oekoplus - Freiburg
Dienstag, 23. Januar 2018
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RegioBündnis an Gemeinderat und Bürgermeisterriege zur Stadtentwicklung:
Wald im Stadtteil Mooswald und bei Dietenbach erhalten - Neue Fakten -
ökologisch-soziale Alternativen für mehr Wohnungen mit Bürgerschaft umsetzen

In Schreiben an den Gemeinderat, an Oberbürgermeister Dr. Salomon und die Bürgermeisterriege der Stadt Freiburg i.Br. forderte das RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & öko-soziales Wohnen aus 14 Vereinigungen, die im Stadtteil Mooswald geplante der Abholzung von etwa 12 ha* Wald für ein Neubaugebiet zu stoppen und statt dessen im Stadtteil geeignete Alternativen gemeinsam mit der dortigen Bürgerschaft voranzubringen.Das Bündnis schlug vor, dass nun alle Fraktionen frühere Beschlüsse entsprechend ändern.Niemand solle vorgeworfen werden, die Meinung geändert zu haben, wenn die damalige Beschlussgrundlage erodiert oder entfallen ist: Zu den neuen Fakten und Einsichten gehörten der überraschend große Innenentwicklungs-Bauboom, der nachlassende Zustrom an Geflüchteten und stagnierende Studierendenzahlen. Zum Wintersemester 2017/18 sei an der Universität sogar ein Rückgang um rund 550 Personen bzw. über 2 Prozent festgestellt.

Zu den Alternativen gehören laut RegioBündnis die ökologisch-soziale Umgestaltung der Flächen beim Eisstadion und anderer Zonen des Stadtteils für mehr Wohnungen. Dazu gehören Dachausbauten, Aufstockungen, Anbauten, auch Umbauen für kleinere Wohnungen sowie Überbauungen von geeigneten Parkplatzflächen, ergänzt mit Tiefgaragen und Verminderung des PKW-Bestandes u.a. mit CarSharing.Gegen aktuelle Obdachlosigkeit und die Spitze der Wohnungsknappheit in Freiburg allgemein seien ökosoziale Maßnahmen geeigneter statt Neubauquartieren, die für allzu viele Mieter nicht bezahlbar seien.

Der Mooswald wurde früher leider großflächig gerodet u.a. für die Deponie Eichelbuck, für Gewerbe- und Wohngebiete, für die Westrandstraße. Das RegioBündnis bemängelte nun, dass die Freiburger Nachhaltigkeitsleitlinien Wald nur bis 2030 mit 42,9 Prozent der Stadtfläche erhalten wollen. Die geplante Mooswaldabholzung und mehrerer Hektar Wald für den nicht nur vom RegioBündnis abgelehnten Neubaustadtteil Dietenbach wären aber ein Rückgang. Für den Klimaschutz sei Aufforsten zur Kohlenstoff-Speicherung statt Abholzen angebracht – ohne Beanspruchung landwirtschaftlicher Flächen! Freiburg fehle leider bei der Weltkampagne „Plant for the Planet“.

1 ha (Hektar) = 10.000 Quadratmeter

RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen
Post: bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg
 
Eintrag vom: 06.01.2018  




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