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Sonntag, 18. Februar 2018
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Freiburger Pflanzenkohle erhält Zertifikat
Modellanlage zur Verwertung von Gr√ľnabf√§llen produziert Premiumkohle

Die Freiburger Pflanzenkohle erh√§lt ein Zertifikat. Vor knapp einem Jahr, Anfang M√§rz 2017, ging auf dem Gel√§nde der ehemaligen M√ľlldeponie Eichelbuck eine Modellanlage zur Verwertung von Gr√ľnabf√§llen in Betrieb. Seitdem wurden rund 800 Tonnen Gr√ľnschnitt in einem kombinierten Verfahren zu Holzhackschnitzeln und Pflanzenkohle verarbeitet. Eine unabh√§ngige √úberwachungsstelle hat nun die Qualit√§t der Pflanzenkohle gepr√ľft und als G√ľteklasse ‚ÄěPremium‚Äú bewertet.

Umweltminister Franz Untersteller weihte letztes Jahr die Pilotanlage ein. Der dort verwendete Gr√ľnabfall wird zuerst in weiches und holziges Material aufgeteilt. Der zerkleinerte, gesiebte Holzanteil wird dann in der neuartigen Anlage bei 500 bis 700 Grad karbonisiert. Dabei entsteht Pflanzenkohle, die zur Veredelung von Kompost, zur Herstellung von Aktivkohlefiltern oder als Futtermittelzusatz genutzt werden kann. Das Verfahren arbeitet energieautark, die nebenbei entstehende Abw√§rme dient zum Trocknen der Holzhackschnitzel.

Seit Beginn des regul√§ren Betriebes im Oktober 2017 konnte die ASF rund 200 Tonnen Gr√ľnschnitt zu 50 Tonnen Pflanzenkohle verarbeiten und so zur CO2-Reduzierung und zum Klimaschutz beitragen.

Das in Freiburg angewandte Verfahren wurde im Dezember 2017 von einer staatlich anerkannten √úberwachungsstelle gepr√ľft. Da die Pflanzenkohle alle Grenzwerte einh√§lt, wurde
dem Material die höherwertige Premiumqualität bestätigt. Das damit verbundene Zertifikat ist erforderlich, um die Vermarktung der Pflanzenkohle zu gewährleisten.

Der Bau der Pilotanlage wurde durch die finanzielle F√∂rderung aus Mitteln des Umweltministeriums Baden-W√ľrttemberg und aus dem Innovationsfonds der Badenova erm√∂glicht.
 
Eintrag vom: 07.02.2018  




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