flĂ€chensparendere und ggf. kostengĂŒnstigere Alternative anbieten
zu können.

Die geplante Entwicklungsmaßnahme fĂŒr den Neubau-Stadtteil Dietenbach (vgl.
Gemeinderatsdrucksache-G-16/095) steht zudem bereits heute mit einem absehbaren,
haushaltsrechtlich unzulÀssigen Defizit in mindestens zweistelliger Millionen-Euro Höhe
unter so hohem finanziellen Druck, dass z.B. die mit ihr beabsichtigten Ziele "Schaffung von
bezahlbarem Wohnraum", Soziales“ und "klimaneutral" zu scheitern drohen. Bisher gibt es
kaum Anzeichen dafĂŒr, dass in dem Stadtteil ĂŒberhaupt Wohnungen entstehen können, die
fĂŒr niedrige Einkommen bezahlbar sind und dem freien Wohnungsmarkt auch dauerhaft
entzogen bleiben. Und auch bei der geforderten KlimaneutralitÀt fehlt bisher Einigkeit
darĂŒber, welche Kriterien erfĂŒllt sein mĂŒssen, um von klimaneutralem Bauen sprechen zu
können. Die Unterzeichner betonen, dass alle Alternativen, die ohne neuen Stadtteil auf der
"grĂŒnen Wiese" auskommen, geprĂŒft und umgesetzt werden mĂŒssen.

 
 


Veranstaltungen 
 
 
TTIP-CETA-TISA aktuell
Vorfahrt fĂŒr Konzerne und Investorengewinne oder fairer Handel?
Auch Demokratie, Öko-Landbau, Wasser, Energiewende und Klimaschutz im Visier?

Beim Samstags-Forum Regio Freiburg am Samstag, 3. Dezember, 10.30 Uhr in der UniversitĂ€t Freiburg i.Br., KollegiengebĂ€ude 1, Platz der UniversitĂ€t, Hörsaal 1098, ist "TTIP-CETA-TISA aktuell: Vorfahrt fĂŒr Konzerne und Investorengewinne oder fairer Handel?
Auch Demokratie, Öko-Landbau, Wasser, Energiewende und Klimaschutz im Visier?" Thema des Hauptvortrags von Sarah HĂ€ndel, LandesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin des gemeinnĂŒtzigen Vereins Mehr Demokratie Baden-WĂŒrttemberg e.V., Stuttgart, auf Einladung der Veranstaltergemeinschaft ECOtrinova e.V., Eine Welt Forum Freiburg e.V., Agenda-21 BĂŒro Freiburg mit Weiteren. Eine Podiums-Publikumsdiskussion auch mit Jaime Timoteo-Gonzalez, Bundeskoordination CETA-TTIP-Demo, Maria-Luisa Werne, Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, und Nikolaus Geiler, AK Wasser im BBU e.V., schließt sich an bis 12:45. Der Eintritt ist frei. Schirmherrin des Samstags-Forums ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Scheuklappen bei der Suche nach Ansteckungsquellen fĂŒr Vogelgrippe ablegen
NABU: Kritische Analyse beleuchtet Verbreitungswege fĂŒr Vogelgrippe in GeflĂŒgelwirtschaft

Angesichts einer aktuell veröffentlichten kritischen Analyse zum derzeitigen Auftreten der Vogelgrippe und ihrer Verbreitung erneuert der NABU seine Kritik an der bislang einseitigen Ursachenforschung zur Ausbreitung der GeflĂŒgelpest. Eine Gruppe unabhĂ€ngiger Experten des Wissenschaftsforums AviĂ€re Influenza (WAI) hat das bisherige Ausbruchgeschehen in Europa detailliert dokumentiert. Diese Aufstellung geht weit ĂŒber die aktuelle Risikoanalyse des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) vom 25.11.2016 hinaus. Anhand der aufgelisteten Indizien wird die Hypothese des FLI, dass das Vogelgrippe-Virus H5N8 allein durch Wildvögel verbreitet wird, kritisch hinterfragt. Zahlreiche Indizien sprechen vor allem fĂŒr eine Verbreitung des Virus durch die GeflĂŒgelwirtschaft selbst. Der NABU fordert das FLI auf, diese Hinweise ernst zu nehmen und mit allen ihm als zustĂ€ndiger Behörde zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln zu prĂŒfen.

„Das zustĂ€ndige Bundesinstitut ignoriert bis heute sĂ€mtliche Indizien, die dafĂŒr sprechen, dass sich GeflĂŒgelbetriebe vor allem durch die Stoffströme der GeflĂŒgelwirtschaft selbst mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 infizieren. Die Ergebnisse legen nahe, die FahrtenbĂŒcher und GPS-Daten von Tiertransporten auszuwerten, um zu untersuchen, ob sich diese Routen mit Ausbruchsherden der Krankheit decken“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Stattdessen verweist das Institut ausschließlich auf Wildvögel als ÜbertrĂ€ger. „Diese Scheuklappen-MentalitĂ€t erklĂ€rt, warum auch zehn Jahre nach dem ersten großen Vogelgrippe-Ausbruch in Deutschland tatsĂ€chliche Eintragsquellen nie identifiziert wurden und zukĂŒnftige AusbrĂŒche nicht verhindert werden können.“

So zeigt eine eingehende Gen-Analyse zwar – wie vom FLI betont – eine große Ähnlichkeit des aktuell grassierenden Virus mit einem im Juni 2016 an einem sibirischen See bei Wildvögeln gefundenen Virus. Sie widerlegt allerdings eindeutig die Behauptung, dass das Virus ĂŒber diese Wildvögel ĂŒber weitere Stafetten nach Europa gelangt sein könnte, denn das Virus der sibirischen Wildvögel ist eindeutig kein VorlĂ€ufer des aktuellen Virus in Europa, sondern hatte sich wenige Monate zuvor von einem gemeinsamen VorlĂ€ufervirus abgespalten, das in einem chinesischen Schlachthof entdeckt wurde. Zudem wurden alle Wildvögel dort nach der vorliegenden russischen Originalquelle tot aufgefunden, und nicht, wie vom FLI behauptet „gesund geschossen“. Damit steht abermals die bisher unbelegte Aussage des FLI, dass Wildvögel das Virus lange Zeit in sich tragen und dabei ansteckend seien ohne selber daran zu erkranken, auf tönernen FĂŒĂŸen. Ohne diese Hilfsthese ist aber eine Verbringung des Virus durch Wildvögel ĂŒber Kontinente hinweg nicht denkbar.

„Sehr wahrscheinlich hat das aktuelle Virus daher seinen Weg direkt aus der GeflĂŒgelwirtschaft in China nach Europa gefunden – ohne die Hilfe von Wildvögeln, die niemals direkt von China nach Europa ziehen“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Da entsprechende Viren offenbar nicht tĂ€glich aus China importiert werden, wo sie sich bestĂ€ndig in der GeflĂŒgelwirtschaft halten, wĂ€re hier nach einem Zufallsereignis zu suchen, z.B. einem nicht ausreichend desinfizierten Transportstall beim Handel mit GeflĂŒgel.

Vermutlich bereits ab Mitte Oktober zirkulierte das Virus in Ost-Ungarn bereits in GeflĂŒgelhaltungen. Entdeckt wurde es in den Stallhaltungen allerdings erst Anfang November. Ungarische GeflĂŒgelexporte gehen zu 99 Prozent in nur drei LĂ€nder: Polen, Österreich und Deutschland. Genau hier wurden Anfang November die ersten an H5N8 gestorbenen Wildvögel, meist Reiherenten gefunden. Die Tatsache, dass diese Ausbruchherde meist in unmittelbarer NĂ€he großer Schlachthöfe oder an den vermuteten Routen und RastplĂ€tzen von LebendgeflĂŒgel-Transporten liegen, ruft dringend nach einer eingehenden ÜberprĂŒfung aller Transporte zwischen betroffenen Betrieben und Schlachthöfen in den genannten LĂ€ndern.

Der wiederholte Beginn des Ausbruchsgeschehens Anfang November soll laut FLI die These stĂŒtzen, dass in Europa ĂŒberwinternde sibirische Zugvögel das Virus jedes Jahr wieder eintragen. Dazu stellt der NABU fest, dass sibirische Wasservögel bereits ab August in Europa eintreffen, sicherlich aber nicht erst ab Anfang November. Plausibler wĂ€re eher ein Zusammenhang mit der zu dieser Jahreszeit erhöhten Zahl von Martins- und WeihnachtsgĂ€nsen oder Erntedank-TruthĂ€hnen, die zu den wenigen Großschlachthöfen transportiert werden mĂŒssen.

Nachdenklich stimmt auch der H5N8-Fall in einer großen deutschen Massenhaltung: In einem Putenbetrieb in Barßel im Landkreis Cloppenburg/Niedersachsen mussten 16.000 Puten gekeult werden, dazu 92.000 HĂŒhner in benachbarten Betrieben. Bislang wurde in der Umgebung bisher kein infizierter Wildvogel entdeckt. AuffĂ€llig ist, dass dieser Betrieb bereits beim vergangenen Ausbruch 2014 betroffen war. Zudem liegt er nur wenige Kilometer von einer großen Fleischmehlfabrik entfernt. „Wie wahrscheinlich ist bei dieser Indizienlage, dass sich die abgeschlossene Massenhaltung ĂŒber den Kot von Wildvögeln angesteckt haben könnte?“, so Lachmann. Diese Frage bleibt bisher vom FLI unbeantwortet.

Der NABU fordert Bund und LĂ€nder auf, die Suche nach den Haupt-Übertragungswegen dringend auch auf die Transporte und Stoffströme der GeflĂŒgelindustrie auszudehnen. „Achselzuckend nur auf die Zugvögel als angeblich unvermeidliche Infektionsherde zu verweisen, verspielt die Chance, zukĂŒnftigen AusbrĂŒchen endlich einen Riegel vorzuschieben, und damit die ĂŒberproportionale Belastung von Freiland-GeflĂŒgelhaltungen durch die wiederkehrende Stallpflicht zu vermeiden und gleichzeitig auch die Gefahr fĂŒr Wildvögel zu bannen“, so Lachmann.
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Verschiedenes 
 
Deutsches Zusatzstoffe Museum Hamburg
Korb mit Zusatzstoffen / Foto: Deutsches Zusatzstoffmuseum
 
Deutsches Zusatzstoffe Museum Hamburg
Zusatzstoffe gehören ins Museum. Nicht ins Essen.

Zur Herstellung von Lebensmitteln dĂŒrfen in der EU Tausende von ZusĂ€tzen wie Aroma- und Farbstoffe, Enzyme und GeschmacksverstĂ€rker beigemischt werden. Viele von ihnen mĂŒssen nicht einmal deklariert werden. Selbst bei Bioprodukten sind zahlreiche Zusatzstoffe erlaubt.

Das Deutsche Zusatzstoffmuseum erklÀrt, warum das so ist: es zeigt, wo nicht deklarierte ZusÀtze enthalten sein können, wie sie manchmal verschleiert werden und welche Möglichkeiten bestehen, auf derartige ZusÀtze zu verzichten.
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Veranstaltungen 
 
74. Freiburger Nachtflohmarkt
Foto: SĂŒMa Maier Messen MĂ€rkte und Events GmbH
 
74. Freiburger Nachtflohmarkt
Hier ist fĂŒr jeden Geldbeutel das Richtige dabei!

Freiburg. Diesen Termin mĂŒssen sich Aussteller und Flohmarktfans gleichermaßen ganz dick in den Veranstaltungskalender eintragen. Denn keine Frage, wenn am Samstag, den 19.11. die mittlerweile 74. Auflage des Freiburger Nachtflohmarkts in der Messehalle Freiburg ĂŒber die BĂŒhne geht, dann steht zweifelsohne ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm. Über 300 Aussteller prĂ€sentieren sich von 14 bis 22 Uhr in der Messehalle und im Foyer, das heißt: Da ist fĂŒr jeden Geldbeutel etwas dabei. FĂŒr die Besucher stehen rund um die Halle ausreichend ParkplĂ€tze zur VerfĂŒgung. Weitere Informationen beim Veranstalter SĂŒMa Maier GmbH unter Tel. 07623‐741920 oder im Internet unter: www.suema‐maier.de

 
 

Verschiedenes 
 
Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft
Foto: fesa e.V.
 
Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft
Wie Jugendliche zu Klimabotschaftern in ihren Familien werden

Freiburg, 14.11.2016: In den Schuljahren 2014/2015 und 2015/2016 nahmen insgesamt 15 Schulklassen am fesa-Projekt „Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft“ erfolgreich teil. Sie untersuchten ihre ElternhĂ€user auf energetische Schwachstellen und lernten, Sanierungs- und EnergiesparvorschlĂ€ge zu erarbeiten. Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Förderung aus dem badenova-Innovationsfonds. Nun ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen.

Jugendliche sind die Hausbesitzer und damit die energetischen Sanierer von morgen. Jugendliche sind außerdem wichtige Botschafter fĂŒr klimabewusstes Verhalten in ihren Familien. Deshalb hat der fesa e.V. das Projekt „Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft“ konzipiert, in dem der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und die finanziellen und ökologischen Vorteile einer nachhaltigen Bauweise vermittelt wurden.

Um was ging es?
Im Projekt lernten Jugendliche der 9. bis 11. Klasse die einzelnen Elemente der energetischen GebĂ€udesanierung kennen. Zum Einstieg befassten sich die SchĂŒlerInnen mit den Themen Klimawandel und Klimaschutz. Im Laufe von mehreren Projektstunden lernten sie dann die GebĂ€udesanierung als einen wichtigen Baustein zum Klimaschutz kennen. Durch einen tieferen Einstieg in das Thema GebĂ€udesanierung konnten die Jugendlichen spĂ€ter sogar komplexe Begriffe wie WĂ€rmebrĂŒcke und U-Wert erklĂ€ren. Mit diesem Wissen im GepĂ€ck nahmen die SchĂŒlerInnen die eigenen HĂ€user unter die Lupe. Sie analysierten den Ist-Zustand des GebĂ€udes und dokumentierten diesen mit Hilfe von Fotos. UnterstĂŒtzung bekamen sie dabei von Florian Schmid, einem Mitarbeiter der Energieagentur Regio Freiburg. Er ging auf grundsĂ€tzliche Fragen der energetischen GebĂ€udesanierung ein und erklĂ€rte anschaulich die Eigenschaften der verschiedenen Bauteile anhand eines Fenstermodells und kleiner DĂ€mmstoffexponate. ZusĂ€tzlich gab er den Jugendlichen individuelle Tipps, wie sie den energetischen Zustand ihrer ElternhĂ€user verbessern können. Die SchĂŒlerInnen prĂ€sentierten anschließend ihre Ergebnisse vor der Klasse. „Viele SchĂŒlergruppen haben richtig gute Arbeiten abgeliefert und sich viele Gedanken zu einem energieeffizienten GebĂ€ude gemacht“, meint Florian Schmid. Je nach Zeitbudget fanden in einigen Klassen zusĂ€tzlich Exkursionen zu einer Sanierungsbaustelle oder zu einem Handwerksbetrieb statt. So konnte zum Beispiel eine Emmendinger Klasse gemeinsam mit dem Architekten und dem Quartiersmanager eine aktuelle Sanierungsbaustelle besichtigen.

Wer hat teilgenommen?
Am Projekt haben sowohl Realschulen als auch Gymnasien aus der gesamten Region SĂŒdbaden teilgenommen. So beteiligten sich Klassen aus Rheinfelden, Neuenburg, MĂŒllheim, Bad Krozingen, Gundelfingen, Emmendingen, Elzach, Kirchzarten, Ettenheim und Lahr am Projekt. Die Klassenstufen erstreckten sich von der 9. bis zur 11. Klasse. Das Projekt war immer in den Unterricht integriert. In den Realschulen geschah dies im Rahmen der FĂ€cher Naturwissenschaftliches Arbeiten (NwA), Technik oder Physik. In den Gymnasien wurde das Projekt immer in das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) integriert. Eine Gewerbeschule konnte das Projekt ebenfalls integrieren, hier wurde die 11. Klasse mit dem Profilfach "Umwelttechnik" gewĂ€hlt.

Wie kam es an?
FĂŒr Herrn Schienle, den verantwortlichen Lehrer an der Realschule in Lahr, war das Projekt „ein guter Einstieg in die Themen Klimaschutz, Klimawandel und GebĂ€udesanierung. Man merkt, dass sich die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nun Gedanken ĂŒber das Thema und damit auch ĂŒber ihre Zukunft machen. Auch die PrĂ€sentationen waren eine gute Übung.“ Auch die Jugendlichen gaben positives Feedback zum Projekt: So fand eine SchĂŒlerin: „Es war interessant, vor allem auch fĂŒr die eigene Zukunft.“ Ein anderer SchĂŒler bemerkte: „Es war mal was Anderes, abwechslungsreich.“ Viele SchĂŒlerInnen meinten, das Projekt habe ihnen Spaß gemacht und viele fanden es spannend, das eigene Haus zu untersuchen.

Wie war die Organisation?
DurchgefĂŒhrt wurde das Projekt von pĂ€dagogisch geschulten Energiefachleuten des fesa e.V. Die Umsetzung im durchgefĂŒhrten Umfang wurde durch einen Zuschuss des badenova Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz in Höhe von 20.000 Euro und durch Mittel der GlĂŒcksspirale des Ministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ermöglicht.

Wie geht es weiter?
Aktuell erfolgt eine weitere Aufbereitung der einzelnen Module, so dass sie interessierten LehrkrĂ€ften zur VerfĂŒgung gestellt werden können. Zwei Schulen, die im ersten Schuljahr am Projekt teilgenommen haben, konnten bereits die Materialien nutzen, um das Projekt in weiteren Klassen durchzufĂŒhren. Auf diesem Weg erfolgt auch in den folgenden Schuljahren eine WeiterfĂŒhrung des Projekts. Einzelne Elemente des Projektes können bei Interesse an weiteren Schulen in der Region durchgefĂŒhrt werden.
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Verschiedenes 
 
 
Kiebitze wieder in Freiburg
Umweltschutzamt schĂŒtzt gemeinsam mit Opfinger
Landwirt die stark gefĂ€hrdete und streng geschĂŒtzte
Vogelart

Es ist eine kleine Sensation, denn erstmals in diesem Jahr
haben wieder Kiebitze in Freiburg gebrĂŒtet. Seit Mitte der
1990er Jahre sind die BestĂ€nde des schwarz-weiß
gefiederten, taubengroßen Vogels rapide zurĂŒckgegangen;
von den 1996 noch 2000 Brutpaaren am sĂŒdlichen Oberrhein
sind nur noch wenige Restpopulationen ĂŒbrig geblieben. Mit
seinem „Kiwitt, kiwitt“-Rufen ist der Kiebitz mit seiner auf dem
Kopf sitzenden Federhaube auch fĂŒr Nicht-Ornithologen leicht
zu erkennen.

Der Kiebitz bevorzugt fĂŒr sein BrutgeschĂ€ft feuchtes
GrĂŒnland, das er kaum noch in den immer intensiver
genutzten Kulturlandschaften vorfindet. Dies ist einer der
HauptgrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang der mittlerweile in der Roten
Liste Baden-WĂŒrttembergs als stark gefĂ€hrdet eingestuften
und nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschĂŒtzten
Vogelart.

Viele der Kiebitze sind daher auf AckerflÀchen ausgewichen.
Durch die Bewirtschaftung der Äcker durch die Landwirte und
der damit verbundenen Störung waren diese FlĂ€chen fĂŒr die
Vögel aber keine wirkliche Alternative zum BrĂŒten.

Ein lokaler Ornithologe entdeckte in diesem FrĂŒhjahr mehrere
Kiebitze ĂŒber einem Acker in Opfingen. Aufgrund seines
Hinweises konnten die Experten des Umweltschutzamts
rechtzeitig reagieren, informierten sofort den Landwirt und
lokalisierten schnellstmöglich die Nester vor Ort, und planten
geeignete Schutzmaßnahmen, um den Vögeln eine
erfolgreiche Brut auf den AckerflÀchen zu ermöglichen.

„Kiebitze habe ich schon lange nicht mehr auf meinen
FlĂ€chen gesehen“, freute sich der betroffene Landwirt Erwin
Wagner und war sofort bereit die Brutvögel zu schĂŒtzen. So
verzichtete er darauf, auf einer 100 Quadratmeter großen
FlÀche um die Kiebitz-Gelege den Boden zu bearbeiten und
Mais einzusĂ€en. So wurden die brĂŒtenden Kiebitze nicht
gestört, auch das spĂ€tere Überwachsen der Nester durch den
Mais konnte damit vermieden werden. Die Kiebitze und ihre
KĂŒken brauchen eine niedrige Vegetation, in der sie Nahrung
suchen, Deckung finden und ihre Umgebung im Blick haben
können.

Als Ausgleich fĂŒr seine Ertragseinbußen und wirtschaftlichen
Mehraufwand zum Schutz der brĂŒtenden Kiebitze konnte das
Umweltschutzamt dem Landwirt einen LandschaftspflegeVertrag
vermitteln. Das Naturschutzrecht in BadenWĂŒrttemberg
macht es möglich, dass Landwirte fĂŒr
Aufwendungen und ErtragsausfÀlle im Zusammenhang mit
Artenschutzmaßnahmen entschĂ€digt werden können.

Die MĂŒhe hat sich gelohnt und es wurden etliche junge
Kiebitze im Sommer ĂŒber den Feldern von Opfingen
gesichtet. „Das zeigt, wie wichtig eine vertrauensvolle
Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem Naturschutz,
Landwirtschaft und Verwaltung ist, um Erfolge beim
Artenschutz im Offenland zu erzielen“ stellt Harald Schaich
vom Umweltschutzamt fest. Es ist zu erwarten, dass die
Kiebitze als ortstreue Vögel im nĂ€chsten FrĂŒhjahr wieder
zurĂŒckkommen werden. Aus diesem Grunde plant das
Umweltschutzamt jetzt gemeinsam mit dem Landwirt, die
Bewirtschaftung seiner FlĂ€che dauerhaft an die BedĂŒrfnisse
des Kiebitzes anzupassen.
 
 




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