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Sonntag, 22. Oktober 2017
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Zahl des Monats
Das Verfeuern der gesamten deutschen Holzernte deckt nur 4 Prozent des Energieverbrauchs

Holzverbrennung unterst√ľtzt weder die Energiewende noch den Klimaschutz

Berlin ‚Äď Die Bundesregierung f√∂rdert nach wie vor den Einsatz von Holz zur Erzeugung von Strom und W√§rme. Doch derzeit wird bereits in Deutschland j√§hrlich fast genauso viel Holz zur Erzeugung von Energie verbrannt (gut 70 Mio. Kubikmeter), wie im deutschen Wald geerntet wird (etwa 76 Mio. Kubikmeter). Eine gewaltige Menge Holz, die allerdings nur vier Prozent des Prim√§renergieverbrauchs der Bundesrepublik deckt. Selbst wenn das gesamte geerntete Holz in Deutschland ausschlie√ülich verbrannt werden w√ľrde, w√§re der Beitrag zum Klimaschutz gering. Damit ist das Verh√§ltnis zwischen Fl√§chennutzung und Beitrag zur Energiewende denkbar schlecht.

Um die Nachfrage nach Holz f√ľr die M√∂belindustrie, Verpackung, Papier sowie Strom und W√§rme zu decken, werden schon heute gro√üe Mengen Holz aus aller Welt importiert. Das ist angesichts der globalen Waldverluste, des Artensterbens und des Klimawandels eine fragw√ľrdige Entwicklung. Der NABU bef√ľrchtet durch die Fortf√ľhrung der deutschen und EU-Energiepolitik gravierende Folgen f√ľr die W√§lder weltweit. Deshalb muss der deutsche Energie- und Ressourcenbedarf jetzt weiter gesenkt werden. Vor allem das industrielle Verfeuern von Holz sollte nicht l√§nger gef√∂rdert werden.

Das Projekt ‚ÄěSpeicherWald‚Äú behandelt die Bedeutung unbewirtschafteter W√§lder f√ľr den regionalen Klimaschutz. Mehr Informationen unter: www.speicherwald.de/materialien/index.html

Zahlen zum Holzverbrauch: Mantau, U. (2012) Holzrohstoffbilanz Deutschland. Entwicklungen und Szenarien des Holzaufkommens und der Holzverwendung 1987 bis 2015. Hamburg.
Bundesministerium f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft (2016) Der Wald in Deutschland. Ausgew√§hlte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur. Berlin
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Eintrag vom: 07.10.2017  




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