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Donnerstag, 29. Juni 2017
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Verschiedenes 
 
 
Ethisch-ökologische Fonds: Rendite mit gutem Gewissen
Weniger als fĂŒnf Prozent der Fonds berĂŒcksichtigen bei der Auswahl der Wertpapiere ausdrĂŒcklich ethische oder ökologische Kriterien. Die meisten achten in erster Linie auf Renditechancen und weniger darauf, wie die Gewinne erwirtschaftet werden. Finanztest hat 58 saubere Alternativen zu herkömmlichen Fonds untersucht und Kriterien definiert, die Fonds mit Nachhaltigkeitsanspruch mindestens erfĂŒllen sollten.

Um Klarheit zu schaffen und Anlegern die Auswahl ethisch-ökologischer Fonds zu erleichtern, hat Finanztest drei Kriterien definiert, die ein Fonds mit einem Nachhaltigkeitsanspruch mindestens erfĂŒllen sollte: Keine Investitionen in Firmen, die geĂ€chtete Waffen herstellen, Atomkraftwerke betreiben oder Arbeits- und MenschenrechtsverstĂ¶ĂŸe dulden. 35 der 58 untersuchten Fonds erfĂŒllen diese Anforderungen.

Viele Anleger sind der Ansicht, dass eine Geldanlage mit gutem Gewissen mit Renditeverzicht einhergeht. Doch das stimmt so nicht: „Nachhaltige Fonds erzielen eine Ă€hnlich gute Rendite wie herkömmliche Fonds“, so Finanztest-Expertin Karin Baur. Weil nachhaltige Fonds durch die Ausschlusskriterien nicht ganz so breit investieren, sind die Risiken jedoch ein wenig höher. Anleger sollten daher mehrere Fonds mischen und fĂŒr ihr Depot auch auf sichere Zinsanlagen setzen, dafĂŒr kommen Rentenfonds, Tagesgeld oder Festgeld von ethischen Banken infrage.

Der ausfĂŒhrliche Test erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (seit 21.06.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/oekofonds abrufbar.
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Verschiedenes 
 
 
NABU begrĂŒĂŸt ErgĂ€nzungen der EU-Liste invasiver Arten
Invasive Arten sind weltweite Bedrohung fĂŒr die Artenvielfalt

Der NABU hat die Aufnahme weiterer Tier- und Pflanzenarten in die sogenannte Unionsliste begrĂŒĂŸt. Der zustĂ€ndige Ausschuss der EU-Mitgliedstaaten hat eine Liste von weiteren zwölf Tier- und Pflanzenarten bestĂ€tigt, die in die sogenannte Unionsliste aufgenommen werden sollen, die invasive und damit möglicherweise schĂ€dliche Arten fĂŒr die biologische Vielfalt und den Menschen auffĂŒhrt. Bislang befinden sich lediglich 37 Arten auf dieser EU-weiten Liste. Allein fĂŒr Deutschland sind aber mindestens 168 Tier- und Pflanzenarten bekannt, die nachweislich negative Auswirkungen haben oder haben könnten.

„Invasive Arten sind weltweit die zweitgrĂ¶ĂŸte GefĂ€hrdung fĂŒr die biologische Vielfalt – nach der Zerstörung von LebensrĂ€umen. Mit ihrer Ausbreitung in Gegenden, in denen sie eigentlich nicht vorkommen, können diese Arten andere Arten, LebensrĂ€ume oder Ökosysteme stark beeintrĂ€chtigen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Er begrĂŒĂŸte daher die Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten, die damit einer Forderung der NaturschutzverbĂ€nde, von Wissenschaftlern und dem EuropĂ€ischen Parlament nachkommen.

In der gesamten EU gehen Experten von rund 12.000 gebietsfremden Arten aus, von denen etwa 15 Prozent als invasiv eingestuft werden und damit potenziell SchĂ€den verursachen können. Angesichts dieser Zahlen hatten der NABU und weitere NaturschutzverbĂ€nde sowie das EuropĂ€ische Parlament die im Juli 2016 verabschiedete erste Unionsliste mit 37 Arten als deutlich zu kurz kritisiert. Invasive Arten können katastrophale Auswirkungen auf die Artenvielfalt und ganze Ökosysteme haben, einige von ihnen wirken sich zudem negativ auf Ökosystemdienstleistungen aus und können z.B. die menschliche Gesundheit beeintrĂ€chtigen. Die EuropĂ€ische Kommission beziffert allein den ökonomischen Schaden auf rund zwölf Milliarden Euro pro Jahr. Viele Experten gehen sogar von noch höheren Summen aus.

Daher wurde unter anderem der RiesenbĂ€renklau neu in die Liste aufgenommen. Die ursprĂŒnglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze kann hierzulande mit ihrer Ausbreitung negative Folgen fĂŒr die Pflanzenvielfalt haben. Auch die menschliche Gesundheit ist betroffen, eine BerĂŒhrung kann zu schmerzhaften Blasen auf der Haut fĂŒhren. Neben dem RiesenbĂ€renklau haben die Mitgliedstaaten sich unter anderem auch fĂŒr die Aufnahme von Marderhund, Bisam und DrĂŒsigem Springkraut ausgesprochen; insgesamt enthĂ€lt die diesjĂ€hrige ErgĂ€nzungsliste zwölf Arten.

Die Unionsliste benennt jene invasiven Arten, fĂŒr die nach der zugrunde liegenden EU-Verordnung Mindeststandards zur besseren Vorbeugung, FrĂŒherkennung, Monitoring und Managementgelten sollen. So soll die Kontrolle und Verringerung möglicher SchĂ€den verbessert werden. Nach der heutigen Entscheidung der Mitgliedstaaten muss die EU-Kommission die ErgĂ€nzungsliste noch bestĂ€tigen und dann offiziell im EU-Amtsblatt veröffentlichen. Die erste Unionsliste wurde am 14. Juli 2016 im Amtsblatt veröffentlicht und trat am 3. August 2016 in Kraft.
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NABU: Schlechtes Zeugnis fĂŒr die Landwirtschaftspolitik
BfN-Agrar-Report 2017 verdeutlicht kritische Situation in der Agrarlandschaft

Der NABU sieht sich in seiner Kritik an der aktuellen Agrarpolitik und dem bestehenden System der EU-Subventionen durch den am heutigen Dienstag vom Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) vorgestellten Agrar-Report 2017 bestĂ€tigt. Die Publikation ist eine besorgniserregende Zusammenstellung aller Problemfelder in der Agrarlandschaft.

„Der Agrar-Report macht deutlich, wo die Schwachstellen der Landwirtschaftspolitik liegen und warum die Agrarwende ĂŒberfĂ€llig ist. Die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft befindet sich im rasanten Sinkflug. Pestizid-Einsatz und monotone Kulturen sorgen dafĂŒr, dass Insekten weniger werden, Vögeln Nahrung und Lebensraum fehlt. Auch sind viele Biotoptypen des GrĂŒnlands bedroht. Trotz des mittlerweile immerhin grĂ¶ĂŸtenteils gestoppten GrĂŒnlandverlustes hat die QualitĂ€t des GrĂŒnlands stark abgenommen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Besonders das arten- und blĂŒtenreiche GrĂŒnland gehe verloren und mit ihm klassische Wiesenvögel wie Uferschnepfe und KampflĂ€ufer. Schuld seien ĂŒbernutzte FlĂ€chen und der hohe Eintrag von Stickstoff ins Ökosystem. So habe auch der Anteil der AckerkrĂ€uter massiv abgenommen. Besonders im Inneren der Felder liegt der RĂŒckgang bei bis zu 99 Prozent.

Der Report benennt als Ursache des desaströsen Zustandes der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft die immensen Fehlsteuerungen der EU-Förderpolitik. Das mit der letzten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf EU-Ebene eingefĂŒhrte Greening hat versagt. Es war der Versuch, auch die Ausgaben der ersten SĂ€ule fĂŒr die landwirtschaftliche Produktion an ökologische Mindeststandards zu koppeln. Laut Report wurde lediglich erreicht, dass sich der Anteil an fĂŒr den Naturschutz wertvollen FlĂ€chen um nur ein Prozent der AckerflĂ€che erhöht hat. DemgegenĂŒber stehen immense Ausgaben von 1,5 Milliarden Euro alleine in Deutschland pro Jahr fĂŒr dieses so genannte Greening.

Ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung war das in der vergangenen Woche beschlossene Pestizid-Verbot auf den ökologischen VorrangflĂ€chen, fĂŒr das der NABU gemeinsam mit seinen europĂ€ischen PartnerverbĂ€nden in BrĂŒssel gekĂ€mpft hatte.

Besonders deutlich macht der Report die FinanzierungslĂŒcke fĂŒr den Naturschutz in Agrarlandschaften. „Die derzeitigen Fördermöglichkeiten und Finanzmittel reichen nicht annĂ€hernd aus, um diese Negativ-Entwicklung zu korrigieren. Trotz des dramatischen Zustandes der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft, sowie das durch die intensive Tierhaltung beförderte massive GĂŒlle-Problem mit schĂ€dlichen Folgen fĂŒr Grundwasser und Böden fließen weiterhin EU-weit jedes Jahr 60 Milliarden Euro an Agrarzahlungen an die Landwirte. Die pauschalen Zahlungen haben die Probleme fĂŒr die Natur nur verschĂ€rft“, so Tschimpke weiter.

Der NABU fordert eine umfassende Reform der GAP ab 2020 mit der Abkehr von den wirkungslosen pauschalen FlĂ€chenprĂ€mien, die momentan per Gießkanne an Landwirtschaftsbetriebe verteilt werden. Statt dessen mĂŒssten ein EU-Naturschutzfonds zur Sicherung des EU-weiten Natura 2000-Schutzgebietsnetzes eingerichtet sowie umfassende Gelder fĂŒr einen nachhaltigen Umbau des Agrarsystems und Zahlungen fĂŒr Agrarumweltmaßnahmen fließen, die den Landwirten echte Anreize fĂŒr eine naturvertrĂ€gliche Bewirtschaftung bieten.
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Verschiedenes 
 
 
NABU zum „30-Hektar-Tag“: Kein Grund zum Feiern
Jeden Tag wird fĂŒr Wohnen und Verkehr eine FlĂ€che von 94 Fußballfeldern verbraucht

Jeden Tag werden fĂŒr Wohnen und Verkehr immer noch durchschnittlich 66 Hektar pro Tag verbraucht – das entspricht etwa einer GrĂ¶ĂŸe von 94 Fußballfeldern. Auch das neue Ziel der Bundesregierung, bis 2030 den tĂ€glichen FlĂ€chenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, liegt in weiter Ferne. Laut 30-Hektar-Ziel wĂ€re die verfĂŒgbare FlĂ€che fĂŒr das gesamte Jahr nun aufgebraucht. Ab sofort mĂŒssten also in Deutschland die Bagger still stehen.
Anfang des Jahres wurde mit der Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung das 30-Hektar-Ziel fĂŒr das Jahr 2020 auf das Jahr 2030 verschoben. Zwar soll die Inanspruchnahme zusĂ€tzlicher FlĂ€chen auf „unter 30 Hektar pro Tag“ begrenzt werden. „Die nebulöse und wenig konkrete Formulierung ‚30-Hektar minus X‘ enttĂ€uscht vor allem, wenn nicht klar ist, wie groß das X ist. Statt ambitionierte Ziele zu setzen und diese zu qualifizieren, verschiebt die Bundesregierung lediglich das alte, nicht erreichte Ziel um weitere zehn Jahre“, sagt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Dass sich das Bundesumweltministerium in seinem Integrierten Umweltprogramm als Zielmarke gesetzt hat, den FlĂ€chenverbrauch bis 2030 auf 20 Hektar pro Tag zu senken, sei da nur ein schwacher Trost. Es zeige, dass die Bundesregierung hier nicht in der Lage ist, mit einer Stimme zu sprechen und die Ministerien fĂŒr Wirtschaft und Verkehr den Umweltschutz weiter hinten an stellen.

Mit steigendem FlĂ€chenverbrauch und zunehmender Versiegelung verliert der Boden an Fruchtbarkeit und WasserdurchlĂ€ssigkeit. Zu den Folgen zĂ€hlen der Verlust der Bodenfauna, örtliche Überschwemmungen bei starken RegenfĂ€llen, niedrige GrundwasservorrĂ€te sowie stĂ€dtische WĂ€rmeinseln durch fehlende VerdunstungskĂ€lte. Mit unbebauten FlĂ€chen und unversiegelten Böden als endliche Ressource ist also sparsam umzugehen. Der benötigte Wohnraum muss primĂ€r im Bestand durch Nachverdichtung wie den Ausbau von Dachgeschossen und das Schließen von BaulĂŒcken, Umnutzung von GewerbegebĂ€uden sowie intelligente Nutzungskonzepte erfolgen.

Das 30-Hektar-Ziel und eine flĂ€chensparende Siedlungsentwicklung wurden nicht zuletzt durch die Neufassung des Baugesetzbuchs konterkariert, indem fĂŒr Wohnungsbau auf landwirtschaftlichen und unbebauten FlĂ€chen am Ortsrand erhebliche Ausnahmeregelungen und Erleichterungen geschaffen wurden. Durch die Einbeziehung von AußenbereichsflĂ€chen in das beschleunigte Bebauungsplanverfahren kann nunmehr generell auf eine PrĂŒfung der Umweltauswirkungen der geplanten Bebauung sowie auf Ausgleichsmaßnahmen fĂŒr Eingriffe in Natur und Landschaft verzichtet werden.

„Diese Ausnahmeregelungen gelten zwar nur bis Ende des Jahres 2019, entfalten aber eine verheerende Signalwirkung und sind ein Schlag ins Gesicht aller, die sich fĂŒr eine flĂ€chensparende und nachhaltige Siedlungsentwicklung einsetzen“, so Tschimpke weiter. Obwohl der FlĂ€chenverbrauch von etwa 120 Hektar pro Tag um die Jahrtausendwende mittlerweile nahezu halbiert wurde, seien zusĂ€tzliche Anstrengungen unverzichtbar, um den FlĂ€chenverbrauch möglichst gering zu halten. Langfristig mĂŒsse eine FlĂ€chenkreislaufwirtschaft angestrebt werden, deren Netto-FlĂ€chenverbrauch Null betrage. Das Bundesumweltministerium nennt hierfĂŒr das Jahr 2050.
„Notwendig sind aber kurzfristigere und vor allem auch kleinrĂ€umliche FlĂ€chensparziele der LĂ€nder und Kommunen“, meint Siedlungsentwicklungsexperte Henry Wilke. Dabei dĂŒrfe das Bauen am Ortsrand nach wie vor nur die absolute Ausnahme sein. Die doppelte Innenentwicklung, also das Bauen im Bestand, sowie die Sicherung und Aufwertung von innerstĂ€dtischen GrĂŒnflĂ€chen, mĂŒsse sich zum Regelfall entwickeln.

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Verschiedenes 
 
 
EU-Abgeordnete stimmen fĂŒr Pestizid-Verbot
Endlich Schluss mit Glyphosat & Co. auf ökologischen VorrangflÀchen

Der NABU begrĂŒĂŸt den heutigen Beschluss des EuropĂ€ischen Parlaments fĂŒr ein Verbot von Pestiziden auf ökologischen VorrangflĂ€chen ab Januar 2018. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hatte einen entsprechenden Vorschlag fĂŒr ein Pestizidverbot auf diesen FlĂ€chen gemacht, um dem Artenverlust in der Landwirtschaft entgegenzuwirken. Die Abgeordneten stimmten knapp gegen den Beschluss des EU-Agrarausschusses und die Resolution des deutschen EP-Abgeordneten Albert Deß (CSU) und des Briten John Stuart Agnew (UKIP). Beide hatten sich zuvor im Agrarausschuss gegen den Vorschlag der EU-Kommission und somit gegen das Pestizidverbot auf ökologischen VorrangflĂ€chen stark gemacht.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Glyphosat und Co. haben auf diesen FlĂ€chen nichts zu suchen. Das ist ein lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lliger erster Schritt in die richtige Richtung. Die EU-Parlamentarier haben ein wichtiges Signal gesetzt. Bis zu einer grundlegenden Reform der EU-Agrarpolitik und einer wirklichen Trendwende, um die erschreckenden Verluste der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft aufzuhalten, ist es trotzdem noch ein weiter Weg. Wir brauchen mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft mit blĂŒtenreichen Wiesen und SĂ€umen, BrachflĂ€chen, StrĂ€uchern und Hecken, wo Insekten und Feldvögel LebensrĂ€ume finden.“

Damit Landwirte die Direktzahlungen aus der ersten SĂ€ule der EU-Agrarpolitik (GAP) erhalten, mĂŒssen sie sicherstellen, dass fĂŒnf Prozent ihrer FlĂ€che als ökologische VorrangflĂ€chen genutzt werden. Diese FlĂ€chen konnten jedoch, wie alle wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, bis heute keinen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt in Agrarlandschaften leisten – nicht zuletzt aufgrund des bislang erlaubten Einsatzes von Pestiziden. Bisher fließen jĂ€hrlich gut zwölf Milliarden Euro an Direktzahlungen unter anderem fĂŒr die ökologischen VorrangflĂ€chen an die Landwirte in der EU. Insgesamt betrĂ€gt das EU-Agrarbudget 60 Milliarden Euro pro Jahr.

Das Abstimmungsergebnis zeigt, dass die WĂŒnsche der BĂŒrger nach einer umfassenden Reform der EU-Agrarpolitik erste kleine FrĂŒchte tragen. Innerhalb von nur einer Woche waren ĂŒber 9.000 Menschen dem Aufruf des NABU gefolgt und hatten Protest-E-Mails an einflussreiche EU-Abgeordnete verschickt.
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Karlsruhe: Wisent im Tierpark Oberwald geboren
Tierpark Oberwald: Mutter Xarbara mit Nachwuchs / Foto: Zoo Karlsruhe
 
Karlsruhe: Wisent im Tierpark Oberwald geboren
Xarbara bekommt ihr erstes Jungtier / Nachwuchs auch bei den GĂ€msen

Noch ist es ziemlich klein und bringt noch keine zehn Kilogramm auf die Waage. Das frisch geborene Jungtier bei den Wisenten im Tierpark Oberwald trinkt aber schon fleißig Milch bei Mutter Xarbara. "Es wird sehr schnell zunehmen und an GrĂ¶ĂŸe gewinnen", berichtet Revierleiter Robert Ruder.

FĂŒr Xarbara ist es das erste Junge. "Sie stellt sich aber gut an und verteidigt ihr Kleines, was ein gutes Zeichen ist", betont Ruder. Xarbara wurde 2011 selbst im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe, geboren. Vater ist der Bulle Pfarrer, er kam 2012 im Tierpark Pforzheim auf die Welt. Das Geschlecht des neugeborenen Tiers konnte bislang noch nicht bestimmt werden. Aktuell stehen Mutter und Kind abgetrennt vom Rest der Gruppe. "Wir wollen die beiden Tiere aber relativ bald wieder zu den anderen lassen", erlĂ€utert Ruder. Dann ist das Jungtier auch fĂŒr die Besucher sichtbar. Aktuell ist das leider nicht der Fall, da wegen Bauarbeiten der Weg bei den Wisenten gesperrt und das Gehege nur von vorne einsehbar ist, wo der Rest der Gruppe steht.

Wisente sind die grĂ¶ĂŸten Wildtiere Europas. Voll ausgewachsene Bullen können ein Gewicht von knapp einer Tonne, erwachsene KĂŒhe von mehr als 600 Kilogramm erreichen. Das Wisent war in freier Wildbahn ausgestorben und wurde mit Tieren aus ZoobestĂ€nden wieder angesiedelt. Der Zoo Karlsruhe beteiligt sich mit dem Tierpark Oberwald am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm.

Bei einem Besuch im Oberwald sind derzeit aber auch noch weitere Jungtiere zu sehen. Drei kleine GĂ€msen sind in den vergangenen Tagen und Wochen auf die Welt gekommen. Die Jungtiere sind sehr aktiv, schon flink am Klettern auf den Felsen im Gehege und meistens auch gut dabei zu beobachten.
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Karlsruhe: Wie sich Knielingen gegen die Rheinregulierung wehrte
Vortrag zu Johann Gottfried Tulla im Stadtmuseum

"Johann Gottfried Tulla und der Beginn der Rheinregulierung vor 200 Jahren" ist ein Vortrag ĂŒberschrieben, den Nicole Zerrat am Donnerstag, 22. Juni, um 18 Uhr bei freiem Eintritt im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais hĂ€lt. Dabei lenkt sie auch den Blick auf Knielingen, wo die erste Begradigungsmaßnahme vor den Toren Karlsruhes umgesetzt werden sollte. Die Einwohner Knielingens aber wehrten sich mit allen ihnen zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln. Denn ihnen drohte fruchtbares Land verloren zu gehen.

Der Rheinabschnitt zwischen Neuburg und Linkenheim sollte als erster Bereich nach PlĂ€nen des Karlsruher Wasserbauingenieurs Johann Gottfried Tulla umgebaut werden. Die GefĂ€hrdung des linksrheinisch gelegenen Ortes Wörth hatte die französische Regierung 1812 bewogen, der Begradigung in diesem Teilabschnitt zuzustimmen. Als die Pfalz nach den napoleonischen Kriegen Bayern zugesprochen wurde, nahm Tulla die Verhandlungen mit dem neuen Grenzanlieger auf. Nachdem im April 1817 eine Einigung erreicht werden konnte, sollten die Baumaßnahmen umgehend in die Tat umgesetzt werden. Galt Tullas Überzeugungsarbeit bis dato den Vertretern auf Regierungsebene, kam nun unerwarteter Widerstand aus den Reihen der Bevölkerung...

Der Vortrag, bei dem Nicole Zerrat den Bogen spannt von der Ausbildung Tullas zum Wasserbauingenieur ĂŒber die Entwicklung der politischen Landschaft am Oberrhein bis hin zur spĂ€ten WĂŒrdigung des Tulla'schen Lebenswerkes in DenkmĂ€lern, ist eine Veranstaltung im Rahmen der Doppelausstellung "Karlsruher Heimaten" im Stadtmuseum und im Pfinzgaumuseum.
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Ja zum geplanten kleinen Neubaustadtteil ZĂ€hringen-Nord/LĂ€ngeloh
ECOtrinova e.V. und Plan B e.V. stellen aber einige Anforderungen

Mit dem von Stadt und Gemeinderat beabsichtigten kleinen Neubaustadtteil ZĂ€hringen-Nord/LĂ€ngeloh auf rund 26 Hektar beiderseits der Gundelfinger Straße zwischen GĂŒterbahn und Schnellstraße sind die beiden in Freiburg ansĂ€ssigen gemeinnĂŒtzigen Umweltschutzvereine ECOtrinova und Plan B grundsĂ€tzlich einverstande. Sie haben jedoch eine Reihe von VorschlĂ€gen und Anforderungen fĂŒr die Umsetzung. ECOtrinova hatte dem Stadtplanungsamt per detailliertem Schreiben von Anfang MĂ€rz 2017 solches „Gelb-GrĂŒnes Licht“ bereits entsprechend mitgeteilt, wobei das Amt dies in seiner Antwort erfreut zur Kenntnis nahm. Das Gebiet ist einer der 5 Vorab-WohngebietsvorschlĂ€ge fĂŒr den Perspektivplan und großenteils bereits erschlossen. Es sollte nach EinschĂ€tzung der Vereine zusammen mit den Freiburger Möglichkeiten fĂŒr Dachausbauten und Aufstockungen als einer von mehreren grĂ¶ĂŸeren Bausteinen dienen anstelle des auf der „grĂŒnen Wiese“ geplanten großen Neubaustadtteils Dietenbach.

Die Idee, dabei insbesondere auch die flĂ€chenhaften GroßparkplĂ€tze zwischen Straßenbahn und Isfahanallee mit Wohnungen zu ĂŒberbauen, hatte ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg Löser im Oktober 2015 u.a. mit Foto vom bebaubaren Großparkplatz in die BĂŒrgerdiskussion um den kommenden Perspektivplan online eingebracht.

Beim Ortstermin des Samstags-Forum Regio Freiburg am 5. November 2016 im nördlichen ZĂ€hringen, an dem auch VorstĂ€nde und aktive Mitglieder der Vereine Plan B e.V. und NABU Freiburg e.V. insbesondere aus ZĂ€hringen mitwirkten, wurden mehrere Anforderungen und VorschlĂ€ge fĂŒr das Gebiet erörtert.

Hauptziel der Vereine ist, dort bezahlbaren ökologisch optimierten Wohnraum mit 1.500 bis 2.000 Wohnungen in verdichteter Bauweise, d.h. auch in die Höhe, zu erreichen, und zwar ohne freistehende EinfamilienhĂ€user oder ReihenhĂ€user, aber mit geeigneten FreiflĂ€chen. Die WohnungsgrĂ¶ĂŸen sollen flexibel umnutzbar und flĂ€cheneffizient sein fĂŒr verschiedenen Bedarf samt "Wohnen und Arbeiten“ : FĂŒr die WohnflĂ€che pro Kopf seien je nach Belegung ZielgrĂ¶ĂŸen von 20 bis 35 qm anzustreben bei ausreichend Kellerraum.

Positiv und gĂŒnstig fĂŒr die kĂŒnftigen Wohnkosten ist: Das Gebiet ist in der Hauptachse und auch teilweise sonst i.w. schon erschlossen durch die Gundelfinger Straße samt Straßenbahn, Radweg sowie Ver- und Entsorgungsleitungen. Es sind kaum landwirtschaftliche FlĂ€chen betroffen. ZunĂ€chst sollten die GroßparkplĂ€tze genutzt werden, dies mit geeigneter Beibehaltung eines Einkaufszentrums. Die Vereine schlagen ĂŒber die jetzigen Planungen der Stadt hinaus vor, das meist reichlich flach bebaute kleine Gewerbegebiet zu Beginn der Gundelfinger Str. flĂ€chenmĂ€ĂŸig besser zu nutzen mit höherer Bebauung teils auch fĂŒr Wohnen und dort ParkplĂ€tze flĂ€chensparend neu zu ordnen.

Plan B weist insbesondere darauf hin, den Wald nördlich des Einkaufszentrums als GrĂŒnbrĂŒcke zu erhalten bei Mitnutzung als Freiraum, desgleichen das entstandene kleine WĂ€ldchen an der GĂŒterbahn, das ebenfalls als "GrĂŒnstĂŒtzpunkt" vor allem fĂŒr Fauna Richtung Ost und West dient. Zu erhalten sei auch die jetzige FreiflĂ€che sĂŒdlich des derzeitigen Möbelmarktes. Eine Nordverschiebung des KleingartengelĂ€ndes Richtung Gundelfingen wird abgelehnt.

Ein neuer Radschnellweg direkt westlich der GĂŒterbahn brĂ€chte zu viel FlĂ€chenverlust und wĂŒrde das WĂ€ldchen an der GĂŒterbahn großenteils zerstören. Der Bedarf an Radwegen Richtung Gundelfingen ist an der Gundelfinger Str. plus östlich der GĂŒterbahn sowie mit der Nutzung der Wildtalstr. und des Höhenwegs reichlich gedeckt. Von einer Straße samt GĂŒterbahnbrĂŒcke fĂŒr Kraftfahrzeuge zur Erschließung des von ECOtrinova, Plan B und anderen abgelehnten Baugebiets "Auf der Höhe" auf Wiesen in ZĂ€hringen wird u.a. wegen FlĂ€chen- und GrĂŒnbrĂŒckenverlust dringend abgeraten.

FĂŒr die MobilitĂ€t schlagen die Vereine vorrangig einen FußgĂ€nger-, Radfahrer- und ÖPNV-Stadtteil vor mit sehr stark verringertem PKW-Bestand vor Ă  la Vauban, aber mit Autoteilen (Carsharing).

Als selbstverstĂ€ndlich setzen die Vereine Plus-Energie-Bebauung mit sehr niedrigen Betriebskosten voraus samt Einsatz von Blockheizkraftwerken und von reichlich und blendfreier Photovoltaik mit Ziel hoher Energie-Autonomie, desgleichen sehr guten Schallschutz zur Schnellstraße und GĂŒterbahn.
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