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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Glyphosat, Bauernregeln & die Macht der Agrochemielobby
Bauernregel Nr. 4 / Quelle: BUND
 
Glyphosat, Bauernregeln & die Macht der Agrochemielobby
Eine kleine, große Niederlage der Naturschutzbewegung im Jahr 2017

Die Umwelt- und Naturschutzbewegung hat im Jahr 2017 einige Niederlagen einstecken m√ľssen. Der aktuelle Glyphosat-Kniefall von CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt vor der Agrochemielobby, vor Monsanto und Bayer, war schon im Februar 2017 absehbar.

Die Schwäche des Natur- und Umweltschutzes und die Stärke und Macht der Agrochemielobby und der Bauernverbände in Zeiten eines massiven Insektensterbens und in einer Zeit zunehmender Nitratwerte im Grundwasser zeigen die nicht gedruckten Plakate des Umweltministeriums im Februar 2017.

"Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat nach der massiven Kritik an den vom Umweltministerium ver√∂ffentlichten ‚ÄěBauernregeln‚Äú eingelenkt und √∂ffentlich um Entschuldigung gebeten", meldeten viele Medien im Februar 2017. Das Bundesumweltministerium konnte dem gut organisierten Druck und der Macht der Agrarlobby, von Bauernverb√§nden, Gift und D√ľnger produzierenden Chemiekonzernen und deren Paten in der Politik in CDU, CSU und FDP nicht l√§nger standhalten. Die gut organisierte Kampagne in den Medien und der Shitstorm in den "sozialen" Netzwerken zeigten wieder einmal, wer in diesem Land die Macht hat.
Agrarminister Hauk im "gr√ľn-SCHWARZEN" Baden-W√ľrttemberg forderte sogar den R√ľcktritt von Frau Hendricks. Diese populistische R√ľcktrittsforderung war ein politischer Skandal; eine Forderung, die sich Herr Kretschmann nicht bieten lassen d√ľrfte. In den Bauernregeln wurde niemand beleidigt, sondern es wurden real existierende Probleme pointiert auf den Punkt gebracht.
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Eintrag vom: 28.11.2017  




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