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Freitag, 19. Januar 2018
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Kongress Energieautonome Kommunen 2018
1. + 2.2.2018, Messe Freiburg

Kommunale Energiewende beschleunigen und praktisch umsetzen

Neues Programmkonzept mit √ľber 50 Referenten sorgt f√ľr mehr Praxis, mehr Kontakte und intensivere Vernetzung - Schirmherr Umweltminister Franz Untersteller

Am 1. und 2. Februar 2018 findet der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) im Konferenzbereich der Messe Freiburg statt. In 12 Praxisforen zeigen √ľber 50 Referenten, wie die Energiewende auf kommunaler Ebene bereits erfolgreich umgesetzt wird. Schwerpunkte sind aktuelle Themen wie Digitalisierung, Elektromobilit√§t, Energieeffizienz, Mieterstrom, Klimaschutz und W√§rmenetze.

‚ÄěAuf kommunaler Ebene gibt es bereits so viele hervorragende Projekte. Doch dieser gro√üe Erfahrungsschatz der Akteure wird bisher fast kaum genutzt‚Äú, berichtet Dr. Harald Sch√§ffler, der fachliche Kongressleiter. ‚ÄěMit dem neuen Forumskonzept wollen wir daher vor allem die Vernetzung und den fachlichen Austausch zwischen den Akteuren ins Zentrum des Kongresses stellen, um so die Umsetzung der Energiewende zu beschleunigen‚Äú, so Sch√§ffler. Dazu bieten die Veranstalter im Rahmen der 12 Praxisforen √ľber 50 offene Tischrunden an, in denen die Referenten mit den Teilnehmern im kleinen Kreis Projektergebnisse austauschen, Fragen diskutieren und neue Projektideen er√∂rtern k√∂nnen.

Die Referenten repr√§sentieren dabei das ganze Spektrum der kommunalen Energiewende wie beispielsweise B√ľrgermeister, Planer und Berater, Energieversorger, B√ľrgerenergiegenossenschaften, Forschungseinrichtungen, Initiativen und Vereine sowie L√∂sungsanbieter. Damit erhalten die Teilnehmer in eineinhalb Tagen einen umfassenden Einblick, was in der Praxis bereits funktioniert und wie die Akteure die Energiewende in ihrer Gemeinde, Stadt oder Region beziehungsweise in ihrem Unternehmen umsetzen k√∂nnen.

Zum Kongress werden rund 160 Teilnehmer aus Deutschland, √Ėsterreich und der Schweiz erwartet, insbesondere aus den Bereichen B√ľrger-/Genossenschaften, Gewerbe, Dienstleister, Wohnungswirtschaft, Stadtwerke sowie Kommunalverwaltungen.

Die besondere Rolle der Kommunen bei der Energiewende unterstreicht auch der baden-w√ľrttembergische Umweltminister Franz Untersteller, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung wieder √ľbernommen hat: ‚ÄěWichtig ist diese Veranstaltung auch deshalb, weil die Kommunen als gutes Beispiel dienen sollen, um die B√ľrgerinnen und B√ľrger von der Energiewende zu √ľberzeugen. Au√üerdem gilt es, Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzer zu motivieren, im Bereich der energetischen Geb√§udesanierung aktiv zu werden.‚Äú

Die thematischen Schwerpunkte des Kongresses liegen in diesem Jahr auf L√∂sungen f√ľr Quartiere, Sektorenkopplung, Elektromobilit√§t, Digitalisierung und Nahw√§rmenetze. Erg√§nzt werden die Praxisforen durch ausgew√§hlte Plenarvortr√§ge, die besonders beispielhafte Projekte vorstellen und Einblicke in √ľbergeordnete Themen geben. Eines der Praxisforen kl√§rt beispielsweise, warum Nahw√§rmenetze f√ľr die Energiewende sinnvoll sind. ‚ÄěGut geplante und betriebene W√§rmenetze zeichnen sich grunds√§tzlich durch eine hohe Energieeffizienz und niedrige CO2-Emissionen aus. Vor allem in dicht bebauten Quartieren stellen W√§rmenetze auch f√ľr den Geb√§udeeigent√ľmer eine langfristig sinnvolle Alternative zur W√§rmeversorgung dar‚Äú, erkl√§rt Rolf Pfeifer von der endura kommunal GmbH. In seinem Vortrag wird er die wichtigsten Erfolgskriterien von W√§rmenetzprojekten vorstellen und erl√§utern.

Seit dem 25. Juli 2017 ist ein Mieterstromgesetz in Kraft. Warum Mieterstrom f√ľr die Stromwende wichtig ist, erl√§utert Dr. Burghard Flieger von der Solar-B√ľrger-Genossenschaft eG und innova eG in einem weiteren der sechs Praxisforen. ‚ÄěDurch den Bezug von Mieterstrom bekommen Bewohner, die nicht Eigent√ľmer eines Hauses sind, die M√∂glichkeit, an der Energiewende teilzuhaben, indem sie diesen Strom im Idealfall kosteng√ľnstiger beziehen‚Äú, betont Flieger. Damit gibt es einen zus√§tzlichen Anreiz, √Ėkostrom direkt vor Ort zu verbrauchen und so die dezentrale Energiewende zu st√§rken. Vorteile sind f√ľr die Mieter ein geringerer Strompreis, f√ľr die Hauseigent√ľmer eine Aufwertung der Immobilie und ihre bessere Vermietbarkeit und f√ľr die Gesellschaft Einsparchancen bei dem erforderlichen Ausbau der √úbertragungsnetze.

Veranstalter des Kongresses Energieautonome Kommunen sind die Solar Promotion GmbH, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH sowie der fesa e.V. Erstmals als Mitveranstalter fungiert sch√§ffler sinnogy aus Freiburg. Gesch√§ftsf√ľhrer Dr. Harald Sch√§ffler √ľbernimmt ab 2018 die fachliche Kongressleitung.

Bei Anmeldung bis 12. Januar 2018 gibt es Early-Bird-Tarife sowie 30 Prozent Rabattierung f√ľr Kommunen, Beh√∂rden und Studenten. Erste oder Zweite B√ľrgermeister einer Kommune in Baden-W√ľrttemberg erhalten kostenfreien Zugang zum Kongress. Das Programm sowie weitere Informationen gibt es unter www.energieautonome-kommunen.de.
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Eintrag vom: 11.01.2018  




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